Flaggschiff im "Modern Solid"-Look: Skoda zeigt das Gesicht des Peaq
Skoda baut sein elektrisches Portfolio konsequent nach oben aus und gewährt mit ersten offiziellen Exterieurskizzen einen tiefen Einblick in das Design des neuen Skoda Peaq. Das rund 4,87 Meter lange SUV-Flaggschiff basiert auf der MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns und ist die direkte Serienversion der bekannten Konzeptstudie Vision 7S. Mit Platz für bis zu sieben Personen soll der tschechische Stromer ab Spätsommer 2026 im Segment der großen Familien-SUVs auf Kundenfang gehen.
Die optische Neuausrichtung markiert einen harten Schnitt zu den bisherigen Modellen. Skoda setzt beim Peaq erstmals vollumfänglich auf die neue Designsprache "Modern Solid". Diese zeichnet sich durch minimalistische, flächige Karosserieformen und eine bullige Frontpartie aus, die den Fokus auf Aerodynamik und Status legt. Das bisherige Marken-Gesicht weicht dem sogenannten "Tech-Deck-Face" – einer geschlossenen, glänzend schwarzen Paneele, hinter der sich die gesamte Sensorik für die Assistenzsysteme verbirgt.
Markante Lichtsignatur als gestalterische Klammer
An der Front dominieren extrem schlank gezeichnete, T-förmige LED-Matrix-Scheinwerfer. Zusammen mit einer durchgehenden LED-Lichtleiste über der Kühlerfront entsteht ein rahmenartiges Schleifenmotiv, das die visuelle Breite des Fahrzeugs betont. Ein mächtiger, vulkanförmig modellierter Stoßfänger schließt die Front nach unten hin ab und sorgt für einen extrem robusten Auftritt im Rückspiegel. Nahtlos integrierte, bündige Türgriffe und eine hohe Schulterlinie strecken die Silhouette in der Seitenansicht.
Am Heck greifen die Designer das Schleifenmotiv der Front konsequent wieder auf. Die T-förmigen Heckleuchten umschließen die Kofferraumklappe und bilden das hintere Gegenstück zur Lichtsignatur der Fahrzeugfront. Mit einem Radstand von knapp drei Metern rückt der Peaq visuell und technisch in eine Liga mit Oberklasse-Stromern wie dem Kia EV9 oder dem Volvo EX90, dürfte sich preislich jedoch spürbar darunter einreihen.
Technische Basis: Drei Leistungsstufen und bis zu 600 Kilometer Reichweite
Obwohl Skoda sich bei der aktuellen Design-Veröffentlichung bezüglich der technischen Spezifikationen noch bedeckt hält, sind die Eckdaten der Plattform für das Modelljahr 2026 bereits gesetzt. Das Flaggschiff startet mit Heck- und Allradantrieb sowie zwei Batteriegrößen. Das Topmodell "Peaq 90" nutzt die modernisierte Zellchemie des VW-Konzerns mit einem 91-kWh-Akku (brutto), was im Alltag für reale Reichweiten von über 600 Kilometern sorgen soll. Geladen wird serienmäßig an HPC-Stationen mit kurzen Standzeiten von unter 30 Minuten für den klassischen Hub von 10 auf 80 Prozent.
| Modellvariante | Antriebsart | Leistung | Batteriekapazität (brutto) | Erwartete Reichweite (WLTP) |
|---|---|---|---|---|
| Peaq 60 | Heckantrieb (RWD) | 150 kW (204 PS) | 63 kWh | ca. 400 km |
| Peaq 90 | Heckantrieb (RWD) | 210 kW (286 PS) | 91 kWh | über 600 km |
| Peaq 90x | Allradantrieb (AWD) | 220 kW (299 PS) | 91 kWh | ca. 550 km |
Der Real-World-Impact: Praktischer Nutzwert für Familien
Für den Alltag von Familien und Langstreckenfahrern liefert Skoda mit dem Peaq ein wichtiges Argument: echten Nutzwert ohne Premium-Aufpreis. Der üppige Radstand ermöglicht drei vollwertige Sitzreihen, wobei selbst bei voller Bestuhlung noch knapp 300 Liter Kofferraumvolumen für Einkäufe zur Verfügung stehen. Werden die hinteren Sitze im Boden versenkt, wächst der Laderaum auf über 1.000 Liter an. Ein zusätzlicher, 37 Liter fassender Frunk unter der Fronthaube nimmt die Ladekabel auf, sodass der Kofferraum frei bleibt.
"Der Peaq beweist, dass Skoda seine Tugenden auch in der Elektro-Ära nicht verliert. Das 'Modern Solid'-Design verleiht dem Wagen die nötige Präsenz auf der Straße, während das flexible Innenraumkonzept und Features wie bidirektionales Laden (V2L) den gewohnten Nutzwert im Alltag sicherstellen."
Im komplett vegan gestalteten Cockpit übernimmt ein freistehender 13,6-Zoll-Touchscreen im Hochformat die zentrale Steuerung. Ein Augmented-Reality-Head-up-Display spiegelt Navigationshinweise virtuell auf die Straße. Wer den neuen Riesen aus Tschechien ungetarnt sehen möchte, muss sich nicht mehr lange gedulden: Die offizielle Weltpremiere findet am 23. Juni 2026 um exakt 18:25 Uhr im französischen Monnetier-Mornex statt. Unmittelbar danach soll der Online-Konfigurator freigeschaltet werden, der eigentliche Bestellstart im Handel ist für August 2026 geplant.



