Update 2026.20.6.6 ist da, inklusive FSD v14.3.5
Tesla verteilt seit dem Wochenende die Firmware 2026.20.6.6. Mit an Bord ist Full Self-Driving (Supervised) v14.3.5, also ein frischer FSD-Build, der auf die Version v14.3.4 vom Vormonat folgt.
Für Fahrer auf dem FSD-Zweig ist das vor allem ein praktischer Brückenschlag: Funktionen aus dem allgemeinen 2026.20-Feature-Set landen damit auch bei FSD-Nutzern, plus Bugfixes und spürbare Komfort-Verbesserungen.
Technik-Check: Was genau kommt mit dem Rollout?
| Bereich | Neu mit 2026.20.6.6 / FSD v14.3.5 | Alltagsnutzen |
|---|---|---|
| FSD-Software | FSD (Supervised) v14.3.5 | Bugfixes und Feinschliff bei Fahrverhalten und Komfort |
| Sicherheit | Blind-Spot-Warnungen beim Parken für Model Y sowie Model S/X ab Baujahr 2021+ | Türöffnen wird sicherer, Warnung vor Radfahrern und herannahenden Fahrzeugen |
| Privatsphäre | Verschlüsselung von Dashcam- und Sentry-Clips auf USB, standardmäßig aktiv | Aufnahmen sind besser geschützt, falls der Stick entwendet wird |
| App | FSD-Status und blaue FSD-Route in der Live-Visualisierung, inklusive Rainbow-Road-Easter-Egg | Du siehst aus der Ferne leichter, ob FSD aktiv ist und was das Auto "plant" |
| Kameras | Multi-Kamera-Grid während der Fahrt frei nutzbar, nicht mehr nur als Diagnose-Tool | Mehr Überblick, einzelne Kamera per Tap groß schaltbar |
| Family | Neue Parental Controls für Browser, Theater und Arcade (Controls > Safety) | Weniger Ablenkung, einfacher "Teen-Modus" für Medien und Games |
| Assistant | Grok in weiteren Ländern (u. a. Japan, Singapur, Hongkong) | Für FSD derzeit zweitrangig, da FSD dort (noch) nicht verfügbar ist |
Die wichtigsten Neuerungen im Alltag, kurz und konkret
Das Highlight für viele dürfte die freigeschaltete Multi-Kamera-Ansicht während der Fahrt sein. Bisher war das Raster eher als Diagnose gedacht und praktisch nur im Stand sauber nutzbar. Jetzt lässt sich das Grid jederzeit öffnen, auch auf der Autobahn, und einzelne Views lassen sich direkt großziehen.
Praktisch ist auch die neue FSD-Anzeige in der Tesla-App. Wenn jemand anders fährt oder du dein Auto im Blick behalten willst, ist es hilfreich zu sehen, ob FSD aktiv ist und wie die Route in der Visualisierung aussieht.
Sicherheits-Upgrade: Blind-Spot-Warnungen beim Türöffnen kommen breiter
Tesla erweitert die Blind-Spot-Warnung im Parkzustand auf Model Y sowie Model S und Model X ab Baujahr 2021+. Das Auto warnt Insassen vor Fahrzeugen oder Radfahrern, die sich im toten Winkel nähern, bevor jemand die Tür öffnet.
Das ist kein nerdiges Detail, sondern genau die Art Feature, die im Alltag echte Schäden verhindert, inklusive klassischem "Dooring" in der Stadt.
Datenschutz: Dashcam- und Sentry-Aufnahmen werden verschlüsselt
Mit 2026.20 werden Dashcam-Clips und Sentry-Mode-Dateien auf dem USB-Speicher verschlüsselt. Das ist standardmäßig aktiv, lässt sich aber in den Einstellungen abschalten, über den Schalter Encrypt Dashcam Recordings unter Controls > Safety.
Für dich heißt das: Wenn jemand an deinen Stick kommt, ist das Material nicht mehr so einfach auslesbar.
Erste Eindrücke: weniger "Lenk-Twitch" und besseres Parken
In ersten Tests fällt vor allem auf, dass ein nerviger Bug offenbar entschärft wurde: ein Lenk-Zucken beim Einfädeln in Abbiegespuren, besonders bei breiten Trennflächen zwischen Geradeaus- und Abbiegespur. Der Tester berichtet, dass das Problem auf einer zuvor reproduzierbaren Stelle mit v14.3.5 nicht mehr auftrat.
"Bei v14.3.4 hatte ich ein Zucken beim Einfahren in Abbiegespuren, an einer Stelle jedes Mal. Mit v14.3.5 bin ich dort drei Runden gefahren, ohne ein einziges Problem."
Auch Autoparken wirkt laut dem Test spürbar runder: schnellerer Ansatz, sauberere Lenkbewegungen und in den meisten Fällen besser zentriert. Zusätzlich soll die Parkplatzwahl häufiger sinnvoll sein, eher nahe am Ziel statt irgendwo weit hinten.
Weniger "Nag" in der Stadt, aber schnelleres Eingreifen wenn es blinkt
Tesla justiert außerdem die Fahrerüberwachung per Innenkamera. Beobachtung aus dem Test: In der Stadt wirkt das System etwas weniger streng, aber wenn die Aufforderung kommt, bleibt weniger Zeit zu reagieren.
Wer gern in den aggressiveren Profilen unterwegs ist, bekommt ebenfalls Feinschliff: Hurry und Mad Max sollen sehr bestimmt fahren, inklusive guter Spurwahl, gleichzeitig aber bei kritischen Situationen wie ungeschützten Abbiegern weiterhin vorsichtig bleiben.
Elektroquatsch-Impact: Für wen lohnt sich das Update besonders?
Wenn du FSD nutzt, sind es diesmal nicht nur kleine Release-Notes. Multi-Kamera während der Fahrt und FSD-Status in der App sind echte Bedien- und Kontroll-Verbesserungen. Die Blind-Spot-Warnung beim Türöffnen ist ein Safety-Plus, das du hoffentlich nie brauchst, aber wenn doch, bist du froh drum.
Und beim Kernpunkt FSD gilt wie immer: v14.3.5 bleibt Supervised. Die spannendste Nachricht ist daher nicht Marketing, sondern dass Tesla offenbar weiter an den typischen "Rucklern" arbeitet, die im Alltag Vertrauen kosten.
Passend dazu: Wenn du Teslas FSD-Entwicklung in Europa verfolgst, schau dir auch unsere Einordnung zur Tesla FSD Global Roadmap 2026 an. Und falls du auf HW3 unterwegs bist, wichtig ist der Zeitplan zu FSD v14 Lite für HW3. Zum Lade-Alltag passt außerdem unser Überblick zu Tesla Supercharger V4 mit bis zu 500 kW.


