Bei Tesla wird’s heute gleich doppelt spannend: Einerseits sickert durch, dass ausgewählte europäische Sammler geheime Kauf-Einladungen für das Model S „Signature“ bekommen – streng limitiert, diskret über Sales-Advisor und ohne das in Europa offenbar weiter außen vor bleibende Model X. Andererseits richtet sich der Blick an die Börse: In der Q2-2026-Prognose erwartet Wall Street rund 406.000 Tesla-Auslieferungen, getragen vor allem von Model 3 und Model Y, während Model S und Model X in der Bilanz zum letzten Mal auftauchen – und auch das Energiespeicher-Geschäft soll wieder deutlich anziehen.
Im urbanen Segment kommt Bewegung rein: Mit Smart #2 bringt Smart den Fortwo-Geist als Elektro-Zweisitzer zurück, verspricht rund 300 km WLTP und peilt einen Einstiegspreis unter 22.500 Euro an – eine klare Ansage an alle günstigen City-Stromer. Politisch wird’s derweil grundsätzlicher: Der Polestar-Chef fordert, dass die EU am Verbrenner-Aus 2035 festhält, lehnt Hybrid-Kompromisse ab und bringt zugleich europäische Zellfertigung als strategisches Signal ins Spiel.
Auch bei den Premiums knistert’s: Ferrari verteidigt beim E-Auto „Luce“ das polarisierende Design und setzt auf die „erst verstehen, dann fühlen“-Nummer – mit Quad-Motor-Technik und jenseits der 1.000 PS soll der Funke am Ende doch überspringen. Porsche dagegen denkt in alle Richtungen gleichzeitig: Ein neues Patent beschreibt einen V8-Antrieb, der EV, Hybrid, Range-Extender und reinen Verbrenner in einer Hardware vereinen soll – inklusive extrem asymmetrischer Zylinderabschaltung und Keramikteilen fürs Sparprogramm im Generatorbetrieb.
Praktisch wird’s beim Laden: Electra macht den Schritt vom Schnellladebetreiber zum Anbieter für die große Ladenetz-Suche, denn die Electra-eMSP-App bündelt jetzt über 800.000 Ladepunkte in Europa, sortiert sie per Echtzeit-Algorithmus nach Preis, Leistung und Zuverlässigkeit – und streicht Roaming-Aufschläge für Fremdnetze. Und wer gerade eher den Gebrauchtmarkt beobachtet: Laut Auswertung zum Elektro-Gebrauchtwagenmarkt verdoppelt der VW-Konzern seinen Anteil auf knapp 38 Prozent, während Tesla spürbar nachlässt – ID.3, ID.4 und Enyaq landen dabei preislich attraktiv ganz vorne in den Charts.