Kaufland startet Rabattwoche: E-Auto laden ab 22 Cent/kWh
Kaufland drückt im Juli kurzfristig die Preise an seinen eigenen Ladesäulen: Für einen begrenzten Zeitraum kostet DC-Laden nur 0,22 €/kWh. Wer eher an AC hängt, landet sogar bei 0,145 €/kWh. Das Ganze ist als einwöchige Aktion geplant und richtet sich an Kundinnen und Kunden, die direkt über Kauflands eigene Bezahl- und Vorteilswelt laden.
Für Fahrerinnen und Fahrer im Alltag ist das vor allem dann spannend, wenn Einkauf und Schnellladen zusammenfallen: Ein Großteil der Kaufland-Standorte setzt auf DC-Technik, also deutlich höhere Ladeleistung als klassische AC-Punkte. Laut Kaufland reichen je nach Fahrzeug und Bedingungen rund 45 Minuten Standzeit, um Energie für bis zu 200 km nachzuladen.
Zeitraum & Voraussetzungen: Ohne App-Kombi kein Rabatt
Der reduzierte Preis wird nur dann automatisch angewendet, wenn zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: Der Ladevorgang muss über das Vorteilsprogramm Kaufland Card XTRA laufen und die Bezahlung muss über Kaufland Pay erfolgen. Ohne diese Kombination gilt der reguläre Tarif.
Die Rabattwoche läuft vom 2. bis 8. Juli 2026 (inklusive). Danach springen die Preise wieder auf das normale Niveau.
„Ein voller Einkaufswagen und ein voller E-Auto-Akku, das gehört an unseren Standorten für immer mehr Kunden zusammen.“
Die Aktionspreise im Überblick
| Ladeart | Leistung/Typ | Regulär | Aktionspreis |
|---|---|---|---|
| AC | bis 22 kW | – | 0,145 €/kWh |
| DC | Schnellladen | 0,44 €/kWh | 0,22 €/kWh |
| HPC | High Power Charging | – | 0,235 €/kWh |
Wichtig: Die genannten Aktionspreise gelten an Kaufland-eigenen Ladepunkten. Geladen wird nach Unternehmensangaben mit Ökostrom.
So groß ist das Kaufland-Ladenetz inzwischen
Kaufland meldet inzwischen mehr als 1.111 Ladepunkte an über 420 Filialen in Deutschland. Interessant sind auch die veröffentlichten Nutzungszahlen: An Spitzentagen sollen im Schnitt bis zu 30 Fahrzeuge pro Ladepunkt versorgt werden, pro Monat werden bis zu 80.000 Ladevorgänge genannt.
Das erklärt, warum solche Preisaktionen überhaupt Sinn ergeben: Wer Last auf die eigenen Standorte zieht, steigert Frequenz und Sichtbarkeit – und E-Auto-Laden wird noch stärker als „Teil des Einkaufs“ verankert.
Ausnahmen: Nicht jeder Standort kann mitziehen
Kaufland weist darauf hin, dass es Einzelfälle mit Ausnahmen geben kann. Betroffen sind vor allem Standorte, an denen aufgrund bestehender Strombezugsverträge (z. B. in bestimmten Mietobjekten) die Preise nicht im gleichen Umfang beeinflusst werden können. Heißt praktisch: Wenn der Rabatt an „deinem“ Kaufland nicht auftaucht, muss das nicht an dir liegen – sondern am Standort-Setup.
Einordnung für DACH: Warum solche Preise gerade jetzt auffallen
In Deutschland sind Preissprünge beim öffentlichen Laden nach wie vor ein großes Thema – besonders ohne Abo und ohne Roaming-Fallen. Eine Woche mit 0,22 €/kWh DC ist daher ein echter Hingucker, auch wenn die Hürde über Kaufland Pay + XTRA bewusst gesetzt ist.
Für Österreich und die Schweiz ist die Aktion in dieser Form nicht automatisch übertragbar, weil sie an das deutsche Kaufland-Filialnetz und dessen Ladepunkte gekoppelt ist. Wer aber grenznah unterwegs ist, kann den Zeitraum natürlich mitnehmen – sofern Registrierung und Bezahlung funktionieren.
Wenn du die Preise gegen andere Anbieter halten willst, hilft dir unser Überblick zum Ladeanbieter-Vergleich 2026 mit Tarifen, Abos & Spartipps. Und falls du gerade öfter an sehr leistungsstarken Stationen lädst: Bei Tesla entwickelt sich das Thema ebenfalls schnell weiter, siehe Tesla Supercharger V4 mit bis zu 500 kW.
Technisch lohnt außerdem der Blick auf die Architektur-Frage, weil sie direkt beeinflusst, wie „viel“ du aus HPC/DC-Angeboten im Alltag wirklich rausholst: 800V vs. 400V – welche E-Auto-Architektur brauchst du 2026?



