Bei ElektroQuatsch war heute viel Bewegung drin: In der Fleet-Charging-Studie 2026 wird klar, dass die Elektrifizierung von Unternehmensflotten seltener am Fahrzeugpreis scheitert, sondern eher an „anderen Prioritäten“ – und dass Lademanagement-Software zunehmend zur zentralen IT-Schaltstelle wird. Dazu passt, dass EnBW den Ausbau öffentlicher Ladepunkte stärker nach Wirtschaftlichkeit ausrichtet: weniger Masse um jeden Preis, mehr Fokus auf gute Standorte, hohe Auslastung und Schnellladen.
Politik und Markt greifen heute gleich mehrfach ineinander: Während Supercredits als möglicher Bonus-Mechanismus für kleine E-Autos in der EU diskutiert werden, zeigt Teslas Preiserhöhung in Südkorea trotz startender Subventionsrunde, wie wenig Förderlogik automatisch bei Käufern ankommt. Gleichzeitig meldet das KBA starke Zahlen: Die E-Auto-Zulassungen in Deutschland sind im Juni 2026 um 78% gestiegen, mit 28,4% Marktanteil – und gerade bei Importmarken stechen Tesla und BYD prozentual heraus. Bei BYD geht’s hierzulande auch strukturell voran: 200 Händlerverträge sind unterschrieben, das Netz soll bis Ende 2026 auf rund 350 Standorte wachsen.
Bei den Herstellern gab’s daneben auch Gegenwind und Umbaupläne: Der Produktionshochlauf des Elektro-GLC stockt offenbar wegen Batterien und Bordnetzen, Mercedes spricht von Problemen bei wenigen Zulieferern, die man gemeinsam gelöst habe – nur laufen die Auslieferungen in Europa bisher langsamer als erhofft. Und strategisch richtet sich der Konzern neu aus, denn Mercedes baut Ungarn zum zentralen europäischen Werk aus – inklusive neuer E-Modelle und vermutlich der „kleinen G“ ab 2027, während in Deutschland der Kostendruck weiter Thema bleibt. Bei Stellantis/Jeep wird ebenfalls nachgeschärft: Jeep plant eine Europa-Offensive mit sechs Modellen bis 2030, darunter ein Elektro-Import (Recon) und später ein Dongfeng-SUV mit PHEV- und Range-Extender-Ansatz.
Tesla war heute gleich mehrfach in den Schlagzeilen – von Zahlen bis Software: Mit rund 480.000 Auslieferungen in Q2 2026 liegt Tesla über vielen Erwartungen, was in Europa auch deshalb genau beobachtet wird, weil die FSD-Debatte weiter Fahrt aufnimmt. Praktisch wird’s beim Laden: Google Maps zeigt jetzt nicht nur Live-Belegung, sondern auch eine Ankunfts-Prognose für freie Supercharger-Stalls – besonders relevant für Nicht-Tesla-EVs mit „Google Maps built-in“. Und fürs Nerd-Regal gab’s noch einen Blick in die Patent-Schublade: Ein Cybercab-Designpatent zeigt goldene Aero-Radkappen plus ein ungewöhnliches Setup mit unterschiedlichen Radgrößen und Frontantrieb.
Zum Schluss noch Video-Nachschub von Nico: In seinem Kalifornien-Vergleich zwischen Tesla Robotaxi und Waymo geht’s darum, wie sich autonomer Fahrservice in der Praxis wirklich anfühlt – und wer im Alltag gerade die Nase vorn hat.