Mercedes verabschiedet sich vom EQ-Kürzel, und zwar diesmal komplett
Mercedes ordnet seine Elektro-Namen erneut neu und streicht das EQ-Kürzel jetzt auch im Konfigurator. Statt „EQ“ steht bei den Ausführungen nur noch elektrisch oder Elektro. Im Marketing ist zum Beispiel von „der elektrischen C-Klasse“ die Rede, im Konfigurator tauchen Bezeichnungen wie C400 4Matic elektrisch auf.
Das ist bereits die nächste Umbenennung innerhalb weniger Jahre. Erst wurden bekannte Modellnamen stark umgebaut, aus GLA und GLB wurden EQA und EQB, dazu kamen EQE und EQS als elektrische Topmodelle.
Was sich im Alltag ändert, weniger Rätselraten im Konfigurator
Spannend ist nicht nur das Weglassen von EQ, sondern die neue Darstellung: Elektroversionen werden im Konfigurator separat geführt. Früher liefen mehrere Antriebe oft in einer gemeinsamen Übersicht, das war gerade bei ähnlichen Leistungsstufen schnell unübersichtlich.
Für dich als Käufer bringt das vor allem eins: schnelleres Filtern. Wer gezielt ein E-Auto sucht, landet nicht mehr automatisch zwischen Diesel, Benzin und Plug-in Varianten.
Auch am Heck dürfte künftig kein EQ mehr stehen
Die Umstellung deutet darauf hin, dass Mercedes das EQ-Kürzel künftig auch an den Fahrzeug-Badges nicht mehr prominent nutzen will. Nach außen bleibt dann im Zweifel eine Bezeichnung wie „CLA 200“, ob elektrisch oder Verbrenner erkennt man nicht mehr zwingend am Namen.
Mercedes setzt bei der Benennung künftig auf klassische Modellfamilien, die Antriebsart wird über „elektrisch“ gekennzeichnet, nicht über ein eigenes EQ-Label.
Einordnung: So machen es BMW und Audi
Andere Hersteller bleiben bei ihren Strategien. BMW setzt weiter auf ein vorangestelltes „i“, also 3er und i3 sowie X3 und iX3. Audi nutzt weiterhin das angehängte e-tron, um E-Varianten schnell erkennbar zu machen.
Elektroquatsch-Meinung: Gut für die Orientierung, aber riskant beim Wiederverkauf
Die Trennung im Konfigurator ist ein echter Usability-Gewinn. Das Weglassen von EQ kann aber im Alltag auch Reibung erzeugen, etwa beim schnellen Erkennen im Gebrauchtmarkt oder bei der Kommunikation mit Versicherung, Werkstatt und Ladeanbietern, wenn die Modellbezeichnung weniger eindeutig ist.
Wenn Mercedes dabei bleibt, wird es umso wichtiger, dass Daten wie Akkugröße, Ladeleistung und Reichweite in den Angebotslisten klarer ausgewiesen werden als bisher.


