Pariser Luxus auf der STLA-Plattform: Der neue DS N°7 attackiert das Premium-Segment
Im weit verzweigten Marken-Geflecht des Autogiganten Stellantis ist die französische Premium-Tochter DS Automobiles seit jeher für die extravaganten, frankophilen Akzente zuständig. Im Mai 2026 schärfen die Franzosen ihr Profil im so wichtigen Markt der kompakten Dienst- und Firmenwagen entscheidend nach: Der komplett neu entwickelte DS N°7 (gesprochen „DS Nummer Sieben“) kann ab sofort in Deutschland offiziell konfiguriert und bestellt werden. Die Neuauflage tritt in gewaltige Fußstapfen, denn das Vorgängermodell DS 7 avancierte zum absoluten Bestseller der jungen Marke und wurde hierzulande zu satten 85 Prozent als gewerblicher Firmenwagen zugelassen. Genau an diese Business-Zielgruppe richtet sich nun auch der Nachfolger.
Technisch vollzieht der DS N°7 den überfälligen Quantensprung und verabschiedet sich von alten Verbrenner-Architekturen. Das SUV basiert auf der hochmodernen Multi-Energie-Plattform STLA Medium, die sich das Modell unter anderem mit dem Peugeot 300ersowie dem neuen Opel Grandland teilt. Ein Dieselmotor fliegt ebenso wie die klassischen Plug-in-Hybride mit Stecker komplett aus dem Programm. Stattdessen setzt DS konsequent auf eine zweigleisige Strategie: Ein kostengünstiger Mildhybrid-Benziner markiert den preislichen Einstieg, während gleich drei vollkommen unterschiedliche, rein batterieelektrische E-Tense-Ausführungen die technologische Speerspitze bilden. Der offizielle Marktstart in den DS Stores ist für den kommenden Herbst fixiert.
Chassis-Scanning und Infrarot-Nachtsicht: High-Tech für den Reisekomfort
Der eigentliche USP (Unique Selling Proposition) des DS N°7 liegt in seiner kompromisslosen Ausrichtung auf maximalen Langstreckenkomfort, der sich spürbar von der oft unterkühlten deutschen Premium-Konkurrenz abheben soll. Ein echtes Highlight im Real-World-Impact ist das kameragesteuerte Fahrwerk namens „DS Active Scan Suspension“. Eine hochauflösende Kamera an der Windschutzscheibe tastet zusammen mit Beschleunigungssensoren die Fahrbahn im Millisekundentakt ab. Die elektronische Steuerung erkennt Schlaglöcher, Frostaufbrüche oder Bodenwellen im Voraus und passt den Dämpfungsgrad jedes einzelnen Rades nahezu in Echtzeit an – ein fliegender Teppich für die Autobahn.
Für die Sicherheit bei Nachtfahrten und schlechter Witterung spendieren die Ingenieure dem SUV die intelligenten „DS Pixelvision“-Scheinwerfer, die ihren Lichtkegel dynamisch an den Straßenverlauf und Kurvenradien anpassen. Ergänzt wird das Sicherheitsnetz durch das optionale Infrarot-Nachtsichtsystem „DS Night Vision“. Eine Wärmebildkamera im Kühlergrill erkennt Fußgänger, Radfahrer oder Wildtiere in bis zu 100 Metern Entfernung weit vor dem menschlichen Auge und blendet eine visuelle Warnung im digitalen 10-Anzeige-Instrumenten-Display ein. Im Cockpit dominiert ein extrem breiter, aber flacher 16-Zoll-Zentral-Touchscreen, auf dem das neue Infotainmentsystem inklusive nativer KI-Unterstützung durch ChatGPT und Google Gemini operiert.
| Antriebsvariante & Ausstattung | Motorleistung & Typ (Stand: Mai 2026) | Nutzbare Batteriekapazität | Maximale WLTP-Reichweite | Einstiegspreis (UVP ab Werk) |
|---|---|---|---|---|
| DS N°7 Hybrid (Pallas) | 107 kW (145 PS) | R3-Mildhybrid-Benziner | 0,4 kWh (48V-Bordnetz-Puffer) | Über 1.000 km Gesamtreichweite | Ab 47.700 Euro |
| DS N°7 E-Tense FWD (Pallas) | 169 kW (230 PS) | Single-Elektromotor | 73,7 kWh (NMC-Zellchemie) | Bis zu 543 Kilometer | Ab 56.300 Euro |
| DS N°7 E-Tense FWD Long Range | 180 kW (245 PS) | Single-Elektromotor | 97,2 kWh (NMC-Zellchemie) | Bis zu 740 Kilometer | Ab 61.700 Euro |
| DS N°7 E-Tense AWD Long Range | 257 kW (350 PS) | Dual-Elektromotor | 97,2 kWh (NMC-Zellchemie) | Bis zu 679 Kilometer | Ab 66.600 Euro |
Uhrenarmband-Optik und bayerisches Leder: Wellness-Oase im Fond
Dass DS den Begriff Premium ernst meint, zeigt der Blick in den Innenraum. Die Franzosen verzichten weitgehend auf karge Plastikwüsten und setzen stattdessen auf feines, bayerisches Nappaleder, das aufwendig in der markentypischen Uhrenarmband-Optik vernäht wird. Alternativ stehen italienisches Alcantara in tiefem Eternal Blau oder ein vollständig veganes, fein strukturiertes „DS Canvas“ zur Auswahl. Dekorelemente aus echtem Holz, gebürstetem Aluminium und die ikonischen Perlstich-Nähte runden das Interieur ab. Eine spezielle Akustik-Verbundverglasung an den Seitenscheiben eliminiert Windgeräusche auf ein Minimum, während die klimatisierten Sitze mit Massagefunktion und einem integrierten Nackenwärmer (DS Neck Warmer) bestückt sind.
Auch die Abmessungen haben im Vergleich zum alten DS 7 spürbar zugelegt. Die Karosserie wächst in der Länge um neun Zentimeter auf stolze 4,66 Meter, während der Radstand auf 2,79 Meter gestreckt wurde. Das sorgt für spürbar mehr Kniefreiheit in der zweiten Reihe, wenngleich das tiefe Sitzpolster im Fond große Passagiere zu einem leicht angewinkelten Beinquerschnitt zwingt. Der Kofferraum bietet im Standard-Setup ein absolut konkurrenzfähiges Volumen von 560 Litern und lässt sich durch das Umklappen der Rückbank flexibel auf bis zu 1.570 Liter erweitern. Optisch hebt sich die Frontpartie zudem durch das sogenannte „DS Luminascreen“-System ab – ein beleuchteter Kühlergrill, der beim Entriegeln eine dynamische Lichtinszenierung startet.
"Der neue DS N°7 verkörpert ideal die Essenz unserer Marke: Absoluter französischer Komfort trifft auf feine, europäische Materialien und zukunftsweisende Technologie. Mit der STLA-Medium-Plattform realisieren wir im E-Tense Long Range eine phänomenale elektrische Reichweite von bis zu 740 Kilometern. Das macht das SUV zum ultimativen, emissionsfreien Werkzeug für Vielfahrer und Businesskunden, die sich bewusst vom automobilen Mainstream abheben wollen."
Wirtschaftlichkeit an der Ladesäule: Das Fazit für Dienstwagenfahrer
Für die Kalkulation im Fuhrpark ist der DS N°7 im Mai 2026 ein extrem heißes Eisen. Wer sich für die elektrischen E-Tense-Ausführungen entscheidet, profitiert in Deutschland von der reduzierten Dienstwagenbesteuerung für reine Elektrofahrzeuge. An der HPC-Schnellladesäule zieht die 400-Volt-Architektur der Batterie Energie mit einer maximalen Ladeleistung von bis zu 160 kW. Damit lässt sich der Akku in rund 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent State of Charge (SoC) aufladen. Dank der integrierten „Plug & Charge“-Funktion entfällt das lästige Hantieren mit Ladekarten: Das Auto autorisiert sich an kompatiblen Säulen wie Ionity oder TotalEnergies vollautomatisch über den Ladestecker.
Die Preisliste startet beim Mildhybrid Pallas bei 47.700 Euro, während die exklusive, vollgepackte Launch-Edition „La Première“ für den Top-Allrader E-Tense AWD mit satten 350 PS (kurzzeitig 375 PS im Overboost) bei 78.450 Euro gedeckelt ist. Angesichts der lückenlosen Serienausstattung inklusive des teilautonomen Fahrassistenten DS Drive Assist 2.0 (mit automatisiertem Spurwechsel zwischen 70 und 140 km/h) positioniert sich der französische Crossover preislich äußerst geschickt zwischen einem nackten BMW iX3 und dem teureren Porsche Macan Electric. Wer vor dem Kauf probesitzen möchte, kann den Wagen in den kommenden Wochen im Rahmen einer exklusiven Roadshow in den deutschen DS Stores vorab live begutachten.


