Die News vom 4. März 2026

Mittwoch, 4. März 2026

Zusammenfassung

Mittwoch, 4. März 2026 · 14 Artikel

Bei BMW geht’s heute gleich doppelt rund: Zum einen zieht der Konzern beim Assistenzsystem die Notbremse und streicht Level 3 im 7er-Facelift zugunsten eines „Hands-Off, Eyes-On“-Systems aus der Neuen Klasse – weniger „Eyes-Off“-Prestige, dafür günstiger und wohl alltagstauglicher. Und als wäre das nicht genug, zeigt ein peinlicher Ausrutscher im Web: Ein Leak im BMW-Online-Shop soll die E-Offensive für 2027 inklusive i3/iX3/iX4 und sogar eines elektrischen iX5 60 xDrive vorab verraten haben.

Beim autonomen Fahren schiebt Tesla parallel an zwei Fronten: Mit Software 2026.2.9 verabschiedet sich der Hersteller weitgehend vom Begriff „Autopilot“ und benennt Funktionen stärker Richtung „Self-Driving“/„Autosteer“ um, während in Abu Dhabi bereits erste offizielle Straßentests unter staatlicher Aufsicht laufen. Dazu passt, dass auch Apple offenbar am In-Car-Erlebnis dreht: In iOS 26.4 gibt es Hinweise auf eine CarPlay-Aufwertung mit Apple TV/Streaming aufs Fahrzeug-Display (wohl nur im Parkmodus) – inklusive neuer Spekulationen, ob Tesla irgendwann doch CarPlay offiziell zulässt.

Politik und Industrie liefern heute die größere Bühne: Der Handel läuft Sturm, denn laut VAD ist die neue E-Auto-Prämie organisatorisch eine Katastrophe – zu viele Unklarheiten, zu viel Risiko, gerade bei Importwagen und bei der einkommensabhängigen Ausgestaltung. Gleichzeitig verschiebt die EU-Kommission die Vorstellung ihres Schutzschilds für Europas Autobauer: Der „Industrial Accelerator Act“ mit möglichen 70%-„Made in Europe“-Quoten kommt später, während intern noch gerungen wird, wie viel Protektionismus man sich leisten will.

Aus der Industrie selbst kommen zwei klare Signale Richtung China: Bosch macht sich noch unverzichtbarer und zementiert eine breite Partnerschaft mit Nio (inklusive Onvo und Firefly) rund um Steer-by-Wire, Batteriemanagement und autonome Funktionen. Und Volkswagen geht „all in“ bei der Lokalisierung: Mit „In China, for China“ startet 2026 eine Milliarden-Offensive, inklusive ID. Unyx 07, Tech-Partnerschaften (Xpeng, Horizon Robotics) und dem Ziel, bei Software und KI schneller aufzuschließen.

Währenddessen sortiert Audi die Zuständigkeiten neu: Um die Modelloffensive besser zu begleiten, gibt’s eine Management-Rochade im Vertrieb mit Wechseln zwischen China und Nordamerika. Und aus Deutschland kommt ein echter Meilenstein: Laut KBA hat der Elektroauto-Bestand erstmals die Zwei-Millionen-Marke geknackt – NRW liegt vorn, Hamburg glänzt mit der höchsten Quote im Fahrzeugbestand.

Technikseitig wird’s praktischer: Smart spendiert dem Topmodell ein großes Software-Paket, denn das Smart-#5-OTA-Update bringt mehr Komfort, Amazon Music und HDMI-Screen-Mirroring – inklusive vereinfachter Bedienung bei Assistenzfunktionen. In der VW-Welt wird außerdem kräftig an der Batterie-Kostenschraube gedreht: Škoda hat in Tschechien das größte Batterie-Zentrum im Konzern eröffnet und setzt bei Volumenmodellen erstmals in Europa auf Cell-to-Pack, was die Kosten spürbar senken soll.

Von Nico gibt’s heute frische Eindrücke aus der Praxis: Im Video nennt er fünf konkrete Kritikpunkte am TOGG T10X – von Effizienz und (teilweise) englischer Software über Bedienlogik und Smartphone-Integration bis zu Alltagsdetails wie dem fehlenden Frunk.

Und zum Schluss der Deal des Tages: Wer gerade einen Elektro-Bulli sucht, bekommt den VW ID. Buzz Pro (286 PS, 79 kWh) für unter 48.000 Euro – laut Angebot mit deutlich vierstelliger Ersparnis gegenüber der deutschen UVP, und auch die Langversion ist kräftig reduziert.