Bei Mercedes war heute einiges los: Während Mercedes bei den Cockpits 2026 den Hyperscreen behält, aber echte Tasten und „Walzen“ zurückbringt, schiebt Affalterbach gleich das nächste „Analog-im-Digitalen“-Statement hinterher – AMG plant einen Elektro-GT mit über 1.000 PS samt V8-Sound-Simulation, Sitz-Feedback und virtuellen Schaltvorgängen. Und auch aus der Produktion gibt’s gute Nachrichten: der neue Mercedes E-GLC läuft im Werk Bremen auf Rekordniveau an – inklusive 800-Volt-Technik, bis zu 715 km Reichweite und offenbar sehr ordentlichem Bestelleingang.
Sportlich ging’s ebenfalls zu: Porsche knallt mit dem Taycan Turbo GT samt Manthey Kit eine 6:55,533 auf die Nordschleife und unterstreicht damit, wie ernst Track-Performance inzwischen elektrisch genommen wird. Parallel träumt Wolfsburg vom elektrischen Hot-Hatch-Revival: ein ID. Polo GTI Clubsport mit bis zu 282 PS und Sim-Shift soll Emotionen per Software nachreichen – inklusive „klassischer GTI“-Fahrgefühle auf Knopfdruck.
Bei den Lade- und Markt-News setzt BYD den großen Marker: Stella Li kündigt für Deutschland Vollsortiment und Flash-Charging bis zu 1000 kW an – Laden wie Tanken, zumindest als ambitioniertes Ziel ab 2026. Und Tesla liefert Zahlenfutter: in Japan meldet der Hersteller ein Absatzplus von 200 Prozent, nachdem der Verkauf stärker in Shopping-Center statt in klassische Autohäuser verlagert wurde. Weniger erfreulich für US-Kunden: die Leasingraten für den Cybertruck AWD steigen spürbar, während das Cyberbeast stabil bleibt – ein Schritt, der nach Vorbereitung auf eine günstigere Einstiegsvariante riecht.
Und dann noch die „Kann man das wirklich so bauen?“-Ecke: Ferrari holt für sein Elektro-Debüt „Luce“ sogar NASA-Expertise an Bord, um die brutale Beschleunigung menschlich verträglich zu machen – samt radikal reduziertem Interieur, das fast ohne Touchscreens auskommt. Nissan bremst dagegen die EV-Fantasien: der R36 GT-R soll als Hybrid kommen, nicht als reiner Stromer, weil die Batterietechnik laut Management noch nicht zum Godzilla-Anspruch passt. Und bei autonomen Flotten wird’s ernst: die NHTSA untersucht Robotaxi-Unfälle mit Avride in Texas, nachdem es trotz Sicherheitsfahrern zu einer Crash-Serie mit der Ioniq-5-Flotte kam.