Kostenvergleich 2025: E-Autos bis zu 56% günstiger als Verbrenner

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Kostenvergleich 2025: E-Autos bis zu 56% günstiger als Verbrenner

Elektroautos bleiben die ungeschlagenen Preis-Leistungs-Sieger bei den Betriebskosten: Im Jahr 2025 tankten Stromer der Mittel- und Oberklasse bis zu 56 % günstiger als vergleichbare Benziner. Wer sein Fahrzeug bequem zu Hause an der Wallbox lädt, zahlte für 12.000 km Jahresfahrleistung nur rund 703 €, während Benziner-Fahrer mit ca. 1.600 € mehr als das Doppelte investieren mussten.

Die Schere bei den Antriebskosten geht weiter auseinander. Eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox zeigt, dass Elektroautos im Jahr 2025 ihren Kostenvorteil gegenüber fossilen Brennstoffen deutlich ausbauen konnten. Besonders für Pendler mit eigener Lademöglichkeit wird der Umstieg zur finanziellen Entlastung.

Mittel- und Oberklasse: Strom schlägt Benzin um Längen

In den höheren Fahrzeugsegmenten ist der Unterschied am gravierendsten. Ein moderner Stromer verbraucht hier im Schnitt 16,86 kWh auf 100 Kilometern, was bei einem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 34,76 Cent/kWh Kosten von nur 5,86 € verursacht.

  • Benziner: Verbrauchen im Schnitt 7,9 Liter (13,34 €/100 km).
  • Diesel: Liegen bei 5,2 Litern (8,38 €/100 km).
  • Ersparnis: Das E-Auto ist 56 % günstiger als ein Benziner und 30 % günstiger als ein Diesel.

Kompaktklasse: Auch kleine Stromer sparen kräftig

Bei Kleinwagen und Kompaktmodellen fallen die absoluten Beträge geringer aus, doch das prozentuale Sparpotenzial bleibt hoch. Ein E-Auto in diesem Segment verursacht jährliche Ladekosten von ca. 663 €, während ein Benziner mit 1.215 € zu Buche schlägt.

Kategorie (12.000 km/Jahr) Elektro (Heim) Diesel-Pkw Benzin-Pkw
Kleinwagen / Kompakt 663 € 928 € 1.215 €
Mittel- / Oberklasse 703 € 1.005 € 1.600 €

Der "Wallbox-Faktor": Wo Sie laden, entscheidet

Der finanzielle Vorteil steht und fällt mit der Ladesituation. Rund 71 % der E-Auto-Besitzer laden primär zu Hause. Wer jedoch ausschließlich auf öffentliche Schnelllader angewiesen ist, zahlt im Schnitt 60 Cent/kWh.

An der Autobahn-Schnellladesäule steigen die Kosten auf 10,12 € pro 100 km. Ohne Berücksichtigung der ebenfalls teureren Spritpreise an Autobahnen kann das Laden hier sogar bis zu 21 % teurer sein als das Tanken von Diesel.

"Wer an einer Wallbox zu Hause aufladen kann, fährt mit dem E-Auto deutlich günstiger. Wer auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist, profitiert finanziell spürbar weniger."

Ausblick 2026: CO2-Preis treibt Verbrenner-Kosten

Für das laufende Jahr 2026 wird sich der Kostenvorteil des E-Autos voraussichtlich weiter festigen. Durch die Erhöhung des CO2-Preises auf 65 € pro Tonne steigen die Preise für fossile Kraftstoffe weiter an, während die Strompreise für Haushalte stabil bei etwa 34 Cent/kWh erwartet werden.

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