SkyNomad N90: Xiaomis nächster Angriff, diesmal als XXL-Familien-SUV
Xiaomi baut sein Auto-Portfolio aus und startet dafür eine neue Submarke namens SkyNomad. Das erste Modell heißt SkyNomad N90 und zielt klar auf Roadtrips, Familie und viel Gepäck.
Der N90 ist ein Drei-Reihen-Crossover und mit rund 208 Zoll Länge ein echtes Schiff. Damit ist er laut den bisher bekannten Daten etwa 10 Zoll länger als ein Kia EV9, also klar oberhalb der typischen Europa-Familien-SUV-Klasse.
Antrieb: Extended-Range-EV statt reines Elektroauto
Technisch wird es spannend, weil der N90 kein klassischer BEV ist. Er kommt als Extended-Range-EV (EREV), also elektrisch angetrieben, aber mit Verbrenner als Stromlieferant für längere Strecken.
Aus Daten der chinesischen Zulassungsbehörde sind bereits Kernpunkte durchgesickert: 1,5-Liter-Turbo-Benziner plus zwei E-Motoren und ein großer Akku. Konkrete Leistungswerte sowie die finale Akku-Kapazität hat Xiaomi bisher noch nicht offiziell bestätigt.
Bekannte Daten im Überblick
| Merkmal | SkyNomad N90 (bekannt) |
|---|---|
| Fahrzeugklasse | Drei-Reihen-Crossover |
| Länge | ca. 208 Zoll |
| Vergleich | ca. 10 Zoll länger als Kia EV9 |
| Antriebskonzept | EREV (Extended-Range-EV) |
| Verbrenner | 1,5-Liter Turbo (als Range-Extender) |
| E-Motoren | Dual-Motor (2 E-Motoren) |
| Akku | Großer Akku, Kapazität nicht bestätigt |
Innenraum: Fokus auf Flexibilität statt Show
Vom Interieur zeigt Xiaomi bislang nur Teaser und einzelne Standbilder. Stattdessen betont das Unternehmen die Variabilität und illustriert sie sogar mit Grundriss-artigen Darstellungen.
Was bereits sichtbar ist: Vordersitze mit 180-Grad-Drehfunktion sowie verschiedene Tisch-Optionen. Das klingt weniger nach Sportlimousine und mehr nach rollendem Wohnzimmer, also genau die Zielrichtung eines Lifestyle-Familien-SUV.
Xiaomi-Chef Lei Jun beschreibt das Konzept sinngemäß als Fahrzeug, das sich flexibel anpassen soll, so wie man es selbst möchte.
Design und Konkurrenz: Trend-Look im Haifischbecken
Optisch wirkt der N90 eher kantig und aufrecht und damit bewusst anders als Xiaomis sportlichere Modelle. Vorne ist die Fläche relativ clean, am Heck fallen schmale umlaufende Leuchten auf, ein Look, der in China aktuell extrem angesagt ist.
Der Markt ist allerdings kein Selbstläufer: In China wimmelt es inzwischen von großen Drei-Reihen EVs und EREVs. Als Wettbewerber gelten Modelle wie Nio ES8, Aito M9 und Li Auto L9.
Was bedeutet das für E-Autofahrer im Alltag?
Der N90 zeigt ziemlich deutlich, wohin sich Teile des Markts bewegen: Elektrisch fahren im Alltag, aber mit Verbrenner-Backup für Langstrecke, Winterurlaub oder Regionen mit dünner Ladeinfrastruktur. Für viele Familien ist das psychologisch und praktisch ein Türöffner, auch wenn es nicht das sauberste BEV-Konzept ist.
Für Europa ist vor allem interessant, dass Xiaomi die Modellpalette nach oben erweitert. Wenn solche XXL-EREVs perspektivisch bei uns auftauchen, wird der Preisdruck auf große Elektro-SUVs noch stärker, inklusive Fahrzeugen wie dem Kia EV5 oder vergleichbaren neuen Volumen-SUVs.
Elektroquatsch-Meinung: EREV ist nicht „zurück zur Vergangenheit“, sondern eine Markt-Wette
Ein EREV wie der N90 ist kein reines Elektroauto, aber er kann die Lade-Realität vieler Menschen abfedern. Entscheidend wird sein, wie groß der Akku wirklich ist und ob Xiaomi beim elektrischen Fahren Priorität setzt, also viel Reichweite und hohe Effizienz, statt den Benziner ständig mitlaufen zu lassen.
Wer sich generell für die Technik-Frage interessiert, warum Plattformen und Ladearchitektur heute so entscheidend sind, sollte auch unseren Vergleich 800V vs. 400V im E-Auto lesen. Und wenn es um das Laden unterwegs geht, hilft der Ladeanbieter-Vergleich 2026, um beim Roadtrip nicht unnötig draufzuzahlen.



