Smart #2 im Härtetest, Premiere rückt näher
Der Smart #2 steht kurz vor seiner Weltpremiere, geplant für Oktober auf dem Pariser Autosalon. Aktuell rollt der elektrische Zweisitzer noch getarnt über öffentliche Straßen. Die auffällige Schwarz-Weiß-Tarnung stammt vom Mercedes-Benz Global Design Team und ist gleichzeitig ein ziemlich klares Signal, die Abstimmung läuft in der letzten, intensiven Phase.
Warum ausgerechnet Schlaglöcher so wichtig sind
Smart testet den #2 nicht nur auf abgesperrten Arealen, sondern bewusst auf Strecken, die den urbanen Alltag nachstellen. Dazu gehören holprige Stadtabschnitte, Straßen mit tiefen Fahrbahnschäden und wiederkehrende Schlagloch-Serien. Genau dort zeigt sich, ob ein kleines Auto im Alltag nervt oder sauber wegfedert.
Im Fokus stehen Haltbarkeit und Komfort unter realen Belastungen. Zusätzlich wurden gezielte Aufprallszenarien simuliert, etwa Bordsteinkanten oder harte Kanten in der Fahrbahn.
Was dabei konkret am Fahrwerk verändert wird
Laut Entwicklungsprogramm werden mehrere Stellschrauben fortlaufend nachgeschärft. Dazu zählen Fahrwerksbefestigungspunkte, das Lenkverhältnis, der Lenkgetriebeweg sowie die Federungssteuerung. Das Ziel ist ein Setup, das in engen Straßen schnell reagiert, bei Notmanövern stabil bleibt und auf nasser Fahrbahn kontrollierbar ist.
Für dich als E-Autofahrer bedeutet das im Idealfall weniger Korrekturen am Lenkrad, weniger Poltern über Kanten und ein insgesamt entspannteres Rollen, auch wenn die Straße mies ist.
NVH: Smart will, dass der #2 innen nicht nach "Kleinwagen" klingt
Ein großer Block im Testplan ist NVH, also Geräusch, Vibration und Rauheit. Gerade bei E-Autos fällt alles auf, was früher vom Motor übertönt wurde, Wind, Reifen, Klappern und thermische Effekte. Smart prüft deshalb im Windkanal, in der Akustikkammer, auf einem temperaturgeregelten Vier-Säulen-Prüfstand, auf Teststrecken und im normalen Verkehr.
Untersucht werden Windgeräusche, Abroll- und Fahrgeräusche, Geräusche aus dem Antriebsstrang sowie Themen wie Quietschen und Klappern. Zusätzlich geht es um die Klangqualität im Innenraum, also nicht nur "leise", sondern auch "angenehm".
Reifen-Abstimmung: Reichweite versus Ruhe
Auch die Reifen sind Teil der Feinarbeit. Getestet wird auf unebenem Asphalt, gerilltem Beton und auf Hochgeschwindigkeitsstrecken. Die Entwickler suchen den besten Kompromiss aus niedrigem Rollwiderstand für Reichweite und effektiver Geräuschdämmung für Komfort.
Plattform und Sicherheitszelle: Smart setzt auf eigene Basis
Technisches Fundament ist die ECA-Plattform, die Smart für den vollelektrischen Zweisitzer als Basis nennt. Dazu kommt die nächste Generation der Tridion-Sicherheitszelle. Smart will damit kompakte Außenmaße mit einer robusten Struktur kombinieren, passend zu aktuellen Sicherheitsanforderungen.
Ergänzend ist von optimierter Karosseriesteifigkeit und angepassten strukturellen Belastungspunkten die Rede. Genau diese Punkte sind relevant, wenn ein Auto nach Jahren im Stadtbetrieb nicht anfängt zu knarzen oder sich schwammig anzufühlen.
„Der Smart #2 steht, wie kaum ein anderes Fahrzeug, für das, was unsere Marke seit jeher ausmacht: intelligente Mobilität für die Stadt mit unverwechselbarer Identität.“
Wheels at the corners, warum der #2 in der City punkten soll
Smart bleibt beim klassischen Wheels-at-the-corners-Prinzip, bekannt vom Fortwo. Das ist die Architektur, die aus wenig Länge viel nutzbaren Raum sowie einen sehr wichtigen City-Vorteil herauskitzelt, hohe Wendigkeit auf engem Raum.
Wenn Smart das Testprogramm sauber zu Ende bringt, heißt das im Alltag: leichteres Rangieren, weniger Stress in Parkhäusern und trotzdem ein Innenraum, der sich nicht nach Kompromiss anfühlt.
Elektroquatsch-Meinung: Gute News für alle, die City-EVs nicht als Sparbüchse fahren wollen
Monatelang Schlaglöcher suchen klingt nach PR, ist aber in der Praxis genau der Unterschied zwischen "nett für die Stadt" und "nervt nach zwei Wintern". NVH, Reifen und Fahrwerk sind bei kleinen E-Autos die Disziplinen, die über Wertigkeit entscheiden. Wenn Smart hier wirklich konsequent abstimmt, könnte der #2 als Zweisitzer wieder eine Lücke schließen, die in Europa zuletzt kaum jemand ernsthaft bedient hat.
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Wer City-Stromer und Einstiegsmodelle vergleicht, findet in unserer Übersicht zu Elektroauto-Neuheiten 2026 den breiten Marktüberblick. Und wenn dich die Architektur-Frage interessiert, die bei Ladeleistung und Effizienz oft mitentscheidet, lies auch unseren Ratgeber 800V vs. 400V. Fürs Sparpotenzial beim Laden unterwegs ist der Ladeanbieter-Vergleich 2026 die passende Ergänzung.
Bekannte Daten zum Smart #2 (Stand jetzt)
Smart nennt in diesem Update vor allem Testinhalte und Technik-Schwerpunkte, konkrete Serien-Spezifikationen wie Akku, Ladeleistung oder WLTP-Reichweite sind hier noch nicht final bestätigt. Die wichtigsten harten Punkte aus dem aktuellen Stand haben wir dennoch übersichtlich zusammengefasst.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Modell | Smart #2, vollelektrischer Zweisitzer |
| Weltpremiere | Oktober 2026, Pariser Autosalon |
| Plattform | ECA-Plattform (Smart nennt sie als technisches Fundament) |
| Sicherheitsstruktur | Tridion-Sicherheitszelle, nächste Generation |
| Test-Schwerpunkte | Fahrwerk und Lenkung, NVH, Reifen-Abstimmung, Haltbarkeit auf Schlagloch-Strecken |



