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Mercedes GLC Elektro: Zwei neue Modelle ab 64.736 € bestellbar

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

11. Juni 2026·4 Min. Lesezeit
Mercedes GLC Elektro: Zwei neue Modelle ab 64.736 € bestellbar

Mercedes-Benz weitet seine elektrische Premium-Offensive im SUV-Kernsegment aus und öffnet die europäischen Bestellbücher für zwei weitere, deutlich günstigere Varianten des vollelektrischen GLC. Die neuen Modelle GLC 250 und GLC 300 4MATIC nutzen die hochmoderne MB.EA-M-Plattform und senken den Einstiegspreis der Baureihe um über 6.500 Euro. Mit serienmäßiger 800-Volt-Architektur und extrem kurzen Ladezeiten sagen die Stuttgarter Stromer der etablierten Konkurrenz aus München und Ingolstadt den Kampf an.

Nachschlag aus Stuttgart: Der elektrische Mercedes GLC wird bezahlbarer

Die Transformation im Hause Mercedes-Benz nimmt im volumenstarken SUV-Segment massiv an Fahrt auf. Nachdem der vollelektrische Mercedes GLC im vergangenen Herbst exklusiv als hochpreisiges Topmodell GLC 400 4MATIC debütierte, schieben die Schwaben nun die lang erwarteten Einstiegs- und Mid-Range-Versionen hinterher. Ab sofort sind der heckgetriebene GLC 250 sowie der allradgetriebene GLC 300 4MATIC im offiziellen Konfigurator freigeschaltet. Mit diesem Schritt drückt die Marke mit dem Stern den Einstiegspreis für ihr wichtigstes Elektro-SUV um mehr als 6.500 Euro nach unten.

Die strategische Bedeutung dieser Angebotserweiterung ist für die Stuttgarter kaum zu überschätzen. Der klassische Verbrenner-GLC gilt seit Jahren als globaler Bestseller der Marke – die konsequente Elektrifizierung dieses Kernmodells muss daher im Massenmarkt zünden. Mit den neuen Leistungsstufen attackiert Mercedes direkt den frisch gelisteten BMW iX3 40 der Neuen Klasse sowie den Audi Q6 e-tron. Die Auslieferungen der beiden neuen Modellvarianten für den deutschen Markt werden für das vierte Quartal Ende dieses Jahres erwartet.

MB.EA-M-Plattform: Konsequenter Abschied von alten Verbrenner-Kompromissen

Im Gegensatz zum ersten elektrischen EQC, der noch auf einer schweren und ineffizienten Mischplattform basierte, steht die neue elektrische GLC-Familie auf der dedizierten Architektur MB.EA-Medium (MB.EA-M). Diese reine Elektro-Plattform erlaubt ein optimales Packaging durch flach in den Fahrzeugboden integrierte Hochvoltspeicher und ultrakurze Energiepfade. Die wichtigste technologische Speerspitze der neuen Modelle ist das serienmäßige 800-Volt-Bordnetz. An einer entsprechenden HPC-Schnellladesäule ziehen die SUVs im Peak eine brachiale DC-Ladeleistung von bis zu 320 kW.

Unter realen Alltagsbedingungen auf der Langstrecke bedeutet das einen echten Komfortgewinn: Der Ladevorgang für den klassischen Hub von 10 auf 80 Prozent Ladestand (SoC) dauert an einer Ultraschnellladesäule gerade einmal 22 Minuten. Um an älteren 400-Volt-Säulen oder städtischen DC-Ladern keine Leistungseinbußen zu erleiden, bietet Mercedes ein optionales Konverter-Ladesystem für rund 655 Euro an. Wer den Stromer primär zu Hause an der Wallbox oder beim Arbeitgeber lädt, kann den serienmäßigen 11-kW-AC-Onboard-Lader gegen einen Aufpreis von ebenfalls 655 Euro auf alltagstaugliche 22 kW verdoppeln.

Technische Daten & Parameter Mercedes GLC 250 (Neu) Mercedes GLC 300 4MATIC (Neu) Mercedes GLC 400 4MATIC (Flaggschiff)
Antriebskonzept Heckantrieb (1x PSM-Motor hinten) Allradantrieb (2x PSM-Motoren) Allradantrieb (2x PSM-Motoren)
Systemleistung 260 kW (349 PS) 310 kW (416 PS) 360 kW (489 PS)
Beschleunigung (0-100 km/h) / Vmax 5,9 Sekunden / 210 km/h 4,7 Sekunden / 210 km/h 4,3 Sekunden / 210 km/h
Batterie-Kapazität (Nutzbar) 85,0 kWh netto 85,0 kWh netto 94,0 kWh netto
Maximale Reichweite (WLTP) Bis zu 647 km Bis zu 613 km Bis zu 673 km (Long Range Ed.: > 700 km)
Maximale Ladeleistung (DC) Bis zu 320 kW (800 Volt) Bis zu 320 kW (800 Volt) Bis zu 330 kW (800 Volt)
Anhängelast (Gebremst) 2,2 Tonnen 2,4 Tonnen 2,4 Tonnen
Offizieller Basis-Listenpreis 64.736 Euro 68.306 Euro 71.281 Euro

Real-World-Impact: Kleinere Batterie sorgt für höhere Klettereffizienz

Um die attraktiven Einstiegspreise zu realisieren, spendiert Mercedes den beiden neuen Derivaten ein kleineres Akkupaket mit 85 kWh nutzbarem Energieinhalt, während das Topmodell GLC 400 weiterhin aus den vollen 94 kWh schöpft. Das bringt im Real-World-Einsatz jedoch einen überraschenden Vorteil mit sich: Durch das spürbar geringere Gewicht der kleineren Batterie agiert vor allem der heckgetriebene GLC 250 im urbanen Stop-and-Go-Verkehr und auf hügeligen Etappen extrem effizient. Mit einer maximalen WLTP-Reichweite von stolzen 647 Kilometern schlägt der Basis-Stromer den schwereren Allradler GLC 300 4MATIC (613 Kilometer) auf der Langstrecke deutlich.

"Die Einführung der 85-kWh-Batterie zeigt, dass Mercedes den Spagat zwischen Premium-Reichweite und Gewichtsoptimierung meistert. Der GLC 250 beweist als hocheffizienter Hecktriebler im Alltag, dass man für maximale Kilometerleistung nicht zwingend den größten und schwersten Akku mitschleppen muss."

Für den harten Alltags- und Freizeiteinsatz punkten die elektrischen SUVs zudem mit einer herausragenden Praktikabilität im Segment. Der GLC 250 darf stattliche 2,2 Tonnen an den Haken nehmen, während die Allrad-Versionen GLC 300 und 400 mit einer maximalen Anhängelast von bis zu 2,4 Tonnen glänzen – ein Spitzenwert für kompakte Premium-Stromer, der vor allem Besitzer von Pferde- oder Bootsanhängern überzeugen dürfte. Zudem schluckt der vordere Kofferraum (Frunk) mit 128 Litern Volumen problemlos alle Ladekabel und Schmutzutensilien, wodurch der reguläre 570-Liter-Heckkofferraum vollständig für das Reisegepäck unangetastet bleibt.

Umfangreiche Serienausstattung und die Aufpreis-Falle im Cockpit

Ab Werk rollen die neuen Modelle bereits ordentlich ausgestattet zum Kunden. Ein großes Panorama-Glasschiebedach, lichtstarke LED-Scheinwerfer, eine Rückfahrkamera sowie eine vollautomatische Klimaautomatik nebst einer Armada moderner Assistenzsysteme sind in den Basispreisen von 64.736 Euro respektive 68.306 Euro bereits vollumfänglich enthalten. Das Interieur glänzt zudem ab Werk mit einer offiziellen, veganen Nachhaltigkeits-Zertifizierung der Sitzbezüge und Armaturen-Oberflächen.

Typisch für die Marke gestaltet sich der Blick auf die digitale Aufpreisliste gewohnt kostspielig. Wer das vielgepriesene, futuristische Cockpit-Erlebnis sucht, muss zu vorkonfigurierten Ausstattungspaketen greifen, da sich die Bildschirme nicht separat ordern lassen. Der MBUX Superscreen inklusive des separaten 14-Zoll-Beifahrerdisplays hält erst im "Advanced Plus Paket" für saftige 3.570 Euro Aufpreis Einzug. Das visuelle Nonplusultra – der massive MBUX Hyperscreen, der sich nahtlos über die gesamte Fahrzeugbreite spannt – ist sogar exklusiv an das "Premium Plus Paket" gekoppelt, welches das Budget mit heftigen 11.305 Euro zusätzlich belastet. Die Produktpipeline in Stuttgart ist damit aber noch nicht erschöpft: Für das kommende Jahr sind bereits ein reichweitenoptimierter GLC 300+ mit dem großen 94-kWh-Akku, eine Budget-Einstiegsversion mit 230 kW und 64-kWh-Batterie sowie ein brachiales AMG-Performance-Modell mit fast 1000 PS angekündigt.

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