Heute geht’s einmal quer durch Akkuchemie, Modellpläne und Assistenzsysteme: In China wird’s für klassische Zellen teurer, denn China führt ab September 2026 eine Batterie-Verbrauchsteuer auf Lithium-Ionen ein – während Natrium-Ionen und Feststoff bis Ende 2028 steuerfrei bleiben, was die nächste Zellgeneration spürbar anschiebt. Wie robust Akkus im Alltag sind, zeigt parallel eine große Datenauswertung: Kia e-Niro und Hyundai Kona landen nach 100.000 km bei rund 97% Kapazität, während beim Model 3 die Chemie den Unterschied macht. Und in Sachen Förderung liefert der Staat neue Zahlen: 82.008 Anträge für die E-Auto-Kaufprämie 2026, aber der Kinderbonus wird bislang überraschend selten genutzt – profitieren tun bisher eher Tesla und BYD als deutsche Marken.
Bei den Herstellern ist heute viel Bewegung drin: Für Deutschland spannend ist, dass der neue Mercedes GLA wohl aus Rastatt kommen und zuerst rein elektrisch starten, Hybrid-Varianten sollen dann Anfang 2027 folgen. In der Kleinwagenklasse deutet sich ebenfalls ein großer Wurf an: der Peugeot E-208 soll 2027 mit LFP und Cell-to-Body bis zu 500 km schaffen, bleibt beim Laden aber wohl trotzdem bei 400 Volt. Aus dem VW-Konzern kommt zudem ein Gegentrend zum reinen Stromer: Golf und T-Roc starten in den Vorverkauf als Vollhybrid ohne Ladekabel – ab 41.400 Euro im Golf und 44.470 Euro im T-Roc. Cupra dagegen meldet Rückenwind für den kommenden Einstiegsstromer: der Raval liegt bei den Bestellungen über Plan, inklusive neuem 37‑kWh‑LFP-Akku als günstigere Option. Und wer auf das Modellangebot 2025/26 schielt, bekommt heute auch die Schattenseite serviert: zahlreiche E-Autos werden gestrichen oder verschoben – vor allem in den USA, mit Gründen wie schwächerer Nachfrage, Zollthemen und dem Comeback von EREV und lokaler Produktion.
Beim Thema Mobilitätsdienste versucht Toyota, das Elektrifizieren pragmatisch zu lösen: Toyota und Uber schnüren ein E- und Hybrid-Paket für Fahrdienstfahrer, Deutschland soll noch diesen Monat beim Rollout dabei sein. Und wer eher auf Gebrauchte schaut, bekommt ein neues Sicherheitsnetz: Volvo bringt „GW Protect“ mit Batterieschutz ohne Entschädigungsobergrenze – inklusive Absicherung bei Überspannungsschäden.
Software und Assistenz bleiben derweil ein Minenfeld: Xpeng kündigt an, ab 2027 ein Level‑2++‑Paket („Next Generation Pilot“) per Update nach Europa zu bringen, die nötige Hardware soll schon heute in den Autos stecken. Tesla verteilt zwar Neues, aber nur im kleinen Kreis: FSD v14 Lite (2026.20.6.10) bleibt auf HW3 und Early Access begrenzt. Was dabei im Alltag trotzdem gilt, zeigt ein Fall aus Kanada ziemlich deutlich: ein Tesla-Fahrer kassierte ein Ticket, weil er mit aktiviertem FSD gelesen hat – Assistenz ist eben kein Freifahrtschein. International macht Tesla außerdem einen neuen Markt auf: die ersten Model‑Y‑Auslieferungen in Marokko markieren den offiziellen Afrika-Start, mit spannenden Folgen für Service und Supercharger-Strategie.
Zum Schluss noch ein Blick auf die Lade-Realität hierzulande: neue Daten zeigen die sieben Bundesländer mit der höchsten Auslastung an Ladepunkten – sprich: wo’s am ehesten eng wird und wo du eher entspannt durchrollst.