Heute dreht sich viel um neue Machtverschiebungen im E-Auto-Markt: In Kanada wird’s für chinesische Hersteller richtig spannend, denn Kanada ebnet BYD, XPeng und GAC den Weg – mit einem Quotenmodell, das ab 2026 bis zu 49.000 Import-Stromer zu Mini-Zöllen erlaubt, wenn im Gegenzug Jobs und Batterie-Investitionen ins Land kommen. Dass „China-Stromer“ längst nicht mehr nur Billig-Image sind, passt dazu: Laut Horváth-Studie sind viele Deutsche inzwischen offen für chinesische Elektroautos, weil Qualitätssorgen sinken und das Preis-Leistungs-Argument zieht – während die USA eher weiter auf Abschottung setzen.
Apropos USA: Der Markt bekommt nach dem Aus der Steuergutschriften einen Dämpfer, aber nicht alle verlieren – in unserem Überblick zum US-Elektromarkt in Q1 2026 geht’s um den 27-Prozent-Einbruch insgesamt, Teslas zurückgewonnenen Anteil und Toyotas Überraschungsrolle mit dem bZ als „Best of the Rest“. Tesla selbst schaut derweil auch nach Europa: Mit dem offiziellen Marktstart in Estland samt Cybertruck-Debüt will die Marke ab dem 24. April in Tallinn Präsenz zeigen und den Baltikum-Ausbau weiter festzurren.
Bei den etablierten Herstellern wird’s strategisch: Audi startet mit SAIC eine China-Offensive als „AUDI“ ohne Ringe, mit eigenständiger Modellfamilie und deutlich schnelleren Entwicklungszyklen – inklusive weiterem Modellnachschub wie dem E7X. Und während sich einige neu sortieren, legt Lucid personell und finanziell nach: Lucid bekommt einen neuen CEO, frisches PIF-Geld und einen größeren Uber-Deal – mit klarem Fokus auf Gravity und eine günstigere Midsize-Plattform.
Zum Schluss noch ein Blick in den Motorsport-Maschinenraum: Jaguars GEN4 Proto_Type zeigt, wohin die Formel E ab 2026/27 technisch marschiert – bis zu 600 kW Leistung, brachiale Rekuperation und Tempo-Werte, die sogar im Monaco-Tunnel Eindruck machen sollen, inklusive Technologietransfer Richtung Serie.