Heute gab’s gleich mehrere spannende Tech- und Markt-News aus der E-Welt: Bei Renault deutet sich ein dicker Schritt nach vorn an, denn das Facelift des Megane E‑Tech mit neuem Riesen-Akku soll nicht nur optisch näher an den Scenic rücken, sondern vor allem mit einem großen Batterie-Upgrade „Made in France“ die Reichweite deutlich steigern. Polestar zieht derweil das Tempo an: Die Mega-Updates für Polestar 3 und 4 mit 800 Volt sind ab sofort bestellbar – mit klarer Ansage Richtung kürzere Ladezeiten, während der 4 als Coupé neu sortiert wird und bei Fahrwerk sowie Produktion nachschärft.
Politisch und wirtschaftlich wurde es ebenfalls laut: Die VDA-Prognose zur „Technologieoffenheit“ und möglichen Job-Effekten rechnet bis 2035 mit massiven Arbeitsplatzverlusten – und stellt die These auf, dass ein EU-Kurswechsel inklusive Plug-ins und E-Fuels zumindest einen Teil abfedern könnte. Wie schwer sich alternative Pfade in der Praxis tun, zeigt parallel der Blick nach Süden: Beim Wasserstoff-Flop in Bayern mit liegenbleibenden Fördermillionen prallen politische Erzählung und Markt-Realität aufeinander, während viele Projekte offenbar nicht aus den Startlöchern kommen.
Fürs Show- und Softwareprogramm war auch gesorgt: Jaguar setzt mit dem Type 01 als Elektro-GT mit über 1000 PS zum kompletten Marken-Reset an – flach, radikal und klar als neues Flaggschiff positioniert. Und Tesla testet mehr Ordnung an der Ladesäule: Die virtuelle Warteschlange an Superchargern im Pilotprojekt soll das Schlangenchaos digital entschärfen, setzt anfangs aber noch stark auf Fairness, weil Falschparker technisch nicht direkt ausgebremst werden.