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BMW USA: Gesamtverkäufe steigen, Elektroautos rutschen ab, iX3 soll im September drehen

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

14. Juli 2026·4 Min. Lesezeit
BMW USA: Gesamtverkäufe steigen, Elektroautos rutschen ab, iX3 soll im September drehenBild: BMW

BMW legt in den USA im zweiten Quartal 2026 deutlich zu, ausgerechnet bei den Plug-ins läuft es aber schief. Plug-in-Hybride wachsen, reine E-Autos brechen laut Schätzungen stark ein. Hoffnungsträger ist der neue iX3 mit rund 100.000 Vorbestellungen weltweit.

BMW verkauft in den USA mehr Autos, aber weniger Plug-ins

BMW hat im 2. Quartal 2026 in den USA insgesamt einen starken Lauf hingelegt. Die Marke kommt auf 102.713 ausgelieferte Fahrzeuge, das sind plus 13% im Jahresvergleich.

Der Haken: Ausgerechnet bei den elektrifizierten Modellen zeigt die Kurve nach unten. BEV und PHEV zusammen liegen bei den Auslieferungen minus 18,1%.

PHEV wachsen, also müssen die BEV stärker gefallen sein

BMW nennt für die USA im Quartal keine getrennten Zahlen für reine E-Autos und Plug-in-Hybride, veröffentlicht aber einen entscheidenden Punkt. PHEV-Verkäufe steigen um 22,9%.

Wenn PHEV klar zulegen, die Summe aus BEV und PHEV aber deutlich fällt, ist die Richtung eindeutig: Die reinen Elektroautos haben in den USA überproportional nachgegeben.

Schätzungen aus dem US-Markt beziffern den Rückgang bei BMW BEV im Q2 auf rund minus 41%, konkret auf 6.547 Einheiten nach 11.094 im Vorjahresquartal.

Warum das für E-Autofahrer relevant ist

Für Käufer ist das kein abstraktes Börsenthema, es wirkt direkt im Alltag. Wenn ein Hersteller in einem Markt weniger BEV verkauft, wird es oft schwieriger, aggressive Leasingraten sowie kurze Lieferzeiten und eine breite Verfügbarkeit von Konfigurationen stabil zu halten.

Gleichzeitig zeigt der PHEV-Shift, wohin viele US-Kunden gerade ausweichen: Stecker drin, aber Verbrenner als Sicherheitsnetz. Das bremst den BEV-Druck im Handel und kann dazu führen, dass E-Modelle weniger stark gepusht werden als noch vor ein bis zwei Jahren.

Der iX3 soll im September die Trendwende bringen

BMW setzt kurzfristig vor allem auf zwei Produkte. Genannt werden der neue iX3 und ein überarbeiteter i7 für die USA.

Der iX3 gilt als besonders wichtig, weil er laut BMW bereits weltweit stark nachgefragt wird. Die globalen Bestellungen nähern sich 100.000, und das noch bevor er in den USA überhaupt im Showroom steht.

Der neue iX3 soll im September in den USA starten und BMWs Elektroabsatz dort spürbar anschieben.

Neue Klasse als Technik-Reset für BMW-Elektroautos

In der Pipeline stehen außerdem neue Generationen, die BMWs Elektroangebot in den USA ab 2027 breiter machen sollen. Genannt werden i3 und iX5, die 2027 in die USA kommen sollen.

BMW verknüpft diese nächste Welle mit Neue Klasse und stellt dafür sehr schnelles Laden sowie Reichweiten von über 400 Meilen in Aussicht. Umgerechnet sind das über 640 km, ob und wie das in WLTP oder EPA aussieht, bleibt für die Serienversionen entscheidend.

Wenn dich BMWs nächster Technik-Sprung interessiert, passt unser Blick auf den BMW iX1 2027 mit Neue Klasse Boost als Einordnung, was sich bei Plattform, Laden und Effizienz ändern dürfte.

Global sieht BMW bei E-Autos stabiler aus als in den USA

Spannend ist der Kontrast zum Weltmarkt. BMW und Mini kommen weltweit im Q2 zusammen auf 116.807 ausgelieferte BEV, das sind plus 5,2%.

In Europa springen die BEV-Auslieferungen im Q2 sogar auf plus 38% und 81.445 Fahrzeuge. Hier hilft, dass der neue iX3 bereits in ersten Märkten an Kunden geht.

Halbjahr 2026: EV-Zahlen weltweit im Minus

Über das erste Halbjahr betrachtet wird das Bild wieder rauer. Der BMW Konzern liefert weltweit bis Ende Juni 204.295 BEV aus, das sind minus 7,4% gegenüber 2025.

BEV und PHEV zusammen liegen im Halbjahr bei 295.407, ebenfalls minus 7,4%. Der weltweite Gesamtabsatz sinkt um 4,2%, getrieben von einem deutlichen Einbruch in China.

Elektroquatsch-Meinung: iX3 als Lackmustest für BMWs USA-Strategie

BMW beweist in den USA gerade, dass die Marke als Ganzes funktioniert. Dass die Plug-ins gleichzeitig abrutschen, ist ein Warnsignal, nicht nur für BMW, sondern für die gesamte Preisdynamik im US-EV-Markt.

Der iX3-Start im September wird zum Realitätscheck: Wenn ein frisches Modell mit starker Vorbestelllage und modernem Setup die Kurve nicht kriegt, muss BMW in den USA entweder noch stärker über Preise und Finanzierung gehen oder den Modellmix schneller erneuern. Wer 2026 oder 2027 einen BMW-Stromer plant, sollte genau hinschauen, wie sich Lieferbarkeit, Deals und Restwerte rund um den iX3-Launch bewegen.

Zahlen und Fakten im Überblick

Kennzahl Zeitraum Wert
BMW Gesamtverkäufe USA Q2 2026 102.713 (+13% YoY)
BMW BEV + PHEV USA (kombiniert) Q2 2026 -18,1% YoY
BMW PHEV USA Q2 2026 +22,9% YoY
BMW BEV USA (Schätzung) Q2 2026 6.547 (ca. -41% YoY)
BMW + Mini BEV weltweit Q2 2026 116.807 (+5,2% YoY)
BMW BEV Europa Q2 2026 81.445 (+38% YoY)
BMW Konzern BEV weltweit H1 2026 (bis Juni) 204.295 (-7,4% YoY)
BMW Konzern BEV + PHEV weltweit H1 2026 (bis Juni) 295.407 (-7,4% YoY)
iX3 USA Marktstart Plan September
iX3 globale Bestellungen Stand aktuell nahe 100.000
Neue Klasse Reichweite (BMW Aussage) Ankündigung über 400 Meilen (über 640 km)
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