1.020 PS für 120.000€: Das neue Model S Plaid 2026 im Vergleich zum Alten!

Nico Pliquett

Nico Pliquett

Nico Pliquett vergleicht im Video sein älteres Tesla Model S Plaid mit der neuesten Modellgeneration und hebt dabei neben optischen Schärfungen an Front und Heck besonders die neue Ambientbeleuchtung und die Frontkamera hervor, kritisiert jedoch die schlechtere Sicht auf das Tacho-Display beim runden Lenkrad im Vergleich zum Yoke.

1.020 PS für 120.000€: Das neue Tesla Model S Plaid im Detail-Vergleich

In einem aktuellen Video vergleicht Nico Pliquett sein eigenes Tesla Model S Plaid – eines der ersten in Deutschland ausgelieferten Modelle – direkt mit der neuesten Generation des Performance-Flaggschiffs (Modelljahr 2026). Der Vergleich fand im Rahmen eines Service-Center-Besuchs statt und offenbart spannende Unterschiede bei Hardware, Exterieur und Software, die auf den ersten Blick vielleicht nicht jedem auffallen würden.

Exterieur: Sportlichere Optik und aerodynamische Anpassungen

Bereits beim direkten Nebeneinanderstellen der Fahrzeuge fallen deutliche Unterschiede im Design auf. Das neue Model S Plaid wirkt insgesamt strukturierter und aggressiver.

  • Frontpartie: Das neue Modell verfügt über einen deutlich definierteren Frontsplitter, der farblich abgesetzt ist und das Fahrzeug optisch breiter und sportlicher wirken lässt. Das ältere Modell ist hier schlichter und "geschlossener" gestaltet.
  • Heckbereich: Auch am Heck hat Tesla nachgebessert. Der Diffusor ist beim neuen Modell markanter ausgearbeitet. Der Heckspoiler weist nun einen leichten Knick auf und wirkt aerodynamisch optimierter als die glatte Version des Vorgängers.
  • Logos und Details: Während beim frühen US-Modell noch andere Logos oder Schriftzüge (bzw. Klebereste bei Nicos Fahrzeug) zu finden waren, setzt das neue Modell auf größere, verchromte Tesla-Logos und Schriftzüge, die in den Diffusor integriert sind.
  • Air Curtains: Das neue Modell besitzt sichtbare "Air Curtains" an den Seiten der Frontschürze zur Verbesserung des Luftstroms.

Hardware-Upgrades: Was das neue Modell besser kann

Abseits der Optik gibt es funktionale Hardware-Änderungen, die Nico Pliquett teilweise auch gerne in seinem Fahrzeug hätte.

Feature Altes Model S Plaid Neues Model S Plaid
Frontkamera Nicht vorhanden In der Stoßstange integriert (umschaltbar, aber begrenzter Winkel)
Beleuchtung Standardbeleuchtung Mehrfarbige Ambientbeleuchtung (auch im Fußraum) & dynamische Animationen
Sitze Standard Plaid Sitze Neue, sehr bequeme Sportsitze
Lenkrad Yoke (in Nicos Fall) Rundes Lenkrad (im Testwagen), keine Blinkerhebel

Besonders die Ambientbeleuchtung sticht hervor. Sie ist im ausgeschalteten Zustand unsichtbar und kann nicht nur verschiedene Farben darstellen, sondern durch einzeln ansteuerbare LED-Segmente auch Animationen abspielen (z.B. beim Einsteigen). Die Farbe der Fußraumbeleuchtung passt sich nun der gewählten Ambient-Farbe an.

Software und Fahrwerk: Ein überraschender Rückschritt?

Ein interessantes Detail entdeckte Nico bei der Software. Obwohl beide Fahrzeuge (nach einem Update bei Nico) über ähnliche Visualisierungen verfügen – wie etwa die 3D-Darstellung des Fahrzeugs im Menü oder die Höhenverstellung –, fehlt dem neuen Modell eine spezifische Anzeige.

Im alten Model S gibt es ein detailliertes Menü für die Federung, welches in Echtzeit Daten zu Kompression und Rückstoß (Rebound) als Graphen anzeigt. Dieses Menü fehlt im neuen Model S komplett. Stattdessen sind die Fahrmodi nun unter dem Punkt "Dynamik" zusammengefasst, wo Beschleunigung, Fahrwerk und Lenkung in Presets (z.B. Komfort, Sport, Plaid) gebündelt sind. Eine individuelle Feinjustierung wie im alten Modell ("Pedale & Lenkung" separat) scheint hier einer vereinfachten Logik gewichen zu sein.

Fahreindruck und das Lenkrad-Dilemma

Auf der Straße zeigt sich das neue Model S Plaid gewohnt brachial. Die Beschleunigung ist unverändert extrem. Nico merkte an, dass das Fahrwerk des neuen Modells auf der Autobahn marginal ruhiger und komfortabler wirkt, die Unterschiede zum Vorgänger jedoch nicht gigantisch sind.

Ein kritischer Punkt für Nico bleibt das Lenkrad. Der Testwagen war mit einem normalen, runden Lenkrad ausgestattet. Da das Model S jedoch über kein Head-up-Display verfügt und das Instrumenten-Cluster direkt hinter dem Lenkrad liegt, verdeckt der obere Kranz des runden Lenkrads oft die Sicht auf wichtige Informationen wie die Geschwindigkeit. Zudem fehlt – wie beim neuen Model 3 – der Blinkerhebel, was bei einem runden Lenkrad intuitiv für Verwirrung sorgt. Nico bevorzugt daher weiterhin klar das "Yoke", welches einen freien Blick auf das Display ermöglicht.

Fazit

Das neue Model S Plaid ist eine gelungene Evolution mit schärferer Optik, besserer Beleuchtung und nützlichen Features wie der Frontkamera. Softwareseitig gibt es jedoch Konsolidierungen, die für Technik-Nerds (wie beim Wegfall der Federungs-Graphen) bedauerlich sein könnten. Wer die Wahl hat, sollte laut Nico aufgrund der Display-Positionierung ernsthaft über das Yoke nachdenken.

Artikel teilen

Ähnliche Artikel