Škoda in Bestform: Umsatzrekord und Millionenmarke geknackt
Während viele Automobilhersteller mit der Transformation kämpfen, scheint Škoda das Erfolgsrezept gefunden zu haben. Im Jahr 2025 erzielte die tschechische Marke einen Rekordumsatz von 30,1 Milliarden Euro (+8,3 %) und ein operatives Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro. Erstmals seit sechs Jahren wurden zudem wieder mehr als eine Million Fahrzeuge (1,04 Mio. Einheiten) weltweit ausgeliefert. Damit festigt Škoda seinen Platz unter den Top 3 der meistverkauften Marken in Europa.
Besonders die konsequente Kundenorientierung und das Programm „Next Level Efficiency+“ haben laut Finanzvorstand Holger Peters dazu beigetragen, dass die Umsatzrendite bei starken 8,3 Prozent stabil blieb. Das verschafft den Tschechen die finanzielle Freiheit, massiv in die kommenden Elektro-Highlights zu investieren.
Elektro-Offensive: Elroq wird zum Volltreffer
Der eigentliche Wachstumsmotor war 2025 die Elektromobilität. Die Auslieferungen von Plug-in-Hybriden und reinen Elektroautos (BEV) stiegen um spektakuläre 117,5 Prozent auf fast 219.000 Einheiten. In Europa ist damit bereits jeder vierte verkaufte Škoda ein elektrifiziertes Fahrzeug.
Ein Name sticht dabei besonders hervor: Der Škoda Elroq. Innerhalb kürzester Zeit hat er sich zum zweitbestverkauften Elektroauto in Europa entwickelt und belegt in Märkten wie den Niederlanden, Dänemark und der Tschechischen Republik sogar Platz eins. Auch der Klassiker Octavia bleibt mit über einer Million verkauften Einheiten der vierten Generation ein wichtiges Standbein.
| Kennzahl | Ergebnis 2025 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Umsatz | 30,1 Mrd. € | + 8,3 % |
| Operatives Ergebnis | 2,5 Mrd. € | + 8,6 % |
| Auslieferungen weltweit | 1,04 Mio. Stück | + 12,7 % |
| Elektrifizierte Fahrzeuge | 218.700 Stück | + 117,5 % |
| Netto-Cashflow | 2,3 Mrd. € | + 14,9 % |
Globaler Fokus: Indien wird zur zweiten Säule
Abseits des europäischen Kernmarktes zahlt sich die Internationalisierung aus. In Indien konnte Škoda seinen Absatz auf über 70.000 Fahrzeuge fast verdoppeln, was vor allem dem Erfolg des neuen Kompakt-SUVs Kylaq zu verdanken ist. Auch der Produktionsstart in Vietnam und die Expansion in den Nahen Osten (Oman, Saudi-Arabien) zeigen, dass die Marke ihre Abhängigkeit von einzelnen Märkten erfolgreich reduziert.
Ausblick 2026: Verdopplung des E-Portfolios
Für das laufende Jahr 2026 hat CEO Klaus Zellmer bereits die nächsten Meilensteine angekündigt. Mit dem kompakten Epiq (Vorstellung im ersten Halbjahr) und dem großen siebensitzigen Peaq wird Škoda sein Angebot an reinen Elektroautos verdoppeln. Ziel ist es, Elektromobilität durch attraktive Einstiegspreise und gewohnt clevere "Simply Clever"-Lösungen für noch breitere Kundenschichten zugänglich zu machen.
„Škoda agiert aus einer Position der Stärke. Wir haben bewiesen, dass wir profitables Wachstum und Elektromobilität perfekt vereinen können.“ – Klaus Zellmer, CEO Škoda Auto.
Mit dem 130. Firmenjubiläum im Rücken und einer prall gefüllten Pipeline an neuen Modellen scheint Škoda bestens gerüstet, um den Wandel zum reinen E-Auto-Anbieter bis zum Ende des Jahrzehnts erfolgreich zu vollenden.



