Heute schauen wir zuerst nach China: Mit der neuen Recycling-Offensive samt verpflichtender „digitaler Identität“ für jede E-Auto-Batterie zieht die Volksrepublik die Zügel ab April 2026 kräftig an – inklusive Lebenszyklus-Tracking und Druck auf Hersteller, Sammelnetzwerke aufzubauen, während China sich schon mal als globaler Recycling-Dienstleister für den kommenden Rohstoff-Milliardenmarkt in Stellung bringt.
In Deutschland gibt’s gleich mehrere Signale, dass E-Mobilität vom Pilot- zum Alltagsthema wird: Laut „E-Bus-Radar 2026“ war 2025 fast jeder zweite neue Stadtbus emissionsfrei, Hamburg führt das Feld an und Wasserstoff verliert weiter gegen Batterieantriebe – bis 2030 könnten knapp 13.000 Batteriebusse auf den Straßen sein. Gleichzeitig zeigt eine Ista-Umfrage, warum es beim Laden daheim noch hakt: Im Mietwohnungsbestand bremsen vor allem Investitionskosten und vermeintlich geringe Nachfrage, ein klassisches Henne-Ei-Problem, während private Anbieter beim Ausbau derzeit oft schneller sind. Und im Schwerlastbereich macht eine neue Milence-Analyse klar, dass Europa zwar Fahrt aufnimmt, aber zweigleisig unterwegs ist: Deutschland punktet als „Maut-Pionier“ über die CO₂-differenzierte Maut, während der ungleichmäßige Ladeausbau entlang der Korridore weiter als größte Hürde nervt.
Bei den Herstellern und Märkten wird’s ebenfalls spannend: MG wirft in Deutschland das Agentursystem über Bord und setzt wieder auf den Handel – der Strategiewechsel soll Wachstum und Margen vor Ort bringen, flankiert vom Start des MG4 EV Urban, der perspektivisch sogar als Türöffner für eine Halb-Festkörperbatterie in Europa dienen könnte. Tesla wiederum sammelt gleich an mehreren Fronten Schlagzeilen: In Asien gab’s einen Meilenstein, denn Tesla ist in Südkorea erstmals meistverkaufte Importmarke – Rückenwind kamen offenbar durch früher gestartete Förderprogramme und teuren Sprit, wodurch der Elektroanteil bei Importen auf fast 48 Prozent kletterte. Und beim Laden dreht Tesla an der Skalierung: Mit „Supercharger for Business“ samt neuem ROI-Kalkulator können Firmen erstmals ziemlich konkret durchrechnen, was ein eigener Standort kostet und wann er sich rechnet – inklusive Teslas Servicegebühr pro kWh.
Auch in den USA geht’s beim Laden und bei neuen Modellen ordentlich zur Sache: Walmart baut sein eigenes Schnellladenetz aggressiv aus – über 200 Ports, 400-kW-Hardware und NACS/CCS gleich mitgedacht – und zeigt, wie stark Retailer inzwischen in die Ladeinfrastruktur drängen. Bei den Fahrzeugen kommt der nächste Vergleichshammer aus dem EPA-Datenblatt: Der Rivian R2 soll beim Thema Reichweite und Effizienz sogar das Model Y Performance schlagen, pünktlich zum Auslieferungsstart im Frühjahr 2026. Und im Truck-Segment rollt Konkurrenz an: Windrose liefert den Global E700 erstmals in den USA aus – ein Tesla-Semi-ähnlicher E-Lkw mit viel Leistung, bis zu 670 km Reichweite unter Last und der Möglichkeit, an zwei CCS-Ladern parallel zu ziehen.