In den USA wird’s beim Preis plötzlich wieder richtig spannend: Honda kontert den Subventionsstopp beim Prologue mit einem glatten 7.500-Dollar-Preisabschlag und zieht den Einstieg für das 2026er-Modell auf 39.900 Dollar – ziemlich offensiv, um die Nachfrage wieder anzuschieben. Gleichzeitig zeigt der Hyundai Ioniq 5, dass es auch ohne Steuergutschrift gehen kann: Rekordquartal, plus 14 Prozent – während der Ioniq 6 eher Sorgenkind bleibt. Weniger gut läuft es bei Lucid, wo ein Lieferstopp beim Gravity SUV das Q1 verhagelt hat und die Auslieferungen deutlich unter den Erwartungen landeten.
Hierzulande dreht sich viel um Marktmechanik und Strategie: Chinesische Hersteller kämpfen in Deutschland vor allem gegen fehlende Markenbekanntheit – und der Aufbau von Vertrauen kann laut Experten bis zu eine Milliarde Euro verschlingen, während BYD mit großem Marketingdruck vorangeht. Parallel erklärt eine Analyse, warum Elektroautos 2026 so stark an Wert verlieren: weniger wegen schlechter Akkus, mehr weil der Tech-Fortschritt ältere Modelle schnell „alt“ aussehen lässt – für Gebrauchtkäufer aber eine selten gute Gelegenheit. Und bei den Deutschen knirscht es: bei Audi fordert der Betriebsrat klare Investitionen statt Spar-Andeutungen, inklusive Perspektive für Neckarsulm und die A8-Nachfolge.
Bei Infrastruktur und Internationalem gibt’s ebenfalls Bewegung: Kanada steckt 10,6 Mio. Dollar in über 1.600 neue Ladepunkte und will mit zusätzlicher Aufklärung in ländlichen Regionen Reichweitenangst abbauen. Und Tesla setzt ein Symbol in Asien: in Südkorea wird erstmals eine ehemalige Tankstelle komplett zum Supercharger-Hub umgebaut – gefeiert mit Gratis-Strom für alle Marken und Cybertruck-Show.
Bei Tesla selbst war heute viel „großes Kino“ dabei: Dojo lebt weiter – nur eben im Weltraum, wo der neue D3-Chip in orbitalen Rechenzentren laufen soll, mit Solarstrom und Vakuumkühlung als Antwort auf den KI-Energiehunger. Außerdem gibt’s einen regulatorischen Dämpfer weniger: die NHTSA hat ihre Untersuchung zu „Actually Smart Summon“ eingestellt, weil trotz vieler kleiner Schäden kein signifikantes Sicherheitsrisiko gesehen wurde. Und zum Jubiläum blickt der Rückblick auf 10 Jahre Model 3 darauf, wie aus 325.000 Vorbestellungen, Produktionsdrama und Beinahe-Kollaps am Ende das Auto wurde, das Teslas Erfolgskurs (und die Branche) nachhaltig geprägt hat.
Zum Schluss noch ein Blick in den Premiumbereich: Volvo meldet zwar insgesamt weniger Absatz, aber ein deutliches Plus bei den reinen E-Autos und einen Elektrifizierungsanteil von fast 50 Prozent – Hoffnungsträger bleibt der EX60.
Und neu von Nico auf YouTube: Teslas Full Self-Driving ist in Europa einen Schritt weiter, denn in den Niederlanden soll die RDW grünes Licht gegeben haben – wichtig aber die Einordnung: Es ist keine „Hände-weg, Gehirn-aus“-Vollautonomie, sondern weiterhin ein überwacht zu nutzendes System, bei dem die Verantwortung beim Fahrer bleibt.