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Generation Z bevorzugt Verbrenner, was wirklich dahinter steckt

Constantin Hoffmann
Constantin Hoffmann
3. August 2026·3 Min. Lesezeit
Generation Z bevorzugt Verbrenner, was wirklich dahinter stecktBild: KI-generiert

Eine aktuelle Umfrage zeigt: 55% der 18 bis 29-Jährigen in Deutschland würden beim nächsten Autokauf Benziner oder Diesel wählen. Das wirkt wie ein Rückschritt, ist aber vor allem ein Preis und Gebrauchtwagen-Thema, nicht automatisch eine Absage an E-Mobilität.

55% der 18 bis 29-Jährigen wollen wieder Benziner und Diesel

Ausgerechnet die jüngsten Autofahrer in Deutschland zeigen laut einer aktuellen Befragung die stärkste Präferenz für Verbrenner. In der Umfrage gaben 55% der 18 bis 29-Jährigen an, beim nächsten Autokauf einen Benziner oder Diesel zu bevorzugen. 20% würden ein Elektroauto wählen, weitere 20% einen Hybrid.

Wichtig: Das Ergebnis klingt nach "Generation Z gegen E-Autos", sagt in der Praxis aber oft mehr über den Markt als über die Haltung junger Menschen. Zwischen grundsätzlicher Offenheit und einer wirklich finanzierbaren Kaufentscheidung liegen aktuell Welten.

Die Umfragewerte nach Altersgruppen im Überblick

Die Befragung vergleicht mehrere Altersgruppen. Auffällig ist, dass der Verbrenner-Anteil bei den 18 bis 29-Jährigen am höchsten ausfällt, während die größte E-Auto-Offenheit bei den 40 bis 49-Jährigen liegt.

Altersgruppe Präferenz Verbrenner Präferenz Elektroauto Präferenz Hybrid
18 bis 29 Jahre 55% 20% 20%
40 bis 49 Jahre nicht ausgewiesen 24,7% nicht ausgewiesen
50 bis 65 Jahre nicht ausgewiesen 19,7% nicht ausgewiesen
Die Zahlen zeigen vor allem, welchen Antrieb sich junge Menschen unter den aktuellen Marktbedingungen leisten können, nicht zwingend, welchen sie grundsätzlich bevorzugen würden.

Der Hauptgrund ist banal: Geld und Gebrauchtwagenangebot

Der stärkste Treiber hinter der Verbrenner-Präferenz dürfte der Preis sein. Junge Menschen haben im Schnitt weniger finanziellen Spielraum, müssen häufiger auf den Gebrauchtwagenmarkt ausweichen und sind dort extrem preissensibel. Genau in diesem Umfeld spielt der Verbrenner seine Jahrzehnte alte Marktmacht aus.

Beim E-Auto ist der Gebrauchtmarkt zwar gewachsen, aber im günstigen Preisband weiterhin dünn. Modelle um 20.000 Euro sind stark nachgefragt und nicht immer in der passenden Kombination aus Akku, Zustand, Laufleistung und Ausstattung verfügbar. Bei Benzin und Diesel ist die Auswahl dagegen riesig, vom alten Kleinwagen bis zum jungen Leasingrückläufer.

Warum die Umfrage kein E-Auto-Bashing ist

Die Umfrage misst eine konkrete Kaufabsicht unter realen Bedingungen: heutige Preise, heutige Auswahl, heutige Unsicherheit bei Restwert und Ladealltag in Mietwohnungen. Das ist etwas völlig anderes als die Frage, ob man E-Mobilität grundsätzlich gut findet.

Andere Untersuchungen kommen regelmäßig zu einem differenzierteren Bild: Viele junge Menschen sind bereits elektrisch gefahren und bewerten Themen wie Batterietechnik oder laufende Kosten teils weniger kritisch als ältere Halter. Das passt zusammen, denn Begeisterung allein ersetzt keine passende Finanzierung.

Was das für E-Autos in der Praxis bedeutet

Wenn man die Zahlen als Signal liest, dann ist es ein Marktauftrag: E-Mobilität muss im unteren und mittleren Gebrauchtwagensegment noch breiter ankommen. Dazu gehören genügend Fahrzeuge, transparente Batteriezustandsberichte, verlässliche Garantien und natürlich ein Preisniveau, das mit klassischen Einstiegs-Verbrennern konkurrieren kann.

Im Neuwagenmarkt sieht man, wie stark Preise und Deals die Nachfrage verschieben können. Sobald gute Konditionen verfügbar sind, wird E-Mobilität auch für mehr Menschen realistisch. Das gilt im DACH-Raum genauso wie in anderen Märkten.

Einordnung aus Tesla-Sicht: Produkt attraktiv, Einstieg oft das Problem

Tesla zeigt seit Jahren, dass E-Autos im Alltag funktionieren und sich emotional wie rational verkaufen lassen. Viele junge Käufer scheitern jedoch nicht an der Technologie, sondern am Einstieg: Anschaffung, Versicherung, Wohnungssituation und der Griff zum bezahlbaren Gebrauchten. Genau deshalb sind attraktive Finanzierungen und ein stärkerer Second-Hand-Markt so entscheidend.

Wenn du dir einen Überblick verschaffen willst, welche E-Autos 2026 in Deutschland besonders relevant sind, hilft diese Marktübersicht: Elektroauto-Neuheiten 2026 mit Modellen und Preisen. Und wer eher im beliebten SUV-Segment sucht, findet hier eine praktische Einordnung: Kompakt-SUVs elektrisch 2026 mit Preisen, Reichweiten und Ladezeiten.

Wie stark Zufriedenheit und Antrieb zusammenhängen, zeigt außerdem eine aktuelle Auswertung: Studie zu Zufriedenheit von E-Auto-Fahrern vs. Verbrenner-Käufern.

Fazit: Keine Anti-E-Auto-Generation, sondern ein Angebotsproblem

Dass die 18 bis 29-Jährigen aktuell häufiger Verbrenner nennen, ist vor allem ein Spiegel der Preisrealität und des Gebrauchtwagenangebots. Es ist keine automatische Absage an Klimaschutz oder Elektromobilität. Sobald E-Autos in der passenden Preisklasse verfügbar sind und der Kauf sich sicher anfühlt, kann sich diese Präferenz schnell verschieben.

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