Bei den Neuheiten dreht sich heute vieles um VW und Tesla: Für Schnäppchenjäger ist der VW ID. Polo mit 37‑kWh-Akku ab 24.995 Euro jetzt bestellbar – bis zu 334 km WLTP und 90 kW DC sollen den Einstieg erleichtern, während VW parallel den Nutzfahrzeug-Fans Hoffnung macht, denn der VW Amarok kommt in der nächsten Generation auch als BEV. Auf der Konzernseite klingt’s dagegen weniger gemütlich: Beim VW-Sparprogramm mit Druck auf Werke und Jobs hängt auch die Porsche SE am Thema Dividenden – und damit am Geldhahn aus Wolfsburg.
Bei Tesla gibt’s heute das volle Paket aus Software, Robotaxi und Behörden: In den USA läuft ein Rückruf für knapp 20.000 Model 3 und Model Y wegen zu heller Abblendlicht-Scheinwerfer, während Tesla gleichzeitig beim autonomen Angebot nachlegt und das Robotaxi-Programm mit fahrerlosen Model Y nach Orlando und Tampa ausweitet. Passend dazu steht die Software-Schraube nicht still: FSD v14 Lite soll „wide release“ bekommen und gerade für HW3-Fahrer spürbar aufholen. Und beim kommenden Shuttle ohne Lenkrad wird’s connectivity-mäßig ernst: Das Tesla Cybercab bekommt als erstes Tesla-Modell Starlink ab Werk.
Abseits der Marken-News liefert der Markt ordentlich Rückenwind: In Europa sind die E‑Auto-Zulassungen im Juni um 52% hochgeschossen, und chinesische Hersteller legen sogar um 118% zu – MG, BYD und Chery drücken damit weiter aufs Tempo. Für Deutschland gibt’s parallel zwei Einordnungen, die viele Stammtisch-Mythen glattziehen: Laut Studie sind E‑Autos real 18% günstiger geworden, obwohl die Listenpreise im Schnitt gestiegen sind, und beim Klima rechnet die NOW vor, dass E‑Autos nach rund 44.000 km klimafreundlicher als Benziner sind – mit kleinerem Akku und grünem Strom entsprechend früher.
Und dann war da noch der Batterienachschub und eine ganze Welle an Modell-Ansagen: In den USA haben Hyundai und SK On ihr 5‑Milliarden-Dollar-Batteriewerk in Georgia gestartet, das mit 35 GWh perspektivisch Packs für bis zu 300.000 E‑Autos liefern soll. Bei den neuen Autos sortiert sich das Feld von bezahlbar bis luxuriös: Cupra meldet einen überraschend starken Run auf den Raval und plant über 30.000 Auslieferungen 2026, Audi zeigt den A2 e-tron fast ungetarnt mit bis zu 649 km WLTP, Mazda bringt den CX‑6e ab Spätsommer nach Deutschland (bis 200 kW Laden), und bei JLR wird’s edel und minimalistisch: Der Range Rover GT startet zuerst als reines BEV – mit radikal aufgeräumtem Cockpit als Statement.