Elektro-Revolution mit 670 PS: Der neue Dodge Charger Daytona kommt nach Deutschland
Die amerikanische Muscle-Car-Ikone erfindet sich komplett neu und bricht mit einem jahrzehntealten Dogma. Dodge hat offiziell die Bestellphase für die nächste Generation des Charger in Europa eröffnet. Im Jahr des 60-jährigen Markenjubiläums rollt der Dampfhammer als hochmoderne Multi-Energie-Baureihe an, die wahlweise als zweitüriges Coupé oder als viertürige Limousine konfiguriert werden kann. Der offizielle Import und Service in Deutschland wird über den erfahrenen Spezialisten KW Automotive abgewickelt, während Iron Parts die lückenlose Ersatzteilversorgung garantiert.
Die technische Basis für diesen radikalen Wandel liefert die brandneue STLA-Large-Plattform des Mutterkonzerns Stellantis. Diese extrem flexible Architektur wurde von Grund auf so konzipiert, dass sie sowohl batterieelektrische Antriebe (BEV) als auch hocheffiziente Verbrennungsmotoren ohne konzeptionelle Kompromisse beherbergen kann. Das vollelektrische Flaggschiff hört auf den traditionsreichen Namen Charger Daytona und wird in den zwei extremen Leistungsstufen R/T und Scat Pack angeboten, die beide serienmäßig über einen vollvariablen Allradantrieb verfügen.
Daytona Scat Pack: Urgewalt auf der Viertelmeile
An der absoluten Spitze des Elektro-Portfolios thront der martialische Charger Daytona Scat Pack. Zwei Elektromotoren – jeweils einer pro Achse – generieren im Zusammenspiel eine brutale Systemleistung von 500 kW (670 PS). Aktiviert der Fahrer per Knopfdruck am Lenkrad den sogenannten "PowerShot"-Modus, werden für zehn Sekunden zusätzliche 29 kW (40 PS) freigeschaltet. Damit katapultiert sich das schwere Coupé in gerade einmal 3,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 96 (60 mph) und brennt eine Fabelzeit von 11,5 Sekunden in den Asphalt der klassischen Viertelmeile.
Wer es etwas defensiver mag, greift zur R/T-Variante, die mit 400 kW (536 PS) immer noch üppig motorisiert ist und den Standardsprint in 4,2 Sekunden absolviert. Als Energiespeicher nutzen beide Versionen eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer stattlichen Bruttokapazität von 100,5 kWh. Während das Scat Pack aufgrund des enormen Leistungshungers auf eine WLTP-Reichweite von 418 Kilometern kommt, schafft die strömungsoptimierte R/T-Ausführung bis zu 510 Kilometer mit einer einzigen Akkuladung. An einer High-Power-DC-Schnellladesäule lässt sich die 400-Volt-Batterie mit bis zu 350 kW in rund 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden.
| Technische Daten & Specs | Dodge Charger Daytona R/T (BEV) | Dodge Charger Daytona Scat Pack (BEV) | Dodge Charger Sixpack H.O. (Verbrenner) |
|---|---|---|---|
| Antriebskonzept | Dual-Motor AWD (Elektro) | Dual-Motor AWD (Elektro) | 3.0L R6-Biturbo (Benzin) |
| Maximale Leistung | 400 kW (536 PS) | 500 kW (670 PS) / inkl. PowerShot | 405 kW (550 PS) |
| Beschleunigung (0-96 km/h) | 4,2 Sekunden | 3,3 Sekunden | 3,9 Sekunden |
| Viertelmeile-Zeit | 12,4 Sekunden | 11,5 Sekunden | 12,2 Sekunden |
| Batterie / Reichweite (WLTP) | 100,5 kWh / Bis zu 510 km | 100,5 kWh / Bis zu 418 km | Verbrennungsmotor / – |
| Einstiegspreis (DE-Import) | Ab ca. 70.000 Euro | Ab ca. 85.000 Euro (inkl. Track Pack) | Ab ca. 73.500 Euro |
Real-World-Impact: Der künstliche Auspuff erzeugt Gänsehaut
Die größte Herausforderung für Dodge bei der Transformation zum Elektroantrieb war der emotionale Faktor. Um die treue V8-Fangemeinde nicht zu verschrecken, verbauen die Amerikaner im Heck ein weltweit einzigartiges System namens "Fratzonic Chambered Exhaust". Dabei handelt es sich um einen künstlichen Kammer-Auspuff, der über physikalische Schallerreger im Unterboden den markerschütternden, tiefen Performance-Sound eines klassischen HEMI-V8 simuliert. Das System erreicht eine Lautstärke von bis zu 126 Dezibel und überträgt spürbare Vibrationen auf die Karosserie, wodurch der Charger im Stand an der Ampel genau wie sein legendärer Vorgänger spürbar bebt.
"Mit dem Charger Daytona EV beweisen wir, dass Elektromobilität nicht klinisch und langweilig sein muss. Wir nutzen die radikale Performance des Elektroantriebs, um das schnellste und lauteste Muscle Car der Welt zu bauen – verpackt in ein ikonisches Design mit dem revolutionären R-Wing-Luftkanal an der Front."
Für den harten Einsatz auf Rennstrecke und Dragstrip bietet Dodge für das Scat Pack ein optionales "Track Package" an. Dieses rüstet das Fahrzeug mit gewaltigen 16-Zoll-Brembo-Bremsscheiben und roten Sechskolben-Festsätteln an der Vorderachse aus, die das enorme Leergewicht von rund 2,6 Tonnen vehement einfangen. Gestaffelte 20-Zoll-Performance-Räder und ein adaptives Dual-Valve-Fahrwerk sorgen für exzellenten mechanischen Grip, während der integrierte "Drive eXperience Recorder" Telemetriedaten und hochauflösende Videos der Beschleunigungsläufe für die spätere Analyse aufzeichnet.
Biturbo-Alternative für traditionelle V8-Fans
Wer sich trotz des Fratzonic-Sounds partout nicht mit einem Ladekabel anfreunden kann, für den hält Dodge ein wichtiges Hintertürchen offen. Parallel zum Daytona EV schicken die Amerikaner den klassischen Charger Sixpack ins Rennen. Unter der bulligen Motorhaube mit dem beleuchteten Fratzog-Logo schlägt hier das mechanische Herz des neuen 3,0-Liter-Hurricane-Reihensechszylinders mit variabler Biturbo-Aufladung. In der High-Output-Variante (H.O.) leistet das Triebwerk stramme 550 PS (405 kW) und fegt in 3,9 Sekunden über die 96-km/h-Marke.
Im modernisierten Innenraum regiert ein fahrerorientiertes Digital-Layout. Die Passagiere nehmen auf tief montierten Performance-Sportsitzen Platz, die serienmäßig mit feinstem Leder bezogen sowie elektrisch beheizt und belüftet sind. Eine dynamische Ambientebeleuchtung mit 64 wählbaren Farben zieht sich in einem durchgehenden Band durch die Türtafeln. Die ersten Auslieferungen der amerikanischen Performance-Boliden auf deutschen Straßen werden ab September 2026 erwartet – die Preise für die Elektro-Einstiegsversionen starten via Direktimport bei rund 70.000 Euro, während das Scat-Pack-Topmodell die 85.000-Euro-Marke ins Visier nimmt.
