Lade-Revolution in den USA: BMW macht NACS beim i5 zum Standard
Was sich in den letzten Wochen bereits durch ein etwas verwirrendes Update auf der US-Website von BMW angedeutet hatte, ist nun offiziell: Alle BMW i5 Modelle, die ab März 2026 für den US-amerikanischen Markt produziert werden, verfügen serienmäßig über den nativen NACS-Ladeanschluss (North American Charging Standard). Damit verabschiedet sich BMW in Nordamerika endgültig vom klassischen CCS-Port als Erstausrüstung für seine Business-Limousine.
Besonders erfreulich für US-Kunden: Die Umstellung betrifft nicht mehr nur das teure Top-Modell i5 M60. Auch die preiswerteren Varianten eDrive40 und xDrive40 werden ab sofort mit dem Tesla-kompatiblen Stecker ausgeliefert. Damit reagiert BMW auf die massive Marktdominanz des Tesla Supercharger-Netzwerks in den Vereinigten Staaten, das für viele Käufer mittlerweile das wichtigste Argument bei der E-Auto-Wahl darstellt.
Zwei Adapter inklusive: BMW sorgt für Flexibilität
Um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten, liefert BMW alle neuen NACS-Fahrzeuge direkt mit zwei Adaptern im Kofferraum aus. Ein Adapter ist für das Wechselstrom-Laden (AC) an herkömmlichen Wallboxen gedacht, der zweite ermöglicht das Gleichstrom-Laden (DC) an Stationen, die noch ausschließlich über CCS-Kabel verfügen. Neukunden müssen sich also keine Sorgen um die Kompatibilität zu bestehenden Electrify-America- oder ChargePoint-Säulen machen.
Besitzer älterer i5-Modelle (Baujahr vor März 2026) schauen hingegen in die Röhre: Sie erhalten keine kostenlosen Adapter und müssen diese über den Zubehörhandel beziehen. BMW empfiehlt hier offiziell zertifizierte Einheiten von Herstellern wie Lectron, die aktuell für rund 180 US-Dollar gehandelt werden.
"Mit der nativen Integration von NACS und dem serienmäßigen Plug & Charge-Service bieten wir unseren Kunden in den USA den komfortabelsten Zugang zum größten Schnellladenetzwerk des Landes."
Software-Update für Bestandskunden
Neben der Hardware spielt die Software eine entscheidende Rolle. Für bereits ausgelieferte 2026er Modelle des i5 xDrive40 und eDrive40, die noch mit CCS-Port ausgeliefert wurden, rollt BMW im Frühjahr ein Remote Software Update (RSU) aus. Dieses Update schaltet den offiziellen Zugriff auf die Tesla Supercharger frei – vorausgesetzt, der Fahrer nutzt einen entsprechenden Adapter.
| Modellvariante (US-Spec) | Ladeanschluss (ab Produktion 03/2026) | Inkludierte Adapter |
|---|---|---|
| BMW i5 eDrive40 | NACS (Native) | 1x AC / 1x DC-Adapter |
| BMW i5 xDrive40 | NACS (Native) | 1x AC / 1x DC-Adapter |
| BMW i5 M60 | NACS (Native) | 1x AC / 1x DC-Adapter |
Wichtig für den deutschen Markt
Für uns in Deutschland und Europa hat diese Meldung keine direkte Auswirkung auf die Hardware. In Europa bleibt CCS2 der gesetzte Standard, und Tesla hat seine Supercharger hier bereits vor Jahren mit CCS2-Kabeln ausgestattet. Der "Steckerkrieg", der in den USA durch Tesla gewonnen wurde, ist in Europa kein Thema. Wer jedoch einen US-Import des i5 plant, sollte diesen Detail-Unterschied beim Ladeanschluss ab sofort dringend auf dem Schirm haben.
US-Kunden profitieren beim i5 weiterhin von 1.000 kWh Gratis-Strom bei Electrify America innerhalb der ersten zwei Jahre. Dank der neuen NACS-Ports und der Plug & Charge-Funktionalität, die über die My BMW App und einen Shell Recharge Account abgewickelt wird, wird das Laden in den Staaten damit so nahtlos wie nie zuvor.



