Im Luxus- und Performance-SUV-Segment ging’s heute ordentlich zur Sache: In Lucid Gravity vs. Tesla wird klar, wie Lucid dem Model X mit 900-Volt-Architektur, viel Platz und Premium-Interieur die Stirn bietet, während Tesla weiterhin bei Software und Punch vorne mitspielt. Und wer’s noch brachialer mag: Der Porsche Cayenne Electric im Test liefert bis zu 1156 PS, 800-Volt-Technik und bis zu 390 kW Ladeleistung – plus Active-Ride-Fahrwerk, damit der 2,7-Tonner nicht nur schnell, sondern auch erstaunlich souverän wird.
Bei den Herstellern brodelt’s auch abseits der Oberklasse: Audi deutet mit dem Elektro-Offroader gegen G-Klasse und Defender ein neues Quattro-Aushängeschild an – inklusive möglicher Scout-Synergien und frischem Design-Wind. Renault setzt derweil auf Emotion und Wiedererkennung: In Warum Retro-E-Autos die Zukunft sind erklärt Designchef van den Acker, wieso R5, R4 und Twingo als moderne Elektro-Neuauflagen genau die Brücke zwischen Nostalgie und heutiger Technik schlagen sollen. Und Ford plant den günstigen Neustart: Das „Skunkworks“-Projekt zum 30.000€-Stromer zielt auf eine neue Universal-Plattform, LFP-Akkus, Gigacasting und ab 2027 auf einen kompakten Pick-up plus Crossover.
Technik-Schub gibt’s heute auch aus der Akku-Ecke: Mit dem MG4 Urban und der Semi-Solid-State-Batterie soll Ende 2026 eine „SolidCore“-Zwischenlösung in den Massenmarkt kommen – sicherer, kältefester beim Laden und spürbar flotter als klassische LFP, und das zu einem Preis, der Europa wehtun könnte.
Bei Tesla war gleich doppelt Schwergewicht angesagt: Der Tesla Semi als Serienmodell soll dank rund 450–500 kg Diät, 48-Volt-Architektur und neuer Torque-Achsen Nutzlast auf Diesel-Niveau bringen – dazu 1,2 MW Laden und eine angepeilte Zuverlässigkeit von 95 %. Und kurz vor Produktionsstart wird’s beim Robotaxi spannend: Beim Tesla Cybercab wird noch über Front- vs. Heckantrieb gerätselt, während eine echte Hardware-Neuheit schon feststeht: ein kombinierter Türgriff, der elektrische und manuelle Entriegelung in einem Bauteil vereint, um Sicherheitsvorgaben weltweit sauber abzuhaken.
Autonomes Fahren war überhaupt ein Schwerpunkt: Europa bekommt mit Rimac Verne & Uber in Zagreb noch dieses Jahr einen kommerziellen Robotaxi-Start, anfangs mit dem elektrischen Arcfox Alpha T5 und Buchung ganz normal über die Uber-App. In den USA zeigt Waymo, wie Skalierung aussieht: Der Waymo-Boom 2026 nennt 500.000 Fahrten pro Woche, frisches Kapital in Milliardenhöhe und eine Expansion in über 20 Städte – Zielmarke: eine Million wöchentliche Fahrten bis Ende 2026.
Und politisch knirscht es weiter am Kurs Richtung 2035: In Union fordert radikale Kehrtwende geht’s um den Vorstoß, die CO₂-Reduktionsziele auf 80 Prozent zu senken – als Schutzschirm für die Zulieferer, aber mit Sprengkraft für EU-Klimaziele und den Koalitionsfrieden in Berlin.