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VW & Cupra Rückruf: 94.000 E-Autos wegen Batteriegefahr

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

29. März 2026·2 Min. Lesezeit
VW & Cupra Rückruf: 94.000 E-Autos wegen Batteriegefahr

Volkswagen und Cupra rufen weltweit über 94.000 Elektrofahrzeuge der ID-Serie und den Cupra Born in die Werkstätten. Grund sind fehlerhafte Batteriemodule, die im Extremfall zu thermischer Überlastung und Brandgefahr führen können; betroffene Halter werden zwecks Software-Update und Modulprüfung kontaktiert.

Sicherheitsrisiko bei Hochvoltspeichern: VW und Cupra weiten Rückruf aus

Hiobsbotschaft für zehntausende Elektroauto-Besitzer: Die Volkswagen Group muss weltweit über 94.000 Fahrzeuge der Marken VW und Cupra zurückrufen. Wie aus aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, entsprechen bestimmte Batteriemodule nicht den strengen Qualitätsspezifikationen. Betroffen sind fast alle gängigen Modelle auf der MEB-Plattform, darunter der ID.3, ID.4, ID.5, der ID.Buzz sowie der Cupra Born.

Allein in Deutschland müssen rund 28.200 Stromer zur Überprüfung. Zwar sind laut KBA bisher keine Sach- oder Personenschäden bekannt, doch das Fehlerbild ist ernst zu nehmen. In seltenen Einzelfällen droht eine thermische Überlastung der Zellen, was im schlimmsten Szenario zu einem Fahrzeugbrand führen könnte.

Symptome und betroffene Bauzeiträume

Der Defekt kündigt sich oft schleichend an. Betroffene Fahrer berichten zunächst von gelben Warnmeldungen im Cockpit-Display oder einer plötzlich spürbar verringerten Reichweite. Volkswagen betont, dass man den Fehler im Rahmen der internen Qualitätsüberwachung entdeckt habe. Besonders kritisch: Ein ähnlicher Rückruf im Januar 2026 betraf nur wenige hundert Fahrzeuge – die massive Ausweitung auf nun über 94.000 Einheiten zeigt die Komplexität der Batteriefertigung in der Großserie.

Rückruf-Details: Betroffene Modelle & Zeiträume
Marke / Modell Produktionszeitraum KBA-Referenznummer
VW ID.3, ID.4, ID.5, ID.Buzz 24.06.2023 – 23.08.2024 93MI
Cupra Born 07.02.2022 – 21.04.2024 93S4
Anzahl Weltweit ca. 94.000 Einheiten -
Anzahl Deutschland ca. 28.200 Einheiten -

Lösung: Software-Update und Modul-Tausch

Um das Risiko zu eliminieren, sieht Volkswagen eine zweistufige Abhilfe vor. In der Vertragswerkstatt wird zunächst ein spezielles Software-Update aufgespielt, das die Zellchemie und Temperaturverläufe noch präziser überwacht. Parallel dazu erfolgt eine physische Prüfung des Hochvoltspeichers. Sollten Module dabei die Anforderungen nicht erfüllen, werden diese kostenfrei ausgetauscht.

"Wir überprüfen vorsorglich alle betroffenen Fahrzeuge, um jedes Risiko einer thermischen Überlastung auszuschließen. Die Sicherheit unserer Kunden hat oberste Priorität." – VW-Sprecher.

Halter der betroffenen Fahrzeuge werden in den kommenden Wochen schriftlich informiert. Wer unsicher ist, ob sein Fahrzeug betroffen ist, kann unter Angabe der Fahrgestellnummer (FIN) auf den Service-Seiten von VW oder Cupra den Status prüfen. Bis zum Werkstatttermin sollten betroffene Fahrzeuge idealerweise nicht dauerhaft auf 100 % geladen und nach Möglichkeit im Freien geparkt werden.

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