Lanzador: Lamborghinis vierte Baureihe, aber nicht als reines Elektroauto
Der Lamborghini Lanzador soll in den kommenden Jahren in Serie gehen, aber anders als das Konzept von 2023 vermuten ließ, nicht vollelektrisch.
Nach aktuellem Stand plant Lamborghini für das Serienauto einen Plug-in-Hybrid-Antrieb. Positioniert ist der Lanzador als 2+2 Ultra-Grand-Tourer, also als eigenständige Linie zwischen Supersportwagen und SUV.
Wozu der Lanzador da ist: Lücke zwischen Supersportlern und Urus
Intern wird der Lanzador als Modell beschrieben, das zwischen einem Supersportwagen und einem SUV liegt. Damit soll er die Lücke zwischen der klassischen Sportwagen-Palette und dem Urus schließen, aktuell Lamborghinis einzigem SUV.
Für Käufer heißt das vor allem: mehr Alltagstauglichkeit und Nutzwert als im flachen Zweisitzer, ohne das Thema Performance und Marken-Inszenierung aufzugeben.
Warum Lamborghini beim Lanzador (noch) gegen Elektro entscheidet
Lamborghini begründet die Abkehr vom reinen Elektroantrieb vor allem mit der Kundenseite. Das Interesse an einem vollen Elektro-Lamborghini sei bislang gering.
"Man kann mit einem Elektroauto viel Präzision, viel Leistung und viel Drehmoment erzielen. Das Auto ist wirklich schnell, aber es weckt keine Emotionen. Die Emotionen fehlen völlig."
Die Aussage zielt auf das Markenversprechen: Sound, Drama und Emotion. Genau das soll ein Plug-in-Hybrid laut Lamborghini besser abbilden als ein reiner Stromer.
Welche Technik wahrscheinlich kommt: V8-Biturbo als Plug-in-Hybrid
Beim Antrieb gilt eine Variante des 4,0-Liter-V8-Biturbo-Plug-in-Hybrids aus dem Urus als wahrscheinlich. Konkrete Leistungsdaten oder Akkugrößen wurden noch nicht genannt.
Lamborghini hat den Kurs Richtung Teilelektrifizierung bereits eingeschlagen. Revuelto, Temerario und auch der Urus setzen bereits auf elektrifizierte Antriebe, der Lanzador soll diese Linie fortführen.
| Merkmal | Stand der Infos |
|---|---|
| Antrieb | Plug-in-Hybrid (statt BEV) |
| Positionierung | 2+2 Ultra-Grand-Tourer zwischen Supersportwagen und SUV |
| Vermuteter Verbrenner | 4,0-Liter V8 Biturbo (aus dem Urus als Basis) |
| Marktstart | Noch offen, Produktion möglicherweise erst gegen Ende des Jahrzehnts |
| Erster reiner Elektro-Lamborghini | Erwartet nach 2030 |
Was das für E-Auto-Fans bedeutet: Reine Stromer bleiben bei Lamborghini vorerst Zukunftsmusik
Wer auf einen Elektro-Lambo gehofft hat, muss sich gedulden. Ein reines BEV wird bei Lamborghini nach jetzigem Ausblick erst nach 2030 erwartet.
Spannend ist trotzdem, dass Lamborghini weiter an Zellchemie und Software arbeitet. Teile dieser Entwicklung können in Hybriden landen, etwa bei Effizienz, Thermomanagement oder der Regelung von E-Motor und Rekuperation, auch wenn das Fahrzeug nicht rein elektrisch fährt.
Elektroquatsch-Meinung: Für den Alltag ist PHEV beim Lanzador logisch, für die Lade-Realität aber kein Fortschritt
Ein Plug-in-Hybrid macht den Lanzador im Alltag potenziell stressfreier auf langen Strecken, weil er unabhängig von Schnelllade-Hubs bleibt und trotzdem kurze Strecken elektrisch abspulen kann.
Für die E-Auto-Welt ist es aber auch ein Signal: Selbst Premium-Marken mit Budget und Konzerntechnik sehen beim Thema Emotion plus Elektro noch eine Lücke, nicht bei der Leistung, sondern beim Erlebnis. Das ist weniger Technikproblem als Markenproblem, und Lamborghini will genau da keine Kompromisse machen.



