Heute gibt’s einen dicken China-Block: Geely zieht seine Europa-Entwicklung neu auf und will mit „Geely Technology Europe“ Frankfurt und Göteborg enger verzahnen – mit dem klaren Ziel, Modelle für Marken wie Zeekr und Lynk & Co schneller auf Europas Straßen zu bringen und Software-Kompetenz zu bündeln. Gleichzeitig zeigt die Branche, wie unterschiedlich die Strategien gerade sind: In China schreiben Nio, Xpeng und Leapmotor erstmals schwarze Zahlen, während in Deutschland bei Hongqi die Reißleine gezogen wird und die Luxusmarke Hedin als Importeur rauswirft und auf Eigenvertrieb setzt.
Bei den etablierten Konzernen wird dagegen vor allem gespart und konsolidiert: Audi und Porsche schmieden eine neue Spar-Allianz über Plattformen und Architekturen, um die Kosten der Transformation in den Griff zu bekommen. Und während Tesla seine Modellpalette weiter zuspitzt und laut Bericht das Model S nach 17 Jahren im zweiten Quartal 2026 auslaufen lässt, dreht Jaguar die Lautstärke hoch: Der angekündigte Neustart kommt als viertüriger Elektro-GT mit über 1.000 PS und viel Retro-Seele aus E-Type-Zeiten.
Aus Nutzer- und Marktsicht bleibt’s gemischt: Unternehmen wollen ihre Stromer-Flotten trotz Kosten-Schock ausbauen, aber die Studie warnt vor der öffentlichen Ladeinfrastruktur als Flaschenhals. Parallel boomt der Abo-Markt – nur ausgerechnet E-Autos verlieren, wie der Auto-Abo-Report 2026 mit sinkendem Elektro-Anteil zeigt, weil viele wieder zum „Sicherheits“-Plug-in greifen. Auch politisch bleibt’s zäh: Das Antragsportal für die E-Auto-Förderung 2026 verspätet sich erneut, weil Bedingungen (vor allem rund um PHEV und Range Extender) noch nicht final sind.
Bei Tech und Bedienung gab’s ebenfalls Nachschub: Google verteilt ein großes Update und bringt natives EV-Routing in Google Maps für Android Auto, inklusive Ladeplanung nach Modell, Wetter und Topografie. Und Porsche stichelt ergonomisch gegen Tesla: Warum das im Alltag punkten kann, erklärt unser Blick auf das Curved „Flow Display“ im Cayenne Electric, das dem klassischen Tablet-Ansatz spürbar etwas entgegensetzt.
Im Nutzfahrzeug-Kosmos wird’s konkreter: Düsseldorf zeigt, dass Elektrifizierung nicht nur auf dem Papier passiert, und schickt mit zwei Renault Trucks E-Tech D Wide als E-Müllabfuhr flüsterleise 26-Tonner in den Alltag, die spürbar CO₂ sparen. Gleichzeitig fällt die Standortbestimmung ernüchternd aus: Im E-Lkw-Ranking 2026 liegt Deutschland nur auf Platz 7 – Netzanschlüsse und Akzeptanz bremsen, während die Niederlande vorneweg fahren.
Und zum Schluss die Deals: Tesla legt nach und bietet mit dem Model 3 eine 0,00%-Finanzierung (bei Auslieferung bis Ende Juni) – mit Ratenstart ab 279 Euro. Preislich noch aggressiver wird’s bei BYD: Den Atto 3 Evo mit 313 PS und 800V-Technik gibt’s als Tageszulassung unter 32.000 Euro und damit deutlich unter UVP.