Heute startet der Blick aufs große Ganze: Der Spritpreis-Schock wirkt wie ein Turbo für den Gebrauchtmarkt, denn laut AutoScout24 schießt die Nachfrage nach gebrauchten E‑Autos im März um 39 Prozent nach oben, während Benziner und Diesel spürbar Federn lassen – und selbst die Preise für gebrauchte Stromer ziehen erstmals wieder leicht an. Politisch geht’s derweil ziemlich ruckelig zu: Phoenix-Contact-CEO Michael Heinemann macht mit „Kein U‑Turn bei der E‑Mobilität“ klar, dass das ständige Richtungsgerede Gift für Investitionen ist, und erinnert daran, dass die Ladeinfrastruktur mit über 188.000 Ladepunkten weiter ist als viele glauben. In dieselbe Kerbe schlägt der Importeursverband: Mit VDIK-Klartext zu Lade-Chaos, Bürokratie und Förderung wird kritisiert, dass zwar seit Januar 2026 Kaufprämien gelten, aber ohne funktionierendes Portal kaum was ankommt – als pragmatische Idee steht sogar eine staatlich geförderte Ladekarte im Raum. Und wer glaubt, man könne Europas Autoindustrie mit weichgespülten Vorgaben retten, bekommt Gegenwind: Warum schwache CO2-Ziele nicht helfen argumentiert, dass Aufweichungen eher technologisch zurückwerfen, während Märkte wie China längst konsequent Richtung E marschieren.
Bei den Fahrzeug-News ist heute einiges los: Kia greift das Einstiegssegment an – der Kia EV2 kommt ab 26.600 Euro und soll mit bis zu 453 km Reichweite und moderner Plattformtechnik dem kommenden VW ID. Cross das Leben schwer machen. Aus der „robust & premium“-Ecke meldet sich ein alter Name zurück: Mit dem Freelander-Comeback von JLR und Chery entsteht eine neue rein elektrische Marke auf 800‑Volt-Basis, die Rivian R2 & Co. ins Visier nimmt – erst China, dann Europa. Und auch auf zwei Rädern wird’s historisch: Verge bringt mit der TS Pro das erste Serien-E‑Motorrad mit Feststoffbatterie und verspricht damit extrem hohe Energiedichte und sehr schnelle Ladezeiten.
Tesla liefert heute gleich mehrere Kapitel aus der Gegenwart und Zukunft: Ein Porträt über Ashok Elluswamy, den Architekten hinter Autopilot und FSD, zeigt, wie stark Teslas Vision-Ansatz und End-to-End-Netze inzwischen die Richtung vorgeben – nicht nur fürs Robotaxi, sondern auch für Optimus. Parallel wirkt es wie ein Epochenwechsel: Model S und X stehen vor dem Aus, mit ersten Bestellfristen und einer Produktions-Stopplinie in Fremont, um Kapazitäten für Optimus freizuräumen. Und wer sich fragt, warum der Cybertruck trotz XXL-Maßen so handlich wirkt, bekommt die technische Antwort: Steer-by-Wire plus Hinterachslenkung machen den Wendekreis sogar kleiner als beim Model S – inklusive konsequent softwaregesteuerter Lenkung ohne klassische Lenksäule.