Range Rover Sport Electric ist offiziell, Marktstart noch 2026 geplant
Land Rover hat den Range Rover Sport Electric offiziell bestätigt und peilt den Start noch 2026 an. Damit wird die Antriebspalette des aktuellen Range Rover Sport um eine rein elektrische Variante ergänzt.
Optisch soll sich der Stromer nur minimal vom Verbrenner unterscheiden. Wer auf Understatement steht, bekommt hier ziemlich sicher genau das, ein Luxus-SUV, das nicht nach E-Auto schreit.
Technik: 331 oder 404 kW, 119 kWh netto und 800 Volt
Bei den harten Daten zeichnet sich ein klares Bild ab: Der Range Rover Sport Electric soll sich die Kerntechnik mit dem größeren Range Rover Electric teilen. Basis ist die MLA Plattform (Modular Longitudinal Architecture), eine Multi-Energy-Architektur, die für verschiedene Antriebsarten ausgelegt ist.
Geplant sind zwei Allrad-Versionen mit 331 kW sowie 404 kW Systemleistung. Der Akku soll 119 kWh netto bieten. Als Zellen sind zylindrische AESC-Zellen genannt, die in zwei Lagen gepackt werden.
Spannend für die Langstrecke: Das Auto soll auf 800 Volt setzen. Eine konkrete DC-Ladeleistung wurde noch nicht genannt.
| Merkmal | Range Rover Sport Electric (erwartet) |
|---|---|
| Antrieb | Allrad (2 E-Motoren, PSM) |
| Leistung | 331 kW oder 404 kW |
| Akku | 119 kWh netto |
| Zelltyp | Zylindrische Zellen (AESC), zweilagig |
| Architektur | 800 Volt |
| Reichweite | mehr als 600 km (WLTP, Erwartung) |
| Plattform | MLA (Multi-Energy) |
Maße: Sport bleibt kompakter, Radstand ist identisch zum großen Range Rover
Interessant ist der Plattform-Fakt im Detail: Range Rover Sport und Range Rover mit kurzem Radstand teilen sich in der aktuellen Generation den gleichen Radstand von 2.997 mm. Genau dieser Wert wird auch für die MLA-Ableitung betont.
| Modell (aktuelles Modell) | Länge | Breite | Höhe | Radstand |
|---|---|---|---|---|
| Range Rover Sport | 4.946 mm | 2.047 mm | 1.822 mm | 2.997 mm |
| Range Rover (SWB) | 5.052 mm | 2.047 mm | 1.868 mm | 2.997 mm |
Was bringt dir das im Alltag als E-Autofahrer?
Der 119 kWh Netto-Akku ist eine klare Ansage für Menschen, die ein schweres SUV nicht nur in der City bewegen. In der Praxis bedeutet das weniger Lade-Stopps und mehr Puffer bei Winter, Autobahn und Anhängerbetrieb, auch wenn Land Rover dazu noch keine konkreten Verbräuche nennt.
Dass Land Rover auf 800 Volt geht, ist das zweite wichtige Signal. Wenn die DC-Ladeleistung entsprechend ausfällt, wird Langstrecke spürbar entspannter. Welche Ladezeiten am Ende wirklich drin sind, bleibt aber der Punkt, an dem Land Rover endlich Zahlen liefern muss.
Offroad und Komfort: Fokus auf Fahrwerksabstimmung
Land Rover betont außerdem eine neu abgestimmte Fahrwerkskalibrierung sowie ein überarbeitetes Klangbild. Das klingt nach dem typischen Range Rover Rezept, maximale Souveränität und Komfort, jetzt mit sofortigem E-Drehmoment.
"Der Range Rover Sport Electric vereint eine Reihe fortschrittlicher Technologien, die in allen Lebenslagen ausreichend Leistung und Drehmoment zur Verfügung stellen, verstärkt durch eine neu abgestimmte Fahrwerkskalibrierung und ein verbessertes Klangbild."
Einordnung: Premium-SUV-Battle wird 2026 noch härter
Mit 331 und 404 kW positioniert sich der Range Rover Sport Electric klar im Performance-Segment, aber ohne komplett zu eskalieren. Die Gegner sitzen längst in den Startlöchern, von BMW über Porsche bis zur elektrischen G-Klasse.
Wer sich gerade generell orientiert, was 2026 und 2027 an Stromern kommt, findet in unserer Übersicht zu Elektroauto-Neuheiten 2026 die breitere Einordnung. Und weil das Thema 800 Volt hier entscheidend wird, lohnt auch der Blick auf unseren Vergleich 800V vs. 400V.
Elektroquatsch-Meinung: Land Rover liefert das richtige Datenblatt, jetzt fehlt nur noch Laden
Leistung, Akku und 800 Volt lesen sich so, wie man es 2026 in diesem Preissegment erwarten darf. Der Dealbreaker oder Gamechanger wird aber die reale Ladeperformance sein, also DC-kW, Ladekurve und Effizienz bei Tempo 130. Ohne diese Werte bleibt der Range Rover Sport Electric offiziell, aber noch nicht vollständig greifbar.
Sobald Land Rover Ladeleistung und WLTP final bestätigt, wird klar, ob der Wagen ein echter Langstrecken-Luxusliner wird oder "nur" ein sehr teurer Stadtpanzer mit großem Akku.


