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Tesla Robotaxi fährt schon mit FSD v15, 380.000 Meilen „unsupervised“ und was das für Model-Y-Fahrer heißt

Constantin Hoffmann
Constantin Hoffmann
2. August 2026·3 Min. Lesezeit
Tesla Robotaxi fährt schon mit FSD v15, 380.000 Meilen „unsupervised“ und was das für Model-Y-Fahrer heißtBild: Tesla

Tesla bestätigt: Die nachgerüsteten Model Y im Robotaxi-Dienst laufen bereits mit frühen Builds von FSD v15. Laut Tesla wurden schon über 380.000 Meilen autonom in sechs Städten gefahren. Für HW4-Kunden ist das ein gutes Signal, HW3 dürfte bei v14 Lite Schluss machen.

FSD v15 läuft bereits auf Teslas Robotaxi-Flotte

Tesla hat im Rahmen des Q2-Calls bestätigt, dass die aktuell eingesetzten Robotaxis bereits frühe Builds von FSD v15 nutzen. Damit ist die nächste Generation der Full-Self-Driving-Software früher als viele erwartet haben im Realbetrieb auf öffentlichen Straßen angekommen.

Spannend dabei: Es geht nicht um einen Prototypen, sondern um nachgerüstete Model Y, die im Robotaxi-Netzwerk autonome Fahrten anbieten.

380.000 Meilen ohne Fahreraufsicht, laut Tesla „makellose“ Sicherheitsbilanz

Teslas KI-Chef Ashok Elluswamy hat im Call konkrete Zahlen genannt. Demnach sei das Programm besonders in Sachen Sicherheit sehr stark gelaufen.

„The program has had an impeccable safety record. We have driven more than 380,000 mi of unsupervised Robotaxi, now across six cities in two different states.“

Übersetzt für den Alltag heißt das: Tesla sammelt mit v15 nicht nur Simulationen, sondern echte Robotaxi-Erfahrung, inklusive Randfällen und Stadtdynamik.

Welche Hardware steckt in den Robotaxis und was wurde nachgerüstet?

Die Robotaxi-Model-Y sollen laut Tesla auf der Serien-Hardware 4 (HW4/AI4) laufen. Zusätzlich gibt es nur wenige, klar benannte Upgrades.

Dazu zählen eine „Project Halo“ Kommunikations-Einheit, die am Heckfenster sitzt, sowie ein separater Wascher für die Heckkamera. Gerade der Kamerawascher ist im Alltag nicht trivial, weil verschmutzte Sensorik bei Regen und Matsch schnell zum Showstopper wird.

Technische Eckdaten aus Teslas Update

Bereich Angabe
Software auf Robotaxi-Flotte Frühe Builds FSD v15
Betrieb Unsupervised Robotaxi-Fahrten (ohne Fahreraufsicht)
Gefahrene Strecke Über 380.000 mi unsupervised
Einsatzgebiet 6 Städte in 2 Bundesstaaten
Robotaxi-Fahrzeugbasis Model Y (nachgerüstet)
Hardware HW4/AI4
Nachrüstungen „Project Halo“ Kommunikationsmodul und Heckkamera-Wascher
Geplanter Public-Release Später 2026 oder Anfang 2027
v15 Modellgröße 10x mehr Parameter als aktuelle FSD-Builds
v15 Fortschritt (intern) Robotaxi-Builds enthalten ca. 40% der geplanten Verbesserungs-Tracks

Was bedeutet das für dich als Tesla-Fahrer?

Für private Kunden ist die wichtigste Aussage: FSD v15 läuft bereits auf HW4 im echten Stadtbetrieb, und zwar auf Model Y als Serienplattform. Das ist ein deutliches Vertrauenssignal für alle, die ein aktuelles Model Y oder generell ein HW4-Fahrzeug fahren und auf die nächste FSD-Generation hoffen.

Gleichzeitig ist es eine Erinnerung an die Hardware-Grenze. Tesla bleibt dabei, dass HW3 keine unsupervised Autonomie schaffen wird. Damit ist FSD v15 für ältere Fahrzeuge sehr wahrscheinlich nicht vorgesehen.

HW3: v14 Lite dürfte das Ende der Fahnenstange sein

Für HW3-Fahrzeuge zeichnet sich ab, dass FSD v14 Lite der langfristige Abschluss bleibt, zumindest bis Tesla aktiv Hardware-Upgrades anbietet. Wer ein älteres Model 3 oder Model Y mit HW3 fährt, sollte das in die eigene Erwartungshaltung einpreisen, sowohl bei Funktionsumfang als auch beim Wiederverkauf.

Wenn du den aktuellen Stand für Europa einordnen willst, hilft auch unser Überblick zur Tesla HW3-Update mit FSD v14 Lite.

Robotaxi-Expansion könnte schneller gehen als angekündigt

Tesla hat in diesem Monat weitere Städte für unsupervised Robotaxi-Fahrten ergänzt, zuerst Miami, dann Orlando und Tampa. Entscheidend ist der Timing-Aspekt: Tesla hatte zuvor signalisiert, man wolle für eine größere Expansion auf FSD v15 warten.

Dass die Flotte jetzt schon v15 testet, deutet darauf hin, dass Tesla das Rollout-Tempo erhöhen will, sobald die internen Qualitätsziele erreicht sind.

Elektroquatsch-Impact: Das ist das echte Signal hinter „v15 fährt schon“

Die große Story ist nicht nur eine Versionsnummer. Der Alltagseffekt ist, dass Tesla v15 unter Robotaxi-Bedingungen validiert, also mit echten Fahrgästen, echten Innenstädten und echtem Haftungsdruck. Das beschleunigt typischerweise das Lernen an den harten Fällen, die im normalen FSD-Alltag viele Eingriffe auslösen.

Für HW4-Fahrer ist das die bisher greifbarste Bestätigung, dass der Sprung zu v15 nicht nur auf Folien existiert. Für HW3-Fahrer ist es gleichzeitig der Moment, in dem man nüchtern prüfen sollte, ob man perspektivisch auf ein HW4-Fahrzeug wechseln will.

Passend dazu auf Elektroquatsch

  • Tesla HW4 und „distilled“ FSD-Modelle, was das für die Rechenstrategie bedeutet
  • Frankreich blockiert Tesla FSD Supervised, warum Regulierung in Europa der Engpass bleibt
  • Tesla FSD Global Roadmap 2026, wo Europa wirklich steht
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