Zum Start in den Tag gibt’s erstmal was auf die Ohren: In Folge #61 mit BMW i3, BYD Atto 3 Evo, Tesla Roadster, VW ID.3 NEO und Polestar 2 Facelift ordnen Nico und Constantin den Techniksprung beim neuen BYD ein, schauen auf Teslas Dauerbaustellen rund um Roadster/Robotaxi/Cybercab und diskutieren, wie sehr China beim Tempo gerade den Takt vorgibt.
Bei Tesla riecht’s derweil ziemlich stark nach Robotaxi-Launch: In Las Vegas (Henderson) und Dallas gesichtete Model‑Y-Flotten mit Kamera-Waschanlagen deuten darauf hin, dass Tesla den skalierbaren Betrieb ohne Sicherheitsfahrer vorbereitet – passend dazu steht auch der Produktionsstart des lenkradlosen Cybercab schon im nächsten Monat im Raum. Weniger dynamisch läuft es beim Halo-Car: Elon Musk verschiebt die Roadster-Enthüllung auf Ende April 2026 und würzt das Ganze erneut mit „Fan Car“-Versprechen für absurd schnelle Sprints. Und als wäre das nicht genug Tesla fürs Erste: Mit Projekt MACROHARD übernimmt Ashok Elluswamy zusätzlich ein Tesla-&-xAI-Joint-Venture, das mit Grok als „Gehirn“ und Tesla-Hardware als „Hände“ einen digitalen Büroarbeiter bauen soll.
Auf dem Markt für bezahlbarere E-Autos wird’s ebenfalls spannend: Lucid stellt die neue Midsize-Plattform vor und will mit Cosmos und Earth unter 43.500 € in den Massenmarkt drücken – inklusive besonders effizientem Atlas-Antrieb und einer geplanten Anbindung ans Uber-Robotaxi-Ökosystem. Gleichzeitig kontert Kia knallhart über den Preis: Der Kia EV2 ist ab 26.600 € bestellbar, soll bis zu 453 km Reichweite schaffen, 22‑kW‑AC-Laden bieten und mit verschiebbaren Einzelsitzen hinten erstaunlich variabel werden.
Wer’s eher luxuriös mag, bekommt aus Frankreich Nachschub: Der neue DS N°7 ersetzt den DS 7, packt eine 97,2‑kWh-Batterie für bis zu 740 km WLTP rein, setzt auf extravagantes Design samt ChatGPT-Integration – und ruft dafür ab 64.200 € auf (auch ohne 800‑Volt-Technik).
Hinter den Kulissen dreht sich vieles um Tempo und Produktion: Eine Roland-Berger-Analyse zeigt, warum China-Hersteller neue E-Modelle teils 30% schneller fertigbekommen – nicht primär über Löhne, sondern über Standardisierung, viel virtuelles Testen und schnellere Entscheidungen. Und Europa hat beim Hochlauf noch eine ganz praktische Baustelle: In der Batterieproduktion fehlt es laut Bahmüller an Prozessexperten, gerade für hochautomatisierte Packmontage – während sich gleichzeitig eine Verlagerung Richtung Osteuropa abzeichnet.
Zum Schluss noch ein Blick auf die Industriepolitik im Konzern: Bei der VW-Betriebsratswahl 2026 bleibt die IG Metall zwar mit 84,7% der Sitze dominant, doch der Einbruch in Wolfsburg gilt als Warnsignal – und in Braunschweig schafft es erstmals eine AfD-nahe Liste in ein VW-Gremium.
Und wer Nico lieber schauen als lesen will: Im neuen Video zum BYD Atto 3 Evo geht’s um 800‑Volt-Technik, bis zu 449 PS, Allrad und 3,9 Sekunden auf 100 – plus ein deutlich aufgeräumteres, Google-basiertes Infotainment.