Heute gibt’s gleich mehrere dicke Bretter in Sachen Markt, Politik und Tesla-Software: Bei Stellantis kracht’s ordentlich, denn das 26-Milliarden-Dollar-Beben mit Strategiewechsel, Batterie-Werk-Aus und V8-Comeback wirkt wie ein offenes Eingeständnis, dass die EV-Roadmap so nicht aufgeht – und das passt fatal gut dazu, dass ACC in Kaiserslautern (und Italien) den Batterie-Stecker zieht, ausgerechnet bei einem Projekt, das mal als europäischer Zell-Leuchtturm gedacht war.
Politisch wird’s ebenfalls ungemütlich: das aufgeweichte Verbrenner-Aus 2035 und die Mercedes-Warnung vor Chaos zeigt, wie teuer Unsicherheit für Hersteller werden kann – Stichwort Doppelentwicklung. International drückt China derweil aufs Tempo: das Mercosur-Fiasko rund um die „BYD Changzhou“ beschreibt, wie chinesische Stromer in Südamerika zoll- und tempo-begünstigt an den Platzhirschen knabbern, während Europa juristisch festhängt.
Bei Tesla ist heute Software- und Autonomie-Tag: Mit Update 2025.45.32.1 inklusive Automations-App, „Hey Tesla“ und Paint Shop gibt’s neue Spielwiese fürs Auto – flankiert von der größeren Story, dass Tesla ein eigenes KI-Trainingszentrum in China für FSD hochzieht, um Daten lokal verarbeiten zu dürfen und schneller Richtung Zulassung zu kommen. Rückenwind könnte außerdem von der Regulierung kommen, denn eine neue UN-Regelung könnte FSD ab Juni 2026 in Europa und Asien endlich entknoten. Und weil Tesla auch Marketing nie lange liegen lässt: „Cybercar“ statt „Cybercab“ plus frische Roadster-2.0-Hinweise bringt Robotaxi-Branding und Roadster-Demo wieder auf die Agenda, während der Rückblick auf Teslas beste OTA-Features bis Anfang 2026 nochmal erklärt, warum viele Fahrer Updates inzwischen wie Modellpflege “gratis” erleben.
Technikseitig wird’s 2026 richtig spannend bei Batterien und Plattformen: QuantumScapes „Eagle Line“ als Pilotproduktion für echte Festkörperzellen soll den „Kitty-Hawk“-Moment liefern – mit Ansagen zu Energiedichte und unter-15-Minuten-Laden. Praktischer für die Kaufentscheidung hier und jetzt ist dagegen der Vergleich 800V vs. 400V, weil Schnellladen zwar sexy ist, am Ende aber Preis, Ladeinfrastruktur und Fahrprofil entscheiden. Wer direkt sehen will, wie aggressiv 800V inzwischen im Massenmarkt ankommt: Xpengs 2026-Offensive mit Magna-Steyr-Fertigung, 5C-LFP und neuem P7+ zielt mit Kampfpreisen und 12-Minuten-Ladefenstern ziemlich offen auf Tesla und VW.
Bei den Herstellern außerhalb der Tesla-Blase gibt’s ebenfalls klare Signale: Nio meldet erstmals operativen Gewinn – aber taumelt in Deutschland, was die brutale Schere zwischen globalem Wachstum und hiesiger Nachfrage zeigt. Für Sparfüchse und Familien könnte 2026 dagegen interessant werden, weil der Skoda Epiq mit Mini-Display, aber riesigem 475-Liter-Kofferraum als 25.000-Euro-Preis-Leistungs-Kandidat anklopft. Und wer lieber gebraucht kauft: der Überblick zum Gebrauchtmarkt 2026 ordnet Leasingrückläufer, Preisbewegungen und neue Akku-Transparenzregeln ein – inklusive der Ansage, warum ein ID.3 inzwischen preislich am Golf vorbeizieht.
Abseits klassischer Autos wird’s urban: Pedal-Assist Mini-Trucks wie eQuads für die City-Logistik könnten 2026 die Lieferwagen-Realität in Innenstädten spürbar entschärfen – Radweg statt Zweite-Reihe-Parken inklusive.
Zum Schluss noch der Deal des Tages: Wer Luxus-Limo zum (relativen) Schnäppchen sucht, findet beim BMW i7 Deal 2026 mit bis zu 33,82% Rabatt gerade ungewöhnlich viel Nachlass – und damit eine ziemlich konkrete Ansage an den Mercedes EQS.