Polestar 4 SUV kommt: Bestellstart am 2. September 2026
Polestar erweitert seine 4er-Reihe um eine zusätzliche Karosserievariante: Neben dem bisherigen Polestar 4, der zuletzt in Polestar 4 Coupé umbenannt wurde, startet im Herbst der Polestar 4 SUV. Für Deutschland ist der 2. September 2026 als Verkaufsstart bestätigt.
Die Richtung ist klar: mehr Flexibilität im Alltag, ohne das bekannte Polestar-Design komplett umzudrehen. Optisch bleibt die Front laut Hersteller bei beiden Varianten praktisch identisch – die Musik spielt am Heck.
Der entscheidende Unterschied: Heckscheibe statt Kamera-only
Das Polestar-4-Thema „keine Heckscheibe“ war bisher eines der größten Talking Points. Beim Coupé wird die Sicht nach hinten über eine Rückfahrkamera gelöst – mutig, aber nicht jedermanns Sache, gerade bei Regen, Schmutz oder schlechten Lichtverhältnissen.
Der neue Polestar 4 SUV geht hier den klassischen Weg und setzt auf konventionelle Heckverglasung. Das verändert nicht nur die Bedienlogik im Alltag (einfacher Blick nach hinten, weniger Abhängigkeit von Kamera und Display), sondern auch die Anmutung: Aus dem SUV-Coupé wird visuell deutlich stärker ein „klassischer“ SUV.
„Mit dem Polestar 4 SUV bauen wir auf diesem Erfolg auf, indem wir noch mehr Vielseitigkeit bieten und gleichzeitig dem Charakter des Polestar 4 treu bleiben.“ – Michael Lohscheller, CEO
Fahrwerk & Technik: Überarbeitet, aber bewusst auf 400 V
Polestar nennt für Polestar 4 SUV und Polestar 4 Coupé überarbeitete Fahrwerkskomponenten, die die sportliche Fahrdynamik weiter verbessern sollen. Details zu den Änderungen (z. B. Dämpferabstimmung, Lagerung, Stabis) sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht voll ausgerollt, aber die Botschaft ist: Beide Varianten profitieren vom Update.
Spannend ist auch die Einordnung der Plattform: Polestar bleibt bei einer 400-Volt-Architektur und bezeichnet sie als bewährt und effizient. Im Markt ist 800 V zwar das Buzzword für hohe Ladeleistung, aber 400 V ist keineswegs automatisch „schlechter“ – entscheidend sind die konkrete Ladeleistung, Thermomanagement und die Ladekurve. Wer den Tech-Vergleich vertiefen will: 800V vs. 400V: Welche E-Auto-Architektur brauchst du 2026?
Reichweite & Leistung: Bis 630 km WLTP, bis 400 kW mit AWD
Zum Antrieb nennt Polestar zwei Eckpunkte, die für die Einordnung im DACH-Markt wichtig sind: Die Heckantrieb-Version soll bis zu 630 km WLTP schaffen. Die Allrad-Variante wird mit bis zu 400 kW (544 PS) angegeben – also klar auf Performance getrimmt.
Damit positioniert sich der Polestar 4 SUV als sportlicher Premium-Stromer mit Langstrecken-Ambitionen. In der Praxis wird die WLTP-Zahl wie immer von Felgengröße, Temperaturen, Autobahnanteil und Fahrstil abhängen – aber 630 km WLTP ist ein Signal: Effizienz spielt hier nicht nur eine Nebenrolle.
Polestar 4 SUV: bekannte Daten auf einen Blick
| Merkmal | Polestar 4 SUV (bestätigt/kommuniziert) |
|---|---|
| Bestellstart (Deutschland) | 2. September 2026 |
| Karosserie-Highlight | Heckscheibe (klassische Heckverglasung) |
| Frontdesign | Optisch sehr ähnlich zum Polestar 4 Coupé |
| Architektur | 400 V |
| Reichweite (RWD) | bis zu 630 km WLTP |
| Leistung (AWD) | bis zu 400 kW (544 PS) |
| Fahrwerk | Überarbeitete Komponenten (beide Varianten) |
Einordnung für Deutschland, Österreich & Schweiz
Für viele Käuferinnen und Käufer im DACH-Raum dürfte die Heckscheiben-Frage der Punkt sein, an dem sich „cooles Design-Statement“ und „Alltag“ trennen. Gerade bei typischem Winterbetrieb (Salz, Schneematsch), häufigen Autobahnkilometern und engen Parkhäusern kann eine klassische Heckscheibe schlicht Stress rausnehmen.
Unterm Strich wirkt der Polestar 4 SUV wie die Antwort auf genau dieses Feedback: gleiche Design-DNA, aber mit einer Lösung, die für mehr Menschen intuitiver ist. Wer parallel auf der Tesla-Seite schauen will, wie sich die Konkurrenz bei Updates und Komfort-Details bewegt: Tesla Model Y Update mit schwarzem Dachhimmel & 16-Zoll-Screen.
Polestar 4 Coupé vs. Polestar 4 SUV: für wen lohnt sich was?
Wenn du das kompromisslose Design des Polestar 4 Coupé magst und mit Kamera-Sicht nach hinten gut klarkommst, bleibt das Coupé die puristischere Wahl. Der Polestar 4 SUV richtet sich dagegen an alle, die das Paket aus Leistung und Design wollen, aber beim Thema Rundumsicht und „klassische“ Bedienbarkeit keine Experimente möchten.
In jedem Fall ist es ein interessanter Schritt: Polestar differenziert innerhalb einer Modellreihe stärker nach Nutzung – ähnlich wie wir es auch bei anderen Herstellern sehen, die aus einem Styling-orientierten Crossover eine alltagstauglichere Variante nachschieben.



