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EnBW hält Ladepreise stabil: E-Auto-Fahren 2026 nur halb so teuer wie Verbrenner

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

10. April 2026·2 Min. Lesezeit
EnBW hält Ladepreise stabil: E-Auto-Fahren 2026 nur halb so teuer wie Verbrenner

Trotz steigender Kraftstoffpreise infolge des Nahost-Konflikts gibt EnBW Entwarnung: Die Ladepreise bleiben vorerst stabil. In einem aktuellen Kostenvergleich zeigt der Energiekonzern, dass E-Auto-Fahrer ihre Mobilitätskosten gegenüber Benzin- oder Diesel-Fahrzeugen bei einer Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr etwa halbieren können.

EnBW setzt auf Preisstabilität: Elektro-Mobilität als Rettungsanker bei hohen Spritpreisen

Angesichts der massiv gestiegenen Preise für Benzin und Diesel – Benzin (E10) kletterte zuletzt auf 2,26 Euro, Diesel auf bis zu 2,47 Euro pro Liter – wächst die Sorge vor einer allgemeinen Teuerung der Mobilität. Martin Roemheld, seit Anfang 2026 Chef der EnBW mobility+, trat diesen Spekulationen nun entgegen: Für die Kunden des Marktführers bei Schnellladepunkten in Deutschland gibt es vorerst keine Preiserhöhungen. Das Ziel sei es, in unsicheren Zeiten Planbarkeit zu garantieren.

Die EnBW nutzt die aktuelle Situation für eine klare Ansage: Elektrisches Fahren ist finanziell attraktiver denn je. Während die jährlichen Treibstoffkosten für einen durchschnittlichen Verbrenner mittlerweile bei rund 2.600 Euro liegen, bietet das Laden an der Säule ein enormes Sparpotenzial. Besonders Viel- und Schnelllader profitieren von den stabilen Tarifen.

Die Rechnung: Über 1.300 Euro Ersparnis pro Jahr

Im direkten Vergleich bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern und einem durchschnittlichen E-Auto-Verbrauch von 20 kWh/100 km ergeben sich folgende Werte:

  • Verbrenner (Benzin/Diesel): ca. 2.600 € pro Jahr
  • Elektro (EnBW Ladetarif L): ca. 1.300 € pro Jahr (inkl. Grundgebühr)

Damit halbieren E-Auto-Fahrer laut EnBW ihre Energiekosten für die Fortbewegung. Wer zudem seinen Hausstrom über den Konzern bezieht, zahlt im L-Tarif sogar nur 35 Cent pro kWh, was das Schnellladen preislich fast auf das Niveau des Heimladens hebt (BDEW-Schnitt: 37 Cent/kWh).

"Wir sehen aktuell keine Notwendigkeit, unsere Preise anzupassen. Wer elektrisch fährt, schafft sich wertvollen Spielraum in der Haushaltskasse – ein Argument, das gerade jetzt schwer wiegt." – Martin Roemheld, EnBW mobility+.

Die EnBW-Ladetarife im Überblick (Stand April 2026)

Tarif Preis pro kWh Grundgebühr (Monat) Ersparnis vs. Verbrenner*
Ladetarif L 39 Cent (35 Cent für EnBW-Stromkunden) 11,99 € ca. 1.300 € p.a.
Ladetarif S 56 Cent 0,00 € ca. 900 € p.a.
*Basierend auf EnBW-Rechenbeispiel: 15.000 km Fahrleistung, Diesel 2,47 €/L, Benzin 2,26 €/L.

Infrastruktur und Förderung als Rückenwind

Neben den Ladekosten verweist die EnBW auch auf die geplante neue E-Auto-Förderung der Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz, die den Umstieg weiter erleichtern soll. Die Kombination aus staatlichen Anreizen und stabilen Betriebskosten könnte die derzeit etwas verhaltene Nachfrage nach Stromern wieder beleben. Besonders das Schnellladenetz der EnBW soll dabei als Rückgrat dienen, um die Alltagstauglichkeit auch für Mieter ohne eigene Wallbox sicherzustellen.

Fazit: Kalkulierbare Kosten als Wettbewerbsvorteil

In einem Marktumfeld, das von volatilen Ölpreisen und geopolitischen Spannungen geprägt ist, positioniert sich die EnBW als verlässlicher Partner für E-Mobilisten. Das Versprechen stabiler Preise bei gleichzeitig steigenden Spritkosten macht das Elektroauto nicht mehr nur zu einer ökologischen, sondern zu einer zwingenden ökonomischen Entscheidung für viele Haushalte.

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