Los ging’s heute mit cleveren Ideen rund ums Laden: Nissan zeigt mit einem vollautomatischen V2G-Ladesystem ohne Stecker, wie bidirektionales AC-Laden künftig einfach nebenbei beim Parken laufen könnte – Kabel raus, Auto drauf, fertig. Und auch Vattenfall will den Reibungsverlust im Alltag loswerden: Mit „Seamless Charging“ soll das Laden an InCharge-Stationen ab Herbst/Winter 2026 ohne App, Karte oder Gefummel starten, nach einmaliger Registrierung dann automatisch inklusive Bezahlung (zum Start u. a. mit kompatiblen Volvo- und Tesla-Modellen).
Politisch und beim Markt wird’s derweil spürbar ernster: Der Rückenwind durch hohe Zulassungen stützt laut EU-Kommission die Debatte um strengere CO₂-Flottenregeln, auch wenn das Ringen um 2035 und die Details weiter offen bleibt. Passend dazu zeigen die Zahlen, wie schnell sich die Lage dreht: Im bisherigen EU-Jahr 2026 liegt der Anteil reiner Stromer schon bei 20 Prozent, während Verbrenner verlieren und chinesische Hersteller zulegen – die Details dazu in unserem Überblick zum EU-E-Auto-Markt. Und wer jetzt nach „Schonfristen“ ruft, bekommt Gegenwind: In unserem Kommentar zu CO₂-Flottenzielen geht’s darum, warum Aufweichungen kurzfristig bequem wirken, Europa aber beim Tempo von China, Korea und den USA langfristig teuer zu stehen kommen können.
Bei den Herstellern gab’s ebenfalls ein volles Brett: Tesla plant in Grünheide den nächsten Schritt – mit Ausbauplänen für ein neues Werkgebäude und einen modernisierten Bahn-Hub, um Logistik und künftige Europa-Produkte zu stemmen. BMW kontert auf der Produktseite und stellt für die nächste X5-Generation einen großen Elektro-Ansatz in Aussicht: Der BMW iX5 soll bis zu 460 kW Ladeleistung und je nach Variante bis zu 845 km Reichweite bekommen – samt dickem 141-kWh-Akku. Im Luxus-Segment setzt JLR bewusst auf Abstand statt Gleichstand: Warum der Range Rover EV gezielt teurer als der Verbrenner positioniert werden soll und was in den nächsten 18 Monaten an neuen E-Modellen kommt, haben wir ebenfalls aufgedröselt. Und Subaru lockt mit Sicherheit, aber nicht ohne Bedingungen: Bei 10 Jahren Garantie für die neuen E-Modelle ist die jährliche bzw. 15.000-km-Pflicht in der Vertragswerkstatt der entscheidende Haken.
Tesla war heute überhaupt Dauerbrenner – auch bei Praxis und Software: Ein Realtest zeigt, dass das Model 3 RWD die EPA-Reichweite schlagen kann, wobei der Artikel vor allem erklärt, warum solche Abweichungen meist mehr über Bedingungen und Effizienz als über „Wunderakkus“ sagen. Für Android-Nutzer gibt’s außerdem ein längst fälliges Komfort-Upgrade: Mit Live-Updates in der Tesla-App lassen sich Supercharging-Session, Zeit und Kostenschätzung direkt in interaktiven Benachrichtigungen verfolgen, ohne die App zu öffnen. Und Richtung Robotaxi wird es konkreter: Teslas First-Responder-Dokument liefert neue Details zum Cybercab, von Dual-Batterie-Setup über externe Kommunikation bis hin zu Abschlepppunkten und Sicherheitslogik – und damit ein klareres Bild, wie Tesla den geplanten Level-4-Betrieb absichern will.