Heute starten wir mit einer spannenden Zahl aus der Forschung: Laut KIT-Studie zu erneuerbaren „reFuels“ könnte Europa den kompletten Straßenverkehrs-Kraftstoffbedarf bis 2040 aus Rest- und Abfallstoffen decken – und schon bis 2030 wären über 50 Prozent drin, wenn Politik und Gesellschaft Tempo machen. Industriepolitisch wird’s derweil ziemlich konkret: Opel-Chef Florian Huettl fordert einen „Made in Europe“-Bonus bei EU-CO₂-Flottenwerten, damit hier gebaute E-Autos stärker zählen und Strafzahlungen (und Abwanderung) vermieden werden.
Im Marktbericht des Tages klingt es hingegen nach harter Landung: In den BYD-Zahlen 2025 mit Gewinnrückgang und Warnung vor der „brutalen K.o.-Phase“ wird klar, wie brutal der Preiskampf in China inzwischen ist – BYD setzt deshalb noch stärker auf Export und neue Technik wie die Blade-Batterie der zweiten Generation. Technologisch geht’s bei Hyundai in zwei Richtungen: Mit Hyundai & Nvidia und ihrer KI-Offensive soll die Drive-Hyperion-Plattform künftige Modelle Richtung Level 2+ pushen und zugleich die Basis für Motional-Robotaxis auf Level 4 legen; gleichzeitig gibt’s einen Dämpfer im Alltag, denn beim weltweiten Rückruf des Hyundai Kona Elektro wegen Brandgefahr muss per Batterie-Management-Software nachgebessert werden.
Auf der Straße zeichnen sich ebenfalls Verschiebungen ab: Warum ausgerechnet Nutzfahrzeuge schneller elektrifizieren könnten als Privat-Pkw, erklärt Johannes Pallasch im E-Lkw-Interview – mit rationalen TCO-Rechnungen, Mautvorteilen und einem geplanten Lkw-Schnellladenetz von rund 350 Autobahn-Standorten als Booster. Und auch beim Einstieg ins Autofahren wird elektrisch relevanter: Der Blick auf den „Elektro-Führerschein“ 2026 zeigt zwar eine Rekordquote an Fahrschulen mit E-Autos, aber die B197-Bürokratie zwingt viele weiterhin zum teuren Doppel-Fuhrpark – während die Kosten insgesamt weiter steigen.
Bei den Konzepten und Träumen ist heute ordentlich was los: Audi liebäugelt ganz offen mit einem neuen Luxus-Geländewagen – in „Audi-Offroader gegen Defender“ deutet CEO Döllner an, dass ein Quattro-Offroader für die USA (inklusive möglicher lokaler Fertigung) plötzlich realistisch wird. Deutlich kleiner, aber nicht weniger ambitioniert ist die Mikromobilitäts-Allianz rund um Microlino, CEiiA und AMFI: In Turin soll ein europäisches Ökosystem für Kleinstfahrzeuge entstehen – inklusive Serienproduktion des modularen Gewerbe-Stromers „BEN“.
Und zum Tesla-Block: Infrastruktur zum „Selberzahlen“ gibt’s im Verkehrskontext – denn The Boring Company bestätigt drei gratis Tunnel-Projekte für New Orleans, Baltimore und Dallas, als Backbone sollen Tesla-Fahrzeuge mit aktueller FSD-Software dienen. Im Zuhause wird’s dagegen transparenter: Mit dem Tesla-Powerwall-App-Update samt KI-Statusanzeige sehen Nutzer künftig nachvollziehbar, warum ihr Speicher gerade lädt oder entlädt – inklusive Prognose, wann sich der Zustand wieder ändert.