In der 77. ElektroQuatsch-Folge zerlegen Nico und Constantin das erste Halbjahr 2026 mit Humor und einer Portion Kopfschütteln. Gleich zu Beginn geht es um einen Lade-Fail bei Aral Pulse, bei dem Nico wegen des günstigeren App-Tarifs mehrfach umstöpseln musste und am Ende an einer Aktivierungssperre für Neukunden hängen blieb, laut Hotline dauert das 24 Stunden.
Danach wird es grundsätzlich, weil die beiden an Beispielen über „Fake-Emotionen“ im Auto sprechen. Beim getesteten Kia EV9 GT geht es um künstliche Verbrenner-Sounds und simulierte Schaltvorgänge samt Ruckeln, also Features, die eher Verbrenner-Gefühl nachbauen sollen als das E-Auto-Erlebnis zu feiern.
Den Vogel schießt aus ihrer Sicht Ferrari ab, beim neuen „12 Cilindri“ soll trotz Automatik ein elektronisches Kupplungspedal und eine H-Schaltung verbaut sein, damit man den Verbrenner sogar künstlich abwürgen kann. Nico und Consti ordnen das als absurd konsequente Nostalgie ein, technisch möglich, aber schwer zu erklären, warum man sich so etwas freiwillig ins Auto holt.
Zum Schluss wird es wieder zahlenlastig: In Deutschland steigt der E-Auto-Anteil laut Episode auf 28,4 Prozent, angeführt vom Tesla Model Y, gleichzeitig geraten deutsche Traditionshersteller stärker unter Druck. Bei Mercedes geht es um schrumpfende heimische Kapazitäten zugunsten von Ungarn und Proteste von bis zu 20.000 Mitarbeitenden in Sindelfingen gegen den Sparkurs, bei VW sorgt ein ID.Tiguan-Erlkönig im ID.4-Look für Stirnrunzeln, außerdem gibt es Kritik aus ehemaligen VW-China-Kreisen an alten Strukturen und Ineffizienz.


