VW ID. Tiguan kommt: ID.4-Nachfolger mit bekannterem Namen
Volkswagen arbeitet am nächsten großen Schritt für seine Elektro-SUVs: Der VW ID. Tiguan soll den ID.4 perspektivisch ablösen. Damit setzt VW den Kurs fort, bei künftigen E-Modellen stärker auf etablierte Namen zu gehen, statt die ID-Familie rein numerisch weiterzuführen.
Produziert werden soll das Modell in Emden. Der Marktstart wird derzeit bis Ende 2026 erwartet – damit fällt der ID. Tiguan in eine Phase, in der VW seine Modellpalette sichtbar modernisiert und gleichzeitig viele Kritikpunkte aus dem Alltagseinsatz adressiert.
Erlkönigfotos: Kantiger, "SUViger" und näher am Tiguan
Aktuelle Erlkönig-Aufnahmen zeigen, dass sich das neue Modell optisch deutlich vom ID.4 absetzt. Statt der rundlichen, aerodynamisch geprägten Linien wirkt die Form klassischer SUV: eine quadratischere Front, eine neu gestaltete Motorhaube und neue Scheinwerfer sind zu erkennen.
Auch an der Seite fallen Änderungen auf. Zu sehen sind neue Türen sowie klassische Türgriffe – ein Detail, das im Alltag (Bedienung mit Handschuhen, Vereisung, Kinderhände) oft praktischer ist als versenkte oder stark integrierte Lösungen.
Innenraum: VW bringt physische Klimatasten zurück
Mindestens genauso wichtig wie das Exterieur ist die Innenraum-Strategie: VW reagiert auf Feedback und setzt wieder stärker auf physische Bedienelemente. Erwartet werden echte Tasten bzw. Schalter für Klimatisierung und weitere Funktionen unterhalb des Zentraldisplays sowie am Lenkrad.
VW setzt beim ID. Tiguan offenbar wieder stärker auf haptische Bedienung – besonders bei häufig genutzten Funktionen wie Klima und Lenkrad-Shortcuts.
Das passt zur allgemeinen Trendwende im Konzern, Touch-only-Bedienung dort zurückzufahren, wo sie im Alltag mehr ablenkt als hilft. Einen ähnlichen Kurs sieht man auch bei anderen VW-E-Updates – etwa beim VW ID.3 Neo Facelift mit Knöpfen und V2L.
MEB+: Was die Plattform für Reichweite und Laden bringen soll
Technisch soll der ID. Tiguan auf der MEB+-Plattform aufbauen. Sie ist als Weiterentwicklung der bekannten MEB-Basis gedacht und soll vor allem bei Batterie und Antrieb nachlegen. Für Käufer ist das entscheidend, weil es direkt auf zwei Alltagswerte einzahlt: mehr Reichweite und schnelleres Laden – also weniger Stopps und kürzere Standzeiten auf Langstrecke.
MEB+ kommt bzw. kam bereits bei neueren/überarbeiteten Modellen und Konzepten der ID-Familie zum Einsatz. Wer sich einen Überblick verschaffen will, wie VW die Elektro-Palette neu aufstellt: „True Volkswagen“: Neustart mit ID. Polo und ID.3 Neo ordnet die Richtung ganz gut ein.
Einordnung: Was der aktuelle ID.4 heute bietet
Für den Vergleich lohnt ein Blick auf die bekannten Eckdaten des aktuellen ID.4: Er wird mit Heck- oder Allradantrieb angeboten, die Systemleistung liegt je nach Version zwischen 140 kW und 220 kW. Mit großem Akku (79 kWh) sind bis zu 572 km (je nach Variante/Norm) möglich. Preislich startet der ID.4 in Deutschland derzeit bei 40.580 Euro.
| Modell | Antriebe | Leistung (System) | Batterie (groß) | Reichweite (max.) | Preis (DE ab) |
|---|---|---|---|---|---|
| VW ID.4 (aktuelles Modell) | RWD / AWD | 140–220 kW | 79 kWh | bis 572 km | 40.580 Euro |
| VW ID. Tiguan (erwartet, Ende 2026) | noch nicht bestätigt | noch nicht bestätigt | noch nicht bestätigt | Upgrade durch MEB+ erwartet | noch nicht bestätigt |
Warum der Name „ID. Tiguan“ für VW sinnvoll ist
Der Tiguan ist in der DACH-Region ein echter Volumenname. Einen elektrischen Nachfolger klar als „Tiguan“ erkennbar zu machen, senkt die Einstiegshürde für Umsteiger: Man weiß sofort, welche Fahrzeugklasse und welche Positionierung gemeint ist. Das kann gerade im umkämpften Segment der Familien-SUVs ein Vorteil sein, in dem Käufer oft nach vertrauten Größen suchen.
Parallel arbeitet VW weiter an Technik- und Plattformthemen – inklusive Antriebsgenerationen, Stückzahlen und Effizienz. Wenn dich das tiefer interessiert: VW Elektroantriebe: Details zum neuen APP290 liefert den passenden Hintergrund.
Was wir vom ID. Tiguan realistisch erwarten können
Auch wenn noch nicht alle Specs offiziell sind, zeichnet sich eine klare Stoßrichtung ab: mehr Nutzwert (klassischere SUV-Form, normale Türgriffe), bessere Bedienbarkeit (Tasten für Klima & Lenkrad) und spürbare Effizienz-Updates durch MEB+. Wenn VW die Lade- und Reichweiten-Verbesserungen sauber in die Serie bringt, könnte der ID. Tiguan genau die Art „Mainstream-E-SUV“ werden, die viele bisher beim ID.4 vermisst haben.



