Heute gibt’s bei ElektroQuatsch eine ziemlich breite E-Welle: Bei den Konzepten sorgt MGs GO! Concept aus Goodwood für Retro-„Mini“-Vibes – noch ohne harte Daten, aber mit klarer Ansage Richtung 2027 und Citycar-Duell gegen Mini und Renault 5. Parallel wird Autonomie wieder ein Stück „normaler“: Waymo startet komplett fahrerlose Robotaxi-Fahrten in vier weiteren US-Märkten, und Tesla liefert die Hardware-Erzählung gleich mit, denn zum Cybercab sind neue Details zu Ultra-Effizienz-Antrieb, 4680-Zellen, 48-Volt und „Unboxed“-Produktion aufgetaucht. Bei den großen Herstellern geht’s währenddessen um Zahlen und harte Schnitte: Mercedes legt im Q2 bei E-Autos um 50% zu, getragen fast allein von Europa, während China bremst – und bei VW klingt es deutlich nach „weniger ist mehr“, denn das „Zielbild 2030“ sieht halbierte Modellpalette, massiv weniger Optionen und eine neue Werk- und Stellen-Debatte. Tesla bleibt zudem im Nutzfahrzeug-Game präsent: Der Semi bekommt eine neue 20er-Bestellung aus Kalifornien – ein weiteres Signal, dass E-Lkw zunehmend von Tests in echte Flottenplanung rutschen.
Beim Laden und der Energiepolitik wird’s ebenfalls spannend: Weil Solarstrom die Börsenpreise immer häufiger ins Minus drückt, erklärt Eon-Chef Birnbaum, warum die Solar-Reform und Redispatch-Regeln fürs Netz – und damit fürs smarte Laden – wichtiger werden. Dazu passt der Blick auf Effizienz und Umweltwirkung: Destatis zeigt, dass E-Autos mit 1 kWh im Schnitt mehr als dreimal so weit kommen wie Verbrenner, und noch grundsätzlicher argumentiert die Gesundheitsperspektive, denn eine ICCT-Analyse rechnet vor, dass Elektroautos durch sauberere Stadtluft messbar Leben retten können. Gleichzeitig wird klar, dass viele Sorgen eher gefühlt als erlebt sind: Eine Umfrage zur E-Auto-Urlaubsfahrt findet Reichweitenangst vor allem bei Verbrenner-Fahrern – während E-Fahrer eher über Tarife, Defekte und belegte Ladepunkte reden. Und wer beim Thema Batteriealterung noch den alten Leaf-Schreck im Kopf hat: Wir erklären, warum die „Horrorstory“ Akku-Degradation heute dank aktivem Thermomanagement meist kaum noch zieht. Zum Schluss noch ein politischer Ausblick, der Zündstoff hat: In der EU wird offenbar über ein Satelliten-Tempolimit nachgedacht, das bei Überschreitung nicht nur warnt, sondern perspektivisch sogar Leistung drosseln könnte – noch nicht beschlossen, aber als Richtung ziemlich eindeutig.