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Mercedes steigert E-Auto-Verkäufe im Q2 2026 um 50%, Europa legt noch stärker zu

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

19. Juli 2026·3 Min. Lesezeit
Mercedes steigert E-Auto-Verkäufe im Q2 2026 um 50%, Europa legt noch stärker zuBild: Mercedes

Mercedes verkauft im Q2 2026 deutlich mehr Elektroautos: BEV plus 50% weltweit, in Europa plus 87%. Gleichzeitig bleibt China schwierig, neue E-Modelle sollen den Mix weiter Richtung Strom drehen.

Mercedes legt beim E-Auto-Absatz kräftig zu

Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal 2026 weltweit 511.900 Pkw und Vans ausgeliefert. Gegenüber dem Vorquartal ist das ein Plus von 2%.

Der eigentliche Treiber sitzt aber im Stromkabel: Konzernweit stieg der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 50%. Der globale BEV-Anteil kletterte damit von 7,7% auf 13%.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Kennzahl Wert Zeitraum
Absatz Mercedes-Benz gesamt (Pkw und Vans) 511.900 Q2 2026
Veränderung ggü. Vorquartal +2% Q2 2026
Mercedes-Benz Cars Absatz (Pkw) 417.800 Q2 2026
Mercedes-Benz Cars Veränderung ggü. Vorjahr -8% Q2 2026
Mercedes-Benz Cars BEV-Absatz 52.900 Q2 2026
Mercedes-Benz Cars BEV-Wachstum ggü. Vorjahr +51% Q2 2026
BEV-Absatz Europa 43.500 Q2 2026
BEV-Wachstum Europa ggü. Vorjahr +87% Q2 2026
BEV-Anteil am Europa-Absatz (Cars) 26% Q2 2026
BEV-Anteil Deutschland knapp 24% Q2 2026
xEV-Absatz weltweit (elektrifiziert) 87.500 Q2 2026
xEV-Anteil weltweit 21% Q2 2026
xEV-Anteil Europa 43% Q2 2026
Absatz Europa (Cars) 166.400 Q2 2026
Absatz Deutschland (Cars) 56.000 Q2 2026
Absatz Nordamerika (Cars) 91.300 Q2 2026
Absatz USA (Cars) 81.900 Q2 2026

Europa und Deutschland ziehen den Elektro-Mix nach oben

In Europa ist der Effekt besonders sichtbar: 43.500 BEV bedeuten plus 87% gegenüber dem Vorjahr. Der Elektro-Anteil am europäischen Mercedes-Absatz liegt damit bei 26%, also grob jeder vierte Neuwagen.

Auch Deutschland bewegt sich in diese Richtung. Der BEV-Anteil kletterte auf knapp 24%, der reine Elektroabsatz hat sich laut Mercedes sogar mehr als verdoppelt.

Welche Modelle schieben, und was als Nächstes kommt

Mercedes führt das Wachstum auf die laufende Modelloffensive zurück. Genannt werden vor allem elektrischer GLC, elektrischer CLA sowie elektrischer GLB.

„Unsere größte Modelloffensive gewinnt weiter an Dynamik. Der Absatz unserer vollelektrischen Fahrzeuge stieg im zweiten Quartal um mehr als 50 Prozent.“

Für die nächsten Monate sind weitere Impulse angekündigt: Eine elektrische C-Klasse ist seit Mai bestellbar. Außerdem soll Ende Juli die Weltpremiere des vollelektrischen GLA folgen.

Wer sich für die neuen Mercedes-Stromer interessiert, sollte auch unsere Einordnung zu Lieferzeiten von Mercedes CLA und GLC EV im Blick behalten, denn Nachfrage plus Anlaufkurven können schnell zu Wartezeiten führen.

China bleibt der Bremsklotz, lokal angepasste Modelle sollen helfen

Außerhalb Chinas legte Mercedes beim Absatz von Pkw und Vans um 3% zu. In China dagegen drückt ein intensiver Wettbewerb, eine zurückhaltende Konsumstimmung sowie der Modellwechsel auf die Zahlen.

Für das zweite Halbjahr stellt Mercedes eine neue Modellgeneration für China in Aussicht. Genannt werden unter anderem ein GLC L (langer Radstand), außerdem neue Varianten rund um die S-Klasse, Mercedes-Maybach S-Klasse sowie ein neuer GLE.

Real-World-Impact: Was diese Zahlen für E-Autofahrer bedeuten

Für Fahrerinnen und Fahrer ist der Kernpunkt nicht das Quartalsranking, sondern die Konsequenz im Alltag. Wenn der BEV-Anteil in Europa Richtung ein Viertel läuft, steigt der Druck auf Produktion, Lieferketten und Ladeplanung.

Praktisch heißt das: Mehr elektrische Volumenmodelle in den Showrooms, aber potenziell auch engere Lieferfenster bei besonders gefragten Konfigurationen. Wer viel Langstrecke fährt, sollte parallel das Thema Schnelllade-Tarife sauber planen, zum Beispiel mit unserem Ladeanbieter-Vergleich 2026.

Elektroquatsch-Meinung: Mercedes ist beim BEV-Mix endlich im richtigen Gang

Dass Mercedes bei Cars insgesamt im Jahresvergleich nachgibt, aber bei BEV zweistellig wächst, ist genau das Spannungsfeld der Umstellung. Entscheidend ist, ob die neuen Baureihen im Entry- und Core-Segment den Elektroanteil auch ohne Sonderaktionen dauerhaft hochhalten.

Spannend wird, wie schnell Mercedes die Technikversprechen im Cockpit liefert. In den nächsten sechs bis zwölf Monaten sollen ein KI-gestütztes Cockpit und ein intelligentes Fahrassistenzsystem in große Teile des Portfolios kommen. Wer generell wissen will, warum 800-Volt-Architekturen bei neuen Plattformen zum Thema werden, findet dazu unseren Check 800V vs. 400V.

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