Heute war bei ElektroQuatsch viel Bewegung drin – vor allem bei Tesla: In „Jay Leno’s Garage“ zeigt Tesla den überarbeiteten Semi, der mit weniger Gewicht, besserer Aerodynamik und der 48-Volt-Architektur aus dem Cybertruck kurz vor dem Serienhochlauf steht – und Europa rückt mit einem angepeilten Start 2027 plötzlich greifbarer nah. Parallel wird Teslas Robotaxi-Erzählung konkreter: Beim Cybercab gibt’s vor dem Produktionsstart ein Serien-Update, inklusive physischem NACS-Ladeanschluss (statt „nur induktiv“) und einer Sitz-/Einstiegshöhe, die Barrierefreiheit fürs Netzwerk mitdenkt. Dass das „Vision only“-Mantra aber weiter unter Druck steht, zeigt die ausgeweitete NHTSA-Untersuchung zu Teslas FSD, bei der es vor allem um Risiken durch Blendung, Schmutz und schlechte Sicht geht – während Tesla auf Datenfortschritte verweist. Und für den schnellen Rundumschlag gab’s auch noch Tesla-Kurznews zu 4680-Spionagevorwürfen, 500‑kW‑V4-Supercharging, KI-Assistent in der App und einem Smart-Windshield-Patent.
Beim großen Thema Autonomie lohnt heute der Blick über Tesla hinaus: Der Robotaxi-Report 2026 macht klar, dass Waymo (USA) und Apollo Go (China) mit Lidar-basierten Level‑4‑Flotten längst Realität liefern – und dass Allianzen rund um Uber, Rivian, Lucid und Waymo ein ziemlich ernstes Gegengewicht zu Teslas geplanten Ambitionen bilden.
Auch bei BMW stapeln sich die News – und die „Neue Klasse“ wirkt wie das verbindende Leitmotiv: Mit dem BMW i7 Facelift fürs Modelljahr 2027 soll selbst das Luxus-Flaggschiff Technologien wie Panoramic Vision und effizientere SiC-Inverter bekommen. Gleichzeitig wird im Duell BMW i3 (Neue Klasse) vs. Mercedes C‑Klasse EQ schon mal abgesteckt, wohin die Reise geht: BMW punktet bei Reichweite und Laden, Mercedes hält mit Luxus, großer Displaywand und (optional) Luftfederung dagegen. Und wer auf Range-Extender gehofft hat, bekommt eine klare Ansage: BMW sagt dem EREV-Konzept ab und setzt stattdessen auf hohe E-Reichweiten/400‑kW‑Laden – plus Brennstoffzelle im X5 ab 2028. Politisch flankiert wird das Thema E-Flotten in Bayern, denn die SPD fordert ein 500‑Millionen‑Programm für kommunale Elektro-Fuhrparks, allerdings mit der harten Bedingung „nur Fahrzeuge aus europäischer Produktion“.
In der Konzernwelt prallen derweil Erfolg und Ernüchterung aufeinander: VW Nutzfahrzeuge meldet Rekordabsatz (auch dank deutlich mehr ID. Buzz), rutscht aber beim Ergebnis kräftig ab – Rückstellungen und schwierige Märkte drücken die Rendite, auch wenn der Cashflow sich erstaunlich robust zeigt. Und im Luxussegment wird zurückgerudert: Bentley bremst seine Elektro-Offensive, konzentriert sich stärker auf Plug-in-Hybride und schiebt weitere reine Stromer eher Richtung „nach 2030“.
Zum Schluss noch ein Ausblick Richtung New York: Subaru teasert ein neues Elektro-SUV mit 420 PS, Allrad und Offroad-Optik – und es klingt verdächtig nach einem elektrischen Drei-Reiher, der als Ascent-Pendant und möglicher Toyota-Highlander-EV-Zwilling in Stellung gebracht wird.