Bei den Herstellern tut sich gerade einiges: Audi meldet im Q1 2026 einen Plug-in-Hybrid-Boom und verabschiedet sich zunehmend vom „Weltauto“-Ansatz zugunsten regionaler Strategien – auch, weil der globale BEV-Markt laut Ingolstadt eher auf der Stelle tritt. Gleichzeitig zieht Porsche beim Macan endgültig den Stecker für den Verbrenner: Im Sommer 2026 ist Schluss, während für 2028 bereits ein neuer Hybrid-Crossover als Brückenlösung für Traditionalisten in Aussicht gestellt wird.
Aus der Kategorie „Zukunft oder Wahnsinn?“ gibt’s heute gleich doppelten Hypercar-Stoff: Kosmera will ein 2.000-PS-Elektro-Hypercar aus Brandenburg quasi in Nachbarschaft zur Tesla-Gigafactory hochziehen – mit radnahen Motoren und KI-Steuerung ab Ende 2027. Und Lynk & Co legt mit dem GT Concept nach, verspricht 0–100 in zwei Sekunden, setzt auf 900-Volt-Technik und ein KI-Fahrwerk, das per Knopfdruck vom Gran Turismo zur Rennmaschine umschaltet.
Wer eher an Alltag statt an Rekorde denkt: Xpeng bringt den X9 als Luxus-Elektro-Van nach Deutschland – Siebensitzer, 800-Volt-System, bis zu 542 kW Ladeleistung und angeblich in rund zwölf Minuten wieder ordentlich nachgeladen, dazu Komfortfeatures wie „Zero-Gravity-Sitze“ und Hinterachslenkung für den kleinen Wendekreis.
Und dann noch die harte Wirtschaftsseite der E-Mobilität: Lucid rutscht im Q1 2026 tief ins Minus, kämpft mit Logistikproblemen rund um den Gravity und startet unter neuem CEO Silvio Napoli den Versuch, sich mit Saudi-Kapital und einer Robotaxi-Offensive samt Uber neu aufzustellen. Parallel zeigt ein Blick auf die Infrastruktur, warum’s in Deutschland oft unnötig teuer und kompliziert bleibt: Die Smart-Meter-Lücke bremst dynamische Stromtarife aus – während Länder wie Dänemark mit flächendeckenden intelligenten Zählern günstige Ladefenster im Alltag viel leichter möglich machen.