Bei Tesla gab’s heute gleich doppelt Futter für Technikfans: Zum einen hat die FCC beim Cybercab eine Ausnahmegenehmigung für UWB durchgewunken – wichtig, damit ein Robotaxi künftig millimetergenau selbstständig aufs Ladepad findet und ohne menschliche Hilfe lädt. Und zum anderen deutet alles darauf hin, dass mit dem Tesla-App-Update ein gamifiziertes Loyalitätsprogramm samt neuem FSD-Dashboard kommt, das Autopilot-Kilometer hübsch visualisiert und teilbar macht.
Beim Laden wird’s parallel richtig ernst: Ionity startet mit dem HYC1000-Upgrade Richtung 600 kW und verspricht perspektivisch Ladehappen von 300 km in unter acht Minuten; in Frankreich laufen die ersten Standorte schon, und in Werne wächst ein Kandidat für den schnellsten Ladepark Deutschlands heran.
Aus dem Bereich Technik & Alltag kommt gleich noch ein Dämpfer für Reichweiten-Panik: Eine neue Auswertung zeigt bei E-Auto-Akkus überraschend stabile Kapazitäten – selbst nach 8 bis 12 Jahren liegen viele Fahrzeuge im Mittel noch über 85 %, und die Kilometerleistung allein taugt offenbar nur bedingt als Akku-Orakel. Außerdem wird’s lauter: Die UNECE hat mit ESES eine Zulassung für „Emotions-Sound“ außen am Auto auf den Weg gebracht, also künstliche Fahrgeräusche auch bei höheren Geschwindigkeiten – allerdings mit einer entscheidenden Bedingung, damit Fahrer nicht unbegrenzt Krawall machen können.
Marktseitig war NIO heute gleich zweimal Thema: Während das Unternehmen global wieder Tritt fasst, zeigt der Blick nach Deutschland bei NIOs Absatzkrise mit nur einer Neuzulassung im Januar ein ziemlich hartes Bild – trotzdem soll das Power-Swap-Netz weiter wachsen. Dass das System skaliert, demonstriert NIO parallel mit einem dicken Ausrufezeichen: über 175.000 Batteriewechsel an einem Tag, also statistisch zwei Swaps pro Sekunde im gesamten Netz.
Bei den Herstellern geht’s heute eher strategisch zu: Toyota lässt sich beim Kleinwagen-Stromer Zeit – der elektrische Yaris wird erst Ende 2027/Anfang 2028 erwartet, passend zum Multi-Energy-Ansatz mit Plattformen für Verbrenner, Hybrid und BEV. Polestar wiederum will sportlicher wahrgenommen werden und zündet eine Performance-Offensive mit dem „BST“-Label, um künftig direkter in Richtung BMW M und AMG zu sticheln.
Politisch tut sich ebenfalls was: Lettland plant mit 40 Millionen Euro bis 2029 ein neues Förderprogramm für E-Autos, PHEVs und sogar Wasserstofffahrzeuge – mit Basisprämien bis 4.000 Euro und Extra-Boni für kinderreiche Familien. Und Taiwan zeigt, wie stark Prämien wirken können: Durch die Austauschpolitik wurden bereits 125.000 Verbrenner ersetzt, inklusive messbarer CO₂-Einsparungen – in einem Land, in dem Scooter den Alltag dominieren.
Zum Schluss noch der Blick auf die Praxis im Stadtverkehr: Im ADAC-Stadtauto-Ranking 2026 räumen E-Autos ab und belegen sieben der Top-10-Plätze – während riesige Pickups und schwere Luxuslimousinen erwartbar die rote Laterne tragen.
Und für Sparfüchse waren heute gleich zwei Deals dabei: Der neue Nissan Micra Elektro startet effektiv ab 17.700 Euro mit ordentlich Ausstattung (Wärmepumpe, bidirektionales Laden) und solider Reichweite in der Basis. Noch brachialer wirkt der Tageszulassungs-Hammer beim Opel Corsa-e für 17.990 Euro – aber streng limitiert und entsprechend schnell weg.