Nico Pliquett schickt das Tesla Model S Plaid auf einen spontanen Roadtrip nach Paris und behandelt das 1.000-PS-Flaggschiff damit wie ein ganz normales Langstreckenauto. Statt nur über Beschleunigung und Spitzenleistung zu reden, geht es um die Fragen, die unterwegs wirklich zählen, also wie stabil das System über viele Kilometer bleibt und wie gut sich das Auto am Schnelllader in den Ablauf einfügt.
Dabei zeigt sich: Die Performance ist zwar weiterhin brachial, auf der Langstrecke treten aber auch Schwächen auf, die man im Datenblatt nicht sieht. Genannt werden vor allem Themen rund ums Thermomanagement, also wie das Auto mit Wärme umgeht, wenn es länger gefordert wird.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Ladekurve, die laut Beschreibung nicht so überzeugend ausfällt, wie man es von einem Topmodell erwarten würde. Als mögliche Ursache steht die alternde 400-Volt-Architektur im Raum, die beim Schnellladen Grenzen setzen kann, gerade wenn man viele Etappen am Stück plant.
Unterm Strich wirkt der Trip wie ein Realitätscheck für das Model S Plaid im Jahr 2026: Leistung ist reichlich da, aber auf der Langstrecke entscheiden Temperatur und Ladeverhalten über Komfort und Reisezeit. Wer solche Eigenschaften bei verschiedenen E-Autos direkt gegeneinander abklopfen will, kann dafür auch unseren Modellvergleich nutzen.


