Škoda Peaq: Das neue Raumwunder für die Langstrecke
Škoda ordnet seine Marken-DNA neu. Weg vom reinen Kleinwagen-Image, hin zu stattlichen Flaggschiffen. Mit dem Peaq schickt die VW-Tochter im Herbst 2026 einen 4,87 Meter langen Elektro-Crossover ins Rennen, der die Lücke zwischen dem Enyaq und der luxuriösen Business-Klasse schließen soll. Trotz seiner stattlichen Maße – er überragt den Kodiaq um fast 12 Zentimeter – fährt sich der Peaq dank eines Wendekreises von nur 9,90 Metern erstaunlich agil.
Das Fahrgefühl erinnert weniger an ein klassisches SUV als vielmehr an einen hochgelegten Kombi. Man sitzt "im" Auto, was zusammen mit dem DCC-Fahrwerk und verstellbaren Dämpfern für hohen Reisekomfort sorgt. Bei ersten Testfahrten lag der Verbrauch bei soliden 17,8 kWh pro 100 km, was in Kombination mit der neuen 90 kWh Batterie (86 kWh netto) eine reale Reichweite von über 600 Kilometern ermöglicht.
Technik-Update: MEB+ und One-Pedal-Driving
Unter dem Blech nutzt der Peaq die weiterentwickelte MEB+ Plattform. Herzstück der Volumenmodelle ist der neue, effiziente AP550-Motor im Heck, der 210 kW (286 PS) leistet. Erstmals führt Škoda mit dem Peaq echtes One-Pedal-Driving ein, was besonders im Stadtverkehr den Komfort steigert. Die Ladeleistung klettert auf bis zu 195 kW, wodurch der große Akku in knapp 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen ist.
"Škoda definiert sich künftig über Modelle wie den Elroq und den Peaq. Wir bauen Autos, die Platz und Komfort für Familien und Flottenkunden neu denken."
Spannend für Fans der Marke: Škoda hat beim Peaq erstmals einen Frunk (vorderer Kofferraum) mit 37 Litern Volumen durchgesetzt – ein Novum für Fahrzeuge auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB). Im Innenraum dominiert ein vertikaler 13,6-Zoll-Bildschirm, der stark an Tesla-Modelle erinnert und auf einer flüssigen Android-Auto-Software basiert.
Platzangebot und Varianten
| Modellvariante | Antrieb | Leistung | Batterie (netto) |
|---|---|---|---|
| Peaq 60x | Heck | 150 kW / 204 PS | 58 kWh |
| Peaq 90 | Heck | 210 kW / 286 PS | 86 kWh |
| Peaq 90x | Allrad | 220 kW / 299 PS | 86 kWh |
| Peaq RS | Allrad | tba (geplant) | 86 kWh |
Das Platzangebot ist Škoda-typisch gigantisch. Bei fünf Sitzen schluckt der Kofferraum 1.010 Liter. Wer die optionale dritte Sitzreihe wählt, verwandelt den Peaq in einen Siebensitzer, wobei die hinteren Plätze eher für Kinder geeignet sind. Ein Highlight im Interieur ist der "Relax-Sitz" für den Beifahrer, der echtes Business-Class-Feeling auf langen Strecken verspricht.
Preislich peilt Škoda die Parität zum Verbrenner an. Der Einstieg soll bei rund 50.000 Euro liegen, was den Peaq direkt gegen den Kodiaq positioniert. Damit liefert Škoda ein starkes Argument für den Wechsel in die Elektromobilität, ohne Abstriche bei der Nutzbarkeit machen zu müssen.



