Wachablösung in München: BMW i4 macht Platz für den i3
Es ist offiziell das Ende einer Ära, die eigentlich erst vor Kurzem begann: Der BMW i4, einer der bislang effizientesten Elektro-Limousinen auf dem Markt, steht vor dem Produktionsaus. Wie BMW-Produktchef Bernd Körber bestätigte, wird die Fertigung des aktuellen i4 noch im Laufe des Jahres 2026 eingestellt. Der Grund ist die radikale Neuausrichtung der Bayern mit der "Neuen Klasse".
Obwohl der i4 seit seinem Marktstart im Jahr 2020 Kritiker und Kunden gleichermaßen durch seine Fahrdynamik überzeugte, basierte er stets auf einer Mischplattform (CLAR), die auch Verbrennungsmotoren beherbergen muss. Mit dem neuen BMW i3 schlägt BMW nun ein Kapitel auf, das technisch in völlig neue Sphären vordringt und Kompromisse der Vergangenheit hinter sich lässt.
Der Technologiesprung: 800 Volt und 900 km Reichweite
Der neue i3 ist weit mehr als nur ein Facelift des i4 – er ist eine komplette Neuerfindung der elektrischen Mittelklasse. Während der aktuelle i4 bei der Ladegeschwindigkeit und Reichweite allmählich an seine Grenzen stieß, setzt die "Neue Klasse" neue Maßstäbe. Dank 800-Volt-Architektur verkürzen sich die Ladezeiten massiv, während die Reichweite auf bis zu 900 Kilometer klettert.
Dieser Sprung ist nur möglich, weil der i3 auf einer rein für Elektroantriebe entwickelten Plattform steht. Damit übertrifft BMW nicht nur die eigenen Vorgänger, sondern rückt auch der Konkurrenz von Tesla und Lucid technologisch gefährlich nahe auf den Pelz. Das Ziel ist klar: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Premium-Segment.
| Feature | BMW i4 (aktuell) | BMW i3 (Neue Klasse 2026) |
|---|---|---|
| Plattform | Mischplattform (CLAR) | Dedizierte Elektro-Plattform |
| Bordsystem | 400 Volt | 800 Volt |
| Max. Reichweite | ca. 590 km | bis zu 900 km |
| Ladezeit (10-80%) | ca. 30 Min. | ca. 15-18 Min. |
Kommt der i4 als Luxus-Ableger zurück?
Auch wenn der aktuelle i4 geht, ist der Name nicht zwangsläufig Geschichte. Internen Gerüchten zufolge könnte BMW den i4 zu einem späteren Zeitpunkt auf Basis der neuen Technik neu auflegen – dann jedoch positioniert als etwas größeres, luxuriöseres Modell oberhalb des i3. Für den Moment übernimmt jedoch der i3 die Rolle des zentralen Volumenmodells.
Bestätigt sind zudem bereits weitere Varianten der Neuen Klasse: Neben der Limousine wird es einen "Touring" (Kombi) geben, auf den viele europäische Kunden sehnsüchtig warten. Auch eine Performance-Version der M-GmbH ist bereits in der Erprobung, um die sportliche DNA der Marke in das neue Zeitalter zu retten.
"Der i3 ist im Grunde der Nachfolger des i4. Er definiert Elektromobilität in der Mittelklasse neu und markiert den Wendepunkt, an dem E-Autos den Verbrenner in jeder Disziplin überholen."
Fazit: Jetzt noch zulegen oder warten?
Wer das klassische BMW-Design des aktuellen i4 liebt, sollte in den kommenden Monaten zugreifen, bevor die Produktionsbänder stillstehen. Technik-Enthusiasten sollten jedoch definitiv auf den i3 warten: Die Vorteile bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit sind so massiv, dass der i4 dagegen fast wie ein Oldtimer wirkt. Der Sommer 2026 wird für BMW-Fans definitiv spannend.



