Heute ging’s bei uns vor allem um Milliarden, Strategiewechsel und ein paar ziemlich konkrete Ansagen an die Zukunft: In Bayern macht BMW ernst und steckt 1,7 Milliarden Euro in München und das Batteriewerk Irlbach-Straßkirchen, um die „Neue Klasse“ hochzufahren – inklusive Zäsur, weil mit dem elektrischen i3 ab Sommer 2026 die Verbrenner-3er-Ära im Münchner Stammwerk ausläuft. Passend dazu werfen wir schon nach vorn: Der BMW iX1 bekommt 2027 den „Neue Klasse“-Technik-Boost mit 800 Volt, effizienteren Antrieben und deutlich mehr Reichweite.
Auf der Finanz- und Konzernseite wird’s ebenfalls ungemütlich bis ambitioniert: Volkswagen reagiert auf die harte Lage mit einem radikalen Schrumpfkurs samt Sparprogramm und möglichem Stellenabbau, während Polestar sich mit einer Milliarde Dollar frischem Eigenkapital in Rekordzeit wieder mehr Luft verschafft – abgesichert durch ein Geely-Sicherheitsnetz für Investoren. In den USA wird parallel groß auf Autonomie gewettet: Uber und Rivian planen mit einem 1,25-Milliarden-Dollar-Deal bis zu 50.000 Robotaxis auf R2-Basis, Start ab 2028, später auch mit Europa im Visier.
Technik-Fans bekommen heute gleich zwei Tesla-Happen: Elon Musk bestätigt den Testlauf und verspricht mit FSD v14.3 („Banish“ inklusive) den nächsten Sprung Richtung vollautonom, und ein neues Patent skizziert einen Akku-Anhänger als cleveren Range-Extender-Ansatz, der vor allem beim Ziehen schwerer Lasten die Reichweiten-Delle glätten soll. Währenddessen zeigt Hyundai, wie breit das Elektro-Spektrum mittlerweile ist: Von „sehr schnell“ mit dem Ioniq 6 N ab 75.900 Euro und bis zu 650 PS bis „bitte dringend updaten“ – denn Hyundai startet einen Rückruf für über 100.000 Kona Elektro wegen möglicher Brandgefahr, den ein BMS-Software-Update entschärfen soll.
Auch beim Blick auf den Markt tut sich was: Unser Carsharing-Check 2026 zeigt eine steigende E-Quote auf 22,1 Prozent, während der Free-Floating-Bereich konsolidiert und stationsbasiertes Carsharing weiter zulegt – bei fast einer Million registrierten Nutzerinnen und Nutzern. Und weil die Welt außerhalb der Autobranche gerade nicht stillsteht, warnt eine Studie, dass eine längere Hormus-Blockade globale Liefer- und Energieketten spürbar ins Wanken bringen könnte – mit Folgen, die am Ende auch Industrie und Mobilität treffen.
Zum Schluss noch ein Dämpfer für Supercar-Romantik im Stromzeitalter: Lamborghini verschiebt den großen Elektro-Start und macht aus dem Lanzador einen Plug-in-Hybrid statt eines reinen E-Crossovers – vollelektrisch jetzt erst nach 2030. Und wer lieber pragmatisch statt prestigeträchtig unterwegs ist: Bei den Deals sticht heute der Dacia Spring (MJ 2026) als EU-Neuwagen ab 13.950 Euro heraus – ziemlich viel E-Auto fürs Geld, inklusive CCS-Option je nach Fahrzeug.