Waze rüstet mit Gemini KI auf, Suche und Meldungen werden deutlich smarter
Waze verteilt ein Update, das mehrere KI-Funktionen auf Basis von Google Gemini in die App bringt. Im Mittelpunkt steht eine natürlichere Sprachbedienung, die weniger Tippen erfordert und im Alltag schneller zum Ziel führen soll.
Für E-Autofahrer ist das vor allem dann spannend, wenn man unterwegs Ladehalte, Parkplätze oder Zwischenstopps spontan suchen muss, ohne sich durch Menüs zu klicken.
Neue Zielsuche: Sprechen wie mit einem Beifahrer, inklusive Filter
Waze testet eine neue konversationelle Zielsuche, bei der du in normaler Sprache nach Zielen fragen kannst, inklusive Kriterien. Statt Buttons zu drücken, reicht ein Tipp auf das Sprachsymbol und ein Satz wie „Finde mir einen Coffee Shop, der jetzt geöffnet hat“ oder „Finde Parken nahe am Einkaufszentrum“.
Das Prinzip ist simpel, aber im Auto extrem praktisch, weniger Blick aufs Display, schneller passende Ergebnisse.
Mit der neuen Zielsuche lassen sich Ziele per natürlicher Sprache finden, inklusive Kriterien wie „jetzt geöffnet“ oder „Parken in der Nähe“.
Conversational Reporting: Kartenfehler und Sperrungen per Sprache melden
Auch das Melden von Problemen wird erweitert. Conversational Reporting kann jetzt nicht nur Verkehrsvorfälle aufnehmen, sondern auch Kartenprobleme wie falsche Adressen oder Straßensperrungen, ebenfalls per natürlichem Gespräch.
Real-World-Impact: Wenn eine Zufahrt zu einem Ladepark temporär gesperrt ist oder die Adresse eines Standorts nicht passt, kannst du das schneller melden. Je mehr Nutzer das nutzen, desto eher profitieren alle von saubereren Daten.
Personalisierte Routen: Waze lernt deine Vorlieben, auf Wunsch abschaltbar
Waze schlägt künftig Routen basierend auf deinen bisherigen Fahrten vor. Wer zum Beispiel lieber Autobahn fährt statt Stop-and-go durch Nebenstraßen, bekommt diese Optionen priorisiert angezeigt.
Wichtig: Personalisierte Navigation lässt sich deaktivieren, falls du keine Historie für Routenvorschläge nutzen willst.
„Less Chatty“: Weniger Ansagen, aber die wichtigen bleiben
Neu ist außerdem ein „Less Chatty“-Modus für die Sprachführung. Der reduziert die Anzahl der Ansagen und hält sie kürzer.
Kritische Hinweise zu Gefahren, Abbiegen und Spurwechseln bleiben weiterhin aktiv, nur eben weniger oft. Perfekt, wenn du Musik hörst oder im Podcast nicht ständig unterbrochen werden willst.
Motorrad-Modus startet in ersten Ländern
Waze führt zusätzlich einen Motorrad-Modus ein, der andere Routen berechnet als der Auto-Algorithmus. Hintergrund: Zweiräder können teils schmalere Straßen nutzen und reagieren stärker auf Fahrbahnbelag sowie Einschränkungen.
Der Motorrad-Modus startet zunächst in Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru und den Philippinen, weitere Länder sollen folgen.
Rollout: Was kommt wann auf Android und iOS?
Mehrere Funktionen werden bereits global ausgerollt, andere sind noch Beta oder regional begrenzt.
| Feature | Status | Plattform | Region |
|---|---|---|---|
| Less Chatty Sprachführung | Rollout läuft | Android, iOS | Global |
| Personalisierte Routen | Rollout läuft | Android, iOS | Global |
| Conversational Reporting für Kartenprobleme | Rollout läuft | Android, iOS | Global |
| Konversationelle Zielsuche mit Filtern | Beta | Android, iOS | Global (Beta-Community) |
| Motorrad-Modus | Rollout läuft | Android, iOS | Start in ausgewählten Ländern |
Elektroquatsch-Meinung: Kleine KI-Features, die im Alltag wirklich zählen
Das Update klingt nach Komfort, ist aber im Auto ein echter Sicherheitsgewinn. Weniger Tippen, mehr Sprache bedeutet weniger Ablenkung, gerade wenn man spontan einen Stopp plant oder unterwegs Probleme melden will.
Wenn die neue Zielsuche in der breiten Version so zuverlässig funktioniert wie angekündigt, wird Waze für viele Fahrer zum noch besseren Co-Piloten, besonders auf stressigen Strecken mit vielen Zwischenhalten.



